LOGIN„Was habe ich dir genau gesagt?“, schnitt Alpha Ryans Stimme wie Stahl durch die Luft. Seine Augen waren eiskalt, als er sich den Wachen zuwandte. „Holt mir eine Peitsche.“
„Nein, Alpha—!“, trat Kendall instinktiv vor, doch Ryan unterbrach ihn sofort. „Kein weiteres Wort.“ Die Menge erstarrte. Aiden öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen, doch die Worte erstarben, bevor sie herauskamen. Stattdessen blieb er stumm, mit zusammengepresstem Kiefer, während die Luft vor Spannung knisterte wie vor einem heraufziehenden Sturm. Ryan trat vor. „Runter da“, zischte er. „Du Verbrecherin.“ Sein Blick bohrte sich in Myra. „Du verdammte Schlampe… du hättest nur ein paar Tage stillhalten müssen. Nur ein paar Tage“, fuhr er sie an, die Stimme vor Abscheu erhoben. „Stattdessen hast du alles ruiniert.“ Die Peitsche sauste herab. Das Geräusch des Aufpralls hallte scharf wider. Der erste Hieb riss durch Myras bereits dünne Kleidung und hinterließ eine rohe, sichtbare Strieme auf ihrer Haut. Doch sie schrie nicht. Sie gab keinen Laut von sich. Nur ihre Tränen verrieten sie – sie fielen langsam und lautlos, während sie dort kniete und die Strafe ertrug. Warum? Warum hasste ihr Vater sie so sehr? Ihre Sicht verschwamm. Lykas Gesicht blitzte in ihrem Geist auf. Das erste Mal, als sie sie gesehen hatte… ihr Vater hatte gelächelt. „Das ist deine Schwester“, hatte er sanft gesagt. „Sei gut zu ihr, in Ordnung?“ Das war das letzte Mal, dass er Myra angelächelt hatte. Danach war sie nichts mehr gewesen. Ein Schatten. Ein Ärgernis. Unerwünscht. Ein weiterer Peitschenhieb zerriss die Luft. Schmerz explodierte auf ihrem Rücken. Immer noch schrie sie nicht. Nur ihre Schultern zitterten, während sie dort kniete und leise in den Boden weinte. Aiden stand in der Nähe und beobachtete alles. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich – eine Mischung aus Frustration und Hilflosigkeit huschte darüber. Sein Instinkt schrie ihn an, einzugreifen, sie wegzubringen, dem ein Ende zu setzen, doch die Vernunft hielt ihn zurück. Am Ende drehte er sich abrupt um und ging davon, zwang sich zu gehen, bevor er etwas Unumkehrbares tat. Als Alpha Ryan schließlich genug hatte, ließ er die Peitsche fallen. „Bringt sie in die Krankenstation“, befahl er kalt. „Sorgt dafür, dass die Blutergüsse bis morgen verschwunden sind.“ Sein Blick verweilte nicht einmal auf ihrem gebrochenen Zustand. „Sie muss auf der Hochzeit präsentabel aussehen.“ Dann, als wäre sie nichts weiter als eine unwichtige Kleinigkeit, die er bereits vergessen hatte, wandte er sich ab. Bevor er ging, fügte er noch einen letzten Satz hinzu: „Halt dich von ihr fern“, sagte er zu Kendall, ohne sich umzudrehen. „Sie ist ein schlechter Einfluss.“ „Außerdem… Sie ist der Grund, warum deine Geliebte gestorben ist.“ Die Worte trafen wie Gift. „Geliebte??” Kendall murmelte verwirrt, sein Kiefer spannte sich an, als er sofort vortrat, alles andere ignorierend. Vorsichtig hob er Myra in seine Arme. Ihr Körper brannte vor Schmerz, doch sie war bereits dabei, in die Bewusstlosigkeit abzudriften. Er blickte auf sie hinab, die Miene angespannt. Es war nicht nur der körperliche Schmerz. Es war alles, was sie seit Jahren mit sich herumgetragen hatte. Und jetzt brach es sie. Er trug sie schnell hinaus und steuerte direkt die Krankenstation an. Bis sie ankamen, war Myra bereits ohnmächtig geworden. Stunden später… Stimmen hallten leise durch den Raum. „Was ziehst du zur Hochzeit an?“ „Ich habe gehört, alle Alphas des Rates werden da sein.“ „Sogar der Lycan King kommt!