MasukTheodor stieß mit seinem Glas leicht gegen Sebastians.„Wie viele Leute hat Mara sich in letzter Zeit eigentlich zum Feind gemacht? Dafür musst du doch nicht erst jemanden losschicken. Du weißt selbst, wer dahintersteckt.“Sebastians sonst so ruhiger Blick wurde kalt.Er richtete sich etwas auf, nahm sein Glas und trank einen Schluck.„Katharina hat meiner Großmutter geholfen. Ich kann nicht einfach gegen sie vorgehen.“„Und was machst du jetzt? Wieder Mara alles ausbaden lassen?“Sebastian stieß leise Luft durch die Nase.„Sie braucht meine Hilfe doch angeblich nicht. Sie kommt ja so gut allein klar. Warum sollte ich mich also noch einmischen?“Theodor musterte ihn skeptisch.„Du willst wirklich nichts tun?“„Bei ihrer Art schadet es ihr vielleicht nicht, einmal selbst zu merken, dass man nicht alles allein lösen kann.“In Sebastians Blick lag deutlich mehr Unruhe als sonst. Von seiner üblichen Gelassenheit war kaum noch etwas übrig.Theodor sagte nichts mehr und lächelte nur leicht.
Anjas Gesicht veränderte sich schlagartig und wurde kreidebleich.„Sebastian, was soll das heißen?“Sebastian trat einen Schritt näher. Seine hochgewachsene Gestalt wirkte plötzlich noch einschüchternder, obwohl sein Gesicht ruhig blieb.„Muss ich dir wirklich einzeln aufzählen, was du selbst getan hast?“Anja begann vor Wut zu zittern und ballte die Hände zu Fäusten. Alte Erinnerungen kamen mit voller Wucht zurück.Sie sah Sebastian offen an, voller Zorn und Hass.Die anderen im Raum kannten die Geschichte ebenfalls. Jetzt wagte kaum noch jemand, etwas zu sagen.Sebastian hielt Anjas Blick fest.„Bevor du über andere herziehst, solltest du vielleicht erst an deine eigene Vergangenheit denken.“Seine Stimme blieb ruhig, doch jedes Wort war eine Warnung.„Das hier ist nicht Nordstadt. Also spar dir deine Spielchen. Sonst habe ich kein Problem damit, die alten Geschichten wieder ans Licht zu holen und dafür zu sorgen, dass du Königstadt erneut verlassen musst.“Sebastians Gesicht wirkte
Die Runde reagierte sofort ungläubig.„Im Ernst? Dann war an der Sache zwischen Sebastian und Mara doch etwas dran?“„Natürlich. Aber mal ehrlich, bei Maras Hintergrund hätte die Familie Brecht sie doch niemals akzeptiert. Dass sie sich auf einen vergebenen Mann einlässt, passt doch perfekt ins Bild.“Das Gerede wurde immer gehässiger, begleitet von spöttischem Lachen.Anja nahm zufrieden einen Schluck von ihrem Drink. In ihren Augen lag unverhohlene Genugtuung.Mara war Elena schließlich besonders wichtig. Jetzt steckte ihre beste Freundin mitten in einem Skandal.Anja wollte sehen, ob Elena sich diesmal wieder einmischte.„Mara und Elena sind doch beste Freundinnen. Was glaubt ihr, mit was für Leuten Elena sich wohl abgibt?“Sie verzog abschätzig den Mund.„Am Ende sind die doch alle gleich. Einfach nur billig.“Dann leerte sie ihr Glas und stellte es auf den Tisch.Nora Westphal saß etwas abseits und hörte sich das Ganze mit zunehmend finsterer Miene an.Eine Freundin hatte Nora an
Sebastian trug noch immer seinen weißen Anzug. Als sein Blick auf die Tränenspuren in Maras Gesicht fiel, zog er sofort die Brauen zusammen.„Ich war nicht ganz beruhigt und wollte nach dir sehen.“Im Netz wurde Mara inzwischen von allen Seiten beschimpft. Nach außen wirkte sie stark, selbstbewusst und unerschütterlich.Sebastian wusste jedoch, dass sie innerlich längst nicht so unverwundbar war.„Komm rein.“Mara trat zur Seite und ließ ihn hinein.Sebastian ging ins Wohnzimmer, während Mara die Tür schloss und ihm folgte. Dabei zog sich ihr Herz unwillkürlich zusammen.„Ich habe bereits jemanden beauftragt herauszufinden, wer das Video veröffentlicht hat. Wir sollten bald mehr wissen. Du musst dir keine Sorgen machen, dass du wegen der Sache noch Probleme bekommst.“Sebastian drehte den Kopf zu ihr. In seinem dunklen Blick lag deutliches Missfallen.„Du glaubst, ich bin hier, weil ich Angst habe, selbst mit hineingezogen zu werden?“Mara wünschte sich, dass er wirklich nur aus Sorge
Sebastian verzog kühl den Mund.„Dann versucht doch, ob ihr damit durchkommt.“Bernd wurde sofort laut.„Du hast mich schlagen lassen und willst jetzt nicht einmal zahlen?“Er fuchtelte wütend mit der Hand.„Ich gehe zur Polizei! Ich zeige dich an!“Draußen vor dem Krankenzimmer blieb Katharina stehen. Sie hatte genug von dem Gespräch gehört.Ihre Miene verhärtete sich.Dann drehte sie sich um, ging ein Stück den Flur hinunter und zog ihr Handy hervor.„Legt los.“„Ich will, dass jeder erkennt, dass sie nie in diese Kreise gehört hat.“Mara war gerade mit dem Baden fertig, als ihre Agentin anrief.„Mara, wir haben ein Problem. Schau sofort auf X.“Mara wurde schlagartig wach.Ohne aufzulegen, öffnete sie die aktuellen Meldungen.Gleich mehrere der meistdiskutierten Beiträge drehten sich um sie.„Mara Schmitt lässt ihre Eltern im Stich“„Drama um Mara Schmitt: Vater nach Familien-Streit im Krankenhaus“„#CancelMaraSchmitt? Netz fordert Konsequenzen“...Unter den Beiträgen kursierte sog
Mara war kurz überrascht. Außer Elena hatte noch nie jemand so selbstverständlich auf ihrer Seite gestanden.Doch sie fing sich schnell wieder.„Das reicht. Du hast dich heute schon eingemischt. Den Rest kläre ich selbst.“Sie wollte sich nicht wieder von ihren Gefühlen mitreißen lassen und schon gar nicht zulassen, dass sie sich erneut in ihn verliebte.Kaum hielt der Wagen, öffnete Mara die Tür und stieg aus. Sie war erst ein paar Schritte gegangen, als Sebastian plötzlich ihr Handgelenk festhielt.„Warum gehst du mir so aus dem Weg?“Mara hob den Kopf und traf seinen fragenden Blick.Auf seinem sonst so ruhigen Gesicht war deutliche Verletztheit zu erkennen. Offenbar fühlte er sich von ihr zurückgewiesen.„Tu ich nicht.“Sie zog ihre Hand zurück und rieb sich über das schmerzende Handgelenk.Sebastian lachte leise.„Du kannst dir wirklich alles schönreden.“„Du verschwindest jedes Mal, sobald ich auftauche, und willst mir erzählen, dass du mir nicht aus dem Weg gehst?“Mara wusste z
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina






