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Auteur: Nova
last update Date de publication: 2026-09-01 03:38:06

Alpha Ryan eilte mit einer Gruppe von Mägden hinter sich vor und zwang ein großes respektvolles Lächeln auf sein Gesicht. „Eure Majestät“, sagte er, „willkommen im Crimson Moon Pack.“

Die große Gestalt, die aus dem schwarzen Maybach stieg, blickte ihn kaum an. Er gab ein kleines Nicken. „Es ist nicht nötig, mich zu dieser Stunde willkommen zu heißen.“ Ryan räusperte sich. „Ich weiß, aber ich muss Sie ordnungsgemäß begrüßen. Das ist das erste Mal, dass wir uns seit der Beerdigung Ihrer Eltern treffen. Sie sind zu einem feinen jungen Mann herangewachsen. Ich bin sicher, sie wären so stolz.“

Matteos Gesicht blieb kalt, ein wenig verärgert über seine Worte. Er war nur wegen seiner Eltern hierhergekommen, begann aber, es zu bereuen.

Ohne ein weiteres Wort drehte sich der Lycan-König um und ging zum Haupthaus, sein langer Mantel flatterte hinter ihm her.

Ryans Gesicht veränderte sich – er hasste es, so abgewiesen zu werden –, doch er schluckte den Ärger hinunter und folgte still, zeigte ihm das beste Zimmer, das sie hatten.

„Bist du bereit?“

Aidens Mutters Stimme war weich, als sie hinter ihn trat und ihre Augen durch den Spiegel trafen.

„Du siehst gut aus. Kylie wäre so glücklich für dich.“

Er blieb still und starrte auf sein Spiegelbild, sein Ausdruck undurchdringlich, die Augen völlig ohne Wärme, bevor er langsam seine Krawatte zurechtrückte.

„Glaubst du, ich tue das Richtige?“ Seine Stimme war leise und unsicher. „Was, wenn ich falsch liege?“ fügte er hinzu, die Augenbrauen zogen sich leicht zusammen. „Was, wenn… sie unschuldig ist?“

Ein Hauch von Verwirrung flackerte in seinen Augen, verschwand aber genauso schnell.

„Nein“, murmelte er, der Kiefer spannte sich an. „Lyka war da, sie hat gesehen, wie sie Kylie gestoßen hat.“

Seine Mutter trat näher und fasste sanft sein Gesicht. „Oh, mein Baby…“, murmelte sie. „Du bist nur nervös.“ Sie lächelte weich.

„Du bist kein Kind mehr. Du bist jetzt ein erwachsener Mann… ein Beta.“

Ihr Ton wurde fester. „Einige Entscheidungen können nicht rückgängig gemacht werden.“

„Du hättest Myra glauben können, als sie sagte, Kylie habe sich das Leben genommen… aber du kennst deine Schwester. Sie hatte jeden Grund zu leben.“

„Welchen Grund auch immer du gewählt hast, um Lyka zu heiraten… du musst dazu stehen. Für den Rest deines Lebens.“

Sie beugte sich vor und küsste seine Stirn, bevor sie ihn in eine kurze Umarmung zog.

„Und denk daran“, flüsterte sie, „solange ich lebe, werde ich dich immer unterstützen.“

Ein Klopfen ertönte an der Tür.

„Aiden! Beeil dich – du willst nicht zu spät zu deiner eigenen Hochzeit kommen!“

„Wir kommen“, antwortete seine Mutter.

Sie richtete ein letztes Mal seinen Kragen.

„Und sei ein guter Ehemann.“

Der Veranstaltungsort war atemberaubend. Weiße Blumen hingen an jedem Bogen. Goldene Bänder fingen das Sonnenlicht ein. Tische waren mit Essen beladen, und sanfte Musik spielte überall. Diener rannten herum und richteten alles für das, was alle die Hochzeit des Jahres nannten.

Gäste hatten bereits begonnen einzutreffen – Alphas, Betas, hochrangige Wölfe aus verschiedenen Rudeln.

In der Mitte stand Alpha Ryan neben seiner Luna und begrüßte alle mit einem Lächeln.

Oben…

Myra stand vor dem Spiegel. Ihr Spiegelbild starrte sie an – so leer und erbärmlich.

Sie trug die letzten Touches ihres Make-ups auf, bevor sie ihre lockigen Ingwerhaare zu einem lockeren Dutt zusammennahm, ein paar Strähnen fielen sanft um ihr Gesicht.

Ihre smaragdgrünen Augen schimmerten schwach im Licht.

„Klopf, klopf.“

Kendall kam leise herein und hielt ein Tablett mit Essen. Sein Gesicht sah angespannt und besorgt aus. „Du solltest etwas essen“, sagte er leise und stellte das Tablett neben ihr Bett. „Die Zeremonie beginnt bald.“

Myra bewegte sich nicht. Ihre Stimme kam klein und müde heraus. „Warum bist du nett zu mir? Alle anderen denken, ich hätte Kylie getötet.“

Kendalls Augen wurden dunkler. „Ich weiß nicht, was der Alpha damit meinte… aber ich kenne dich, Myra. Du bist keine Mörderin. Und ich verstehe dich – dein Gefährte heiratet vor deinen Augen, du wirst unerträglichen Schmerz empfinden. Das Mindeste, was ich tun kann, ist, nett zu dir zu sein.“

Myras Augen füllten sich mit Tränen, bevor sie kicherte. „Du wirst mich zum Weinen bringen und mein Make-up ruinieren. Ich sollte wenigstens schön sein, während sie mir das Herz brechen, oder?“ Beide lachten, die Luft fühlte sich leichter an.

Klopf, klopf…

„Die Luna bittet um deine Anwesenheit unten“, sagte die Stimme. „Die Hochzeit beginnt gleich.“ Myra atmete leise aus.

Nach einem letzten Blick auf sich selbst lächelte sie Kendall an. „Lass uns gehen.“

Unten wartete Lyka bereits. Sie war in Weiß gekleidet, sah strahlend aus, ihr Kleid betonte ihre Kurven perfekt, ihr Ausdruck glühte vor Aufregung.

Lykas Augen leuchteten auf, als sie Myra sah, doch als sie Kendall hinter ihr bemerkte, blitzte Missfallen über ihr Gesicht, bevor sie wieder lächelte.

„Schwester“, strahlte sie und trat vor. „Du siehst absolut wunderschön aus… fast wie eine Braut.“

Ihr Lächeln wurde etwas breiter. „Dein Gefährte hätte so viel Glück gehabt.“

Sie bedeckte leicht den Mund. „Ups… es tut mir leid.“

Myra reagierte kaum. Sie hielt Kendalls Arm und lächelte. „Wir kommen zu spät – du willst deine Hochzeit nicht verpassen, weil du damit beschäftigt warst, Beleidigungen zu schleudern wie eine verzweifelte Schlampe.“ Kendall unterdrückte ein Lachen. Sie ging ohne einen weiteren Blick an ihnen vorbei.

Lykas Lächeln zuckte, Irritation blitzte über ihr Gesicht, doch sie fasste sich schnell. Heute war ihr Tag.

In dem Moment, als Myra den Veranstaltungsort betrat, sahen alle sie an. Die Gerüchte über ihre Verbrechen hatten sich bereits verbreitet, doch Myra ließ das ihre Stimmung nicht beeinflussen. Sie stand allein da, ihr Gesicht und ihr Temperament waren schillernd – sie war wie eine ätherische Schönheit mitten in der Ruine.

Ihr Blick driftete über die Menge. Fast jeder aus dem Rudel war gekommen, versammelt in Gruppen von vier und fünf. Sie nippte träge an ihrem Saft, bis ihre Augen auf einer abgesonderten Gestalt landeten. Seine Präsenz war still… und doch erdrückend.

Seine Züge waren scharf und dreidimensional – fast zu perfekt.

Als spürte er ihren Blick, öffnete er langsam die Augen und sah direkt auf sie. Myras Atem stockte.

Sie senkte sofort den Kopf und brach die Verbindung ab. Auf der anderen Seite des Saals verzogen sich Matteos Lippen leicht.

Dieses Ingwerhaar wieder. Er lehnte sich zurück und beobachtete sie mit Neugier. Intrigiert überlegte er aufzustehen… hinüberzugehen…

Doch bevor er sich bewegen konnte, zog jemand Myra weg.

„Die Zeremonie beginnt.“

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  • Vom Lykanerkönig gezeichnet   49

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