“ „Ich schwöre, ich könnte sogar die Aufmerksamkeit eines Betas oder Gammas erregen…“ Gelächter folgte. Myra regte sich leicht auf dem Bett, ein leises Stöhnen entwich ihren Lippen, als der Lärm zu ihr drang. Das Wort hallte erneut wider. Hochzeit. Immer nur die Hochzeit. Sie hatte es so satt, es zu hören. In der Nähe standen zwei Mädchen und unterhielten sich. „Kylies Mörderin ist wach“, flüsterte eine. „Ich habe gehört, Kendall hat sie reingebracht“, antwortete die andere. Ein spöttisches Lachen folgte. „Wie dreist… ihm so offen hinterherzuflirten nach dem, was sie getan hat.“ „Sie denkt wirklich, weil sie die Tochter eines Alphas ist, kann sie sich alles erlauben.“ „Sie tut immer so graziös und elegant, aber sie ist nichts im Vergleich zu Lyka.“ „Sie verdient ihn viel mehr als Myra es je tat.“ Myra lag still auf dem Bett. Zu erschöpft, um zu widersprechen. Zu gebrochen, um es zu kümmern. Doch ihre Lippen verzogen sich schwach. Ein kaltes, fast warnendes Lächeln. „Könnt ihr endlich die Klappe halten…“, murmelte sie schwach. Eine Pause. „Oder ich bringe euch selbst zum Schweigen.“ Der Raum wurde totenstill. Die Luft veränderte sich sofort, wurde schwerer, schärfer. Eine der Mädchen lachte nervös und trat zurück. Die andere zog sie schnell mit sich, murmelte eine Entschuldigung, während sie verschwanden. Stille kehrte ein. Myra sank langsam zurück ins Bett, die Erschöpfung übermannte sie erneut. Weit draußen, fern der Krankenstation… Ein schwarzer Maybach überquerte die Grenzen des Crimson-Moon-Rudels.Lyka brach beinahe in Tränen aus, als sie Aidens Worte hörte. Sie lehnte sich in die Arme ihrer Mutter und schluchzte leise. Luna Daria warf Aiden einen bösen Blick zu, doch er blieb von der ganzen Situation völlig unberührt. Alpha Ryan wollte mehr sagen, hielt sich aber vorsichtig zurück. „Willst du wirklich, dass dein Baby stirbt?“Aiden presste die Lippen zu einer dünnen Linie zusammen, unsicher, wie er antworten sollte. Der Raum wurde von einer dichten Stille erfüllt.„Mom? Dad? Was ist los?“ Elvis kam die Treppe herunter, nachdem er den Lärm gehört hatte. Er fühlte sich am ganzen Körper schwach und seine Sicht war verschwommen. Er rieb sich die Augen und versuchte klar zu sehen, denn es fühlte sich an, als würde seine ganze Welt sich drehen. „Dad“, sagte er schwach.Thud!Er brach auf der Treppe zusammen und rollte hinunter.„Elvis!“ Luna Daria stieß Lyka weg und rannte zu ihrem Sohn. Alpha Ryan hörte auf zu streiten und eilte an die Seite seiner Frau. Elvis’ Stirn blutete. Weil
Matteo kümmerte sich nicht darum. „Lass sie“, hielt er zurück. Er packte ihre Hüften fest und stieß in einem mächtigen Stoß tief in sie hinein. Myras Hand flog vom Mund weg, als ein lautes Stöhnen ihren Lippen entfloh.„Ahh—!“, schrie sie auf, ihre Stimme hallte im Raum wider.Matteos Augen verdunkelten sich vor Lust. Er zog sich zurück und rammte erneut in sie, diesmal härter. Das nasse Geräusch ihrer Körper, die aufeinander schlugen, erfüllte das Zimmer. Myras Rücken wölbte sich gegen die Wand, während er sie rau fickte, jeder Stoß tief und kraftvoll.„Matteo— oh fuck!“, schrie sie und konnte nicht länger still bleiben.Er packte ihre Oberschenkel, hob ihre Beine höher und spreizte sie weiter. Sein Schwanz hämmerte ohne Gnade in ihre durchtränkte Muschi. Myras Augen rollten nach hinten, ihr Mund stand offen vor Lust, während sie jeden brutalen Stoß hinnahm.„Ja— härter!“, schrie sie, ihre Stimme brach. „Bitte, härter!“Matteo knurrte und gab ihr genau das, worum sie bat. Er fickte s
