Mag-log inDie Unterschrift war vertraut. Ihre Bedeutung hingegen nicht.
Sienna starrte auf das Foto auf ihrem Handy und betrachtete Evelyn Thornes Handschrift unter der Anweisung, ein privates Treffen auf dem Anwesen zu organisieren, auf dem Edmund gestorben war.Adrian stand ihr gegenüber. Sein Gesichtsausdruck war unergründlich.„Sie hat an dem Tag, an dem mein Vater starb, dort ein Treffen arrangiert“, sagte er.„Das scheint das Dokument zumindest nahezulegen.“Samuel Voss sollte tot sein.Und doch hatte jemand in seinem Namen ein Dokument entgegengenommen.Sienna starrte auf die gescannte Empfangsbestätigung auf ihrem Laptop. Ihre Finger ruhten auf der Tischkante.Adrian stand hinter ihr.„Könnte es die Unterschrift von jemand anderem sein?“„Genau das werden wir herausfinden.“„Du hast seinen Namen sofort erkannt.“„Ich erinnere mich an seine Handschrift aus der alten Korrespondenz meines Vaters. Aber eine Unterschrift wiederzuerkennen, ist nicht dasselbe, wie beweisen zu können, wer sie geschrieben hat.“Adrian zog einen Stuhl heran.„Meine Mutter wusste etwas darüber.“„Sie wusste genug, um die Abholung des Dokuments zu veranlassen.“„Und sie hat sich geweigert, uns zu sagen, wer es abgeholt hat.“Sienna wandte sich ihm zu.„Dann finden wir es selbst heraus.“Sie nahm ihr Handy und rief Marcus an.„Ich möchte die vollständigen Zustell- und Übergabeunterlagen der Anwaltskanzlei. Alles, was mit dieser Empfangsbestätigung zusammenhängt. Das
Das Beängstigendste war nicht, dass jemand Adrians Namen benutzt hatte. Sondern dass diese Person genau gewusst hatte, wann er noch zu jung gewesen war, um es zu hinterfragen. Sienna beobachtete, wie er mit dem Handy noch immer in der Hand nach dem Anruf von Marcus durch die Bibliothek auf und ab ging. „Sag etwas“, forderte sie ihn schließlich auf. Adrian blieb stehen. „Was soll ich sagen? Dass ich nicht verstehe, wie mein Name auf einem Dokument gelandet ist, das ich nie angefordert habe?“ „Ich möchte, dass du gründlich nachdenkst. Wer kümmerte sich um die rechtlichen Angelegenheiten deines Vaters, als er starb?“ „Meine Mutter.“ „Hat sie dich jemals gebeten, etwas zu unterschreiben?“ Er wandte den Blick ab. „Ich war siebzehn, Sienna. Ich hatte gerade meinen Vater verloren. An
Die Unterschrift eines Toten konnte beinahe alles genehmigen, wenn die richtige Person wusste, wie sie sie einsetzen musste.Sienna starrte auf das Dokument auf ihrem Handy. Das Datum neben Edmund Thornes Unterschrift ließ sie einfach nicht los.Adrian stand ihr gegenüber. Sein Gesichtsausdruck war angespannt.„Das kann nicht stimmen.“„Dann müssen wir herausfinden, warum es so aussieht.“„Mein Vater war tot. Er konnte nichts mehr genehmigen.“„Seine Handschrift könnte echt sein, Adrian. Das bedeutet aber nicht, dass er genau dieses Dokument an diesem Datum unterschrieben hat.“Er sah sie an.„Du vermutest, dass jemand seine Unterschrift kopiert hat?“„Ich ziehe mehrere Möglichkeiten in Betracht. Jemand könnte ein früher unterschriebenes Dokument verwendet, seine Unterschrift auf eine separate Anweisung übertragen oder das Datum manipuliert haben. Solange wir das Original nicht untersucht haben, wissen
Die Unterschrift war vertraut. Ihre Bedeutung hingegen nicht.Sienna starrte auf das Foto auf ihrem Handy und betrachtete Evelyn Thornes Handschrift unter der Anweisung, ein privates Treffen auf dem Anwesen zu organisieren, auf dem Edmund gestorben war.Adrian stand ihr gegenüber. Sein Gesichtsausdruck war unergründlich.„Sie hat an dem Tag, an dem mein Vater starb, dort ein Treffen arrangiert“, sagte er.„Das scheint das Dokument zumindest nahezulegen.“„Glaubst du, sie wusste, was passieren würde?“„Ich glaube, wir müssen erst herausfinden, was genau sie genehmigt hat, bevor wir irgendjemanden beschuldigen.“Er lachte freudlos.„Du verlangst von mir, ruhig und vernünftig zu bleiben, obwohl dieses Dokument meine Mutter mitten in die letzten Stunden meines Vaters rückt.“„Ich bitte dich nur, nicht denselben Fehler zu machen wie vor siebzehn Jahren. Akzeptiere keine Erklärung, nur weil sie von jemandem k
Sienna hatte immer geglaubt, dass die Toten sich nicht in das Leben der Lebenden einmischen konnten. Samuel Voss brachte sie allmählich dazu, diesen Glauben infrage zu stellen. Sein Name stand in dem Zutrittsprotokoll, das Marcus ihnen geschickt hatte. Das Datum entsprach genau dem Tag, an dem Edmund Thorne gestorben war. Ein Mann, der offiziell für tot erklärt worden war, hatte offenbar das Gebäude besucht, in dem ein anderer Mann sein Ende gefunden hatte. Und irgendjemand hatte dafür gesorgt, dass der Eintrag nur schwer zu entziffern war. „Schicken Sie mir das Original“, sagte sie zu Marcus. „Ich kümmere mich bereits darum“, antwortete er am Telefon. „Aber eines müssen Sie verstehe
Adrians Worte hingen zwischen ihnen in der Luft. Dort ist mein Vater gestorben. Sienna blickte von der Adresse auf ihrem Handy zu seinem Gesicht. „Dein Vater ist dort gestorben?“ „Ja.“ „Und du hast nie daran gedacht, es mir zu erzählen?“ Adrians Kiefer spannte sich an. „Ich wusste nicht, dass das Gebäude mit dem Register in Verbindung stand.“ „Das habe ich nicht gefragt.“ Er holte tief Luft. „Edmund starb dort, als ich siebzehn war. Offiziell wurde sein Tod als Unfall eingestuft.“ Sienna warf erneut einen Blick auf das Foto. Daniel und Edmund standen vor demselben Gebäude mit der Glasfassade und lächelten neben einem dritten Mann, dessen Gesicht jemand absichtlich zerkratzt hatt