Myra starrte lange auf Brias Nachricht. Ihr Herz schmerzte ein wenig. Matteo hatte nie etwas über eine Heirat erwähnt. In ihrem Kopf blitzte die Erinnerung an Aiden und Lykas Hochzeit auf, die immer ein schmerzhafter Knoten in ihrem Herzen gewesen war.Sie biss sich auf die Lippe und seufzte. Noch nicht.Sie schickte eine kurze Antwort und schaltete ihr Handy aus. Ihre Stimmung fühlte sich plötzlich schwer an. Die Nachricht hatte ihre Gedanken in eine Spirale geschickt. Matteo hatte nie gesagt, dass er plant, sie zu heiraten. Sie holte tief Luft und versuchte, diese Sorgen wegzuschieben.Matteo liebt mich, sagte sie sich. Ich habe es unzählige Male gesehen. Es gibt nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es gab größere Dinge, auf die sie sich konzentrieren musste: Kendall, den bevorstehenden Test und die Hoffnung, dass niemand ihre Identität herausfand.Matteo hatte die Nachrichten vorerst begraben können, aber was, wenn jemand versehentlich alles herausfand? Es wäre ein komple
Ihr Gesicht drehte sich scharf zur Seite. Blut tropfte aus dem Mundwinkel. Ihr Gesicht verzog sich vor Schmerz.Ihr ganzes Leben lang war sie die verwöhnte Prinzessin der Familie Stonefield gewesen. Ihre Eltern und ihr Bruder hatten sie wie ein kostbares Juwel verwöhnt. Sie war noch nie so brutal behandelt worden. Eine Träne rutschte aus ihrem Auge.„Oh mein Gott. Unser Geist weint“, spottete einer der Männer.Der ganze Raum brach in lautes Gelächter aus. Ihre grausamen Stimmen ließen ihre Tränen schneller fließen.„Wer hat euch geschickt, um mich zu entführen?“, schrie Kylie aus voller Kehle, ihre Stimme voller bösartiger Wut. „Ich werde euch alle töten! Jeden verdammten Einzelnen von euch!“„Genug, genug, genug!“ Ein Mann stopfte ihr ein schmutziges Tuch in den Mund, knebelte sie und erstickte ihre Schreie. Sie konnte sie nur anstarren, während sie weiter lachten und sie verspotteten.Einer der Entführer schlüpfte hinaus, um zu telefonieren. Die andere Leitung nahm nach ein paar Kli
„Die andere Partei hat ihren Zug gemacht, aber wir konnten sie schützen. Sie ist problematisch und hat ein sehr schlechtes Temperament“, meldete der Mann.Matteo ignorierte die meisten seiner Worte. „Gib mir morgen als Erstes eine detaillierte Untersuchung ihres Hintergrunds“, befahl er.Er machte eine Pause, sein Blick fiel durch den Spalt in der Tür auf Kendall. „Und untersuche noch eine weitere Person“, fügte er hinzu und gab die Details.Sein Gesicht verdunkelte sich, als er Myra erneut über etwas lachen hörte, das Kendall sagte. Er hielt seine Wut und starke Besitzgier zurück, drehte sich um und ging.Lyka war seit dem Morgen nervös und ging im Zimmer hin und her. Luna Daria saß auf dem Sofa, nippte an ihrem Saft und beobachtete still ihre Tochter.„Liebling, ich glaube, du machst dir zu viele Gedanken wegen eines kleinen Diebes“, sagte Daria und schmatzte mit den Lippen, während sie die Reaktion ihrer Tochter beobachtete.Lyka räusperte sich und setzte sich endlich. Sie wagte es
„Hehe“, lachte Myra trocken. „Er ist einfach eine sehr wichtige Person, das habe ich dir schon gesagt.“Ein Telefonklingeln hallte durch den Raum und durchbrach die Stille. Matteo holte das vibrierende Handy hervor, warf Myra einen letzten Blick zu und trat nach draußen, um den Anruf anzunehmen.Myra atmete endlich erleichtert auf. Puh! Sie stand auf und entschuldigte sich. „Ich gehe nach Kendall sehen.“Sie betrat seine Station. Kendall schlief bereits. Myra stand still da und beobachtete ihn einen Moment mit Sorge in den Augen.Plötzlich stöhnte Kendall und regte sich. Er wachte langsam auf und versuchte, seinen verletzten Arm zu bewegen, doch Schmerz durchfuhr ihn und er stöhnte erneut.Myra eilte an seine Seite. „Hey, überanstrenge dich nicht“, sagte sie sanft und half ihm, sich aufzusetzen. Sie sah ihn mit warmer, freundlicher Zuneigung in den Augen an. „Was ist mit dir passiert?“Kendall stockte und holte tief Luft. Die Verletzung an seiner Schulter tat höllisch weh, doch er sch







