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KAPITEL 5

Autor: Maki.C
last update Data de publicação: 2026-07-28 04:50:38

Katie

Warum war Caleb hier? Was machte er hier? Kannte Ronan ihn? Suchte Ronan nach Möglichkeiten, mich zu quälen? Ich drehte mich zu Caleb um. „Warum bist du hier, Caleb?“

„Katie, bitte vergib mir. Es tut mir leid, dass ich dich betrogen habe. Ich schwöre, ich war unter Drogen. Ja, diese Schlampe hat mich unter Drogen gesetzt, und ich bin ihr direkt in die Falle getappt. Es tut mir leid, Baby. Bitte vergib mir.“

Hält er mich etwa für dumm? Ich konnte ihm nicht einmal die Schuld geben. Schließlich hatte ich ihm immer geglaubt, selbst als Ella versucht hatte, mich vor ihm zu warnen. Ich starrte ihn an, mein Herz war voller Schmerz.

„Also hat dich das Mädchen, mit dem du geschlafen hast, auch unter Drogen gesetzt, damit du so schnell mit ihr geknutscht hast? Oder hat sie irgendeine ‚Voodoo-Magie‘ bei dir angewendet?“, sagte ich und machte mit meinen Fingern Anführungszeichen bei den Worten „Voodoo-Magie“.

Er starrte mich an. Ich konnte sehen, wie sehr er sich bemühte, sich eine Lüge auszudenken, irgendeine Lüge. Wie hatte ich das alles vorher nicht bemerkt? Wie blind und dumm ich doch gewesen war.

„Ähm, es war so stickig im Haus, also bin ich kurz joggen gegangen.“

Ronan lachte teuflisch und sah Caleb direkt in die Augen.

„Im Ernst, Mann? Du hast zwei ganze Minuten damit verbracht, dir diese Lüge auszudenken, und das ist das Beste, was dir eingefallen ist?“

„Ronan, was macht Caleb hier? Und woher kennst du ihn?“

„Ich habe ihn gebeten, auf ein kleines Gespräch vorbeizukommen. Er ist ein Freund der Familie, amore mio.“

Meine Wut begann langsam zu wachsen. Langsam, aber sicher.

„Wusstest du, dass wir zusammen sind?“

„Oh ja, davon wusste ich. Ich wollte mich nicht einmischen, weil ich wusste, dass ich am Ende des Tages so oder so das für mich beanspruchen würde, was mir zusteht. Ich brauchte nur Geduld.“

Wenn er nach etwas sucht, das er für sich beanspruchen kann, könnte er in ein verdammtes Einkaufszentrum gehen und sich eine Puppe oder ein Stofftier kaufen. Er könnte sogar in eine Tierhandlung oder ein Tierheim gehen, um sich ein Haustier oder so etwas zu holen, denn Gott weiß, dass er das braucht.

„Schatz, bitte vergib mir. Es tut mir so leid. Ich verspreche dir, dich nie wieder zu betrügen. Es war nicht einmal meine Schuld. Sie hat mich vergewaltigt. Ich wurde vergewaltigt.“

Und plötzlich klang seine einst so sanfte Stimme wie scharfe Fingernägel, die über einen Spiegel kratzten.

„Versprechen, nicht mehr fremdzugehen, nachdem er in nur vier Monaten Beziehung mit sechs verschiedenen Mädchen geschlafen hat“, sagte Ronan.

Meine Augen weiteten sich vor Überraschung, als ich Caleb völlig geschockt anstarrte. Wir waren erst seit fünf Monaten zusammen. Das bedeutete also, dass er mich die ganze Zeit über betrogen hatte und ich nicht die geringste Ahnung davon gehabt hatte. Oder besser gesagt: Ich hatte beschlossen, die Anzeichen zu ignorieren. Ich bin so eine Idiotin.

„HEY, WAS ZUM TEUFEL, MANN? MACHST DU DIE SITUATION JETZT BESSER ODER SCHLIMMER?“, brüllte Caleb aus voller Kehle.

Ronan zuckte nur mit den Schultern.

„Mache ich die Situation besser oder schlechter?“

„FICK DICH SELBST, RONAN! GLAUBST DU, ICH HABE NICHT GEHÖRT, ALS DU GESAGT HAST, DASS DU SIE FÜR DICH BEANSPRUCHEN WILLST? DU MISTKERL!“

„Ich kann mich nicht daran erinnern, das jemandem ins Ohr flüstern zu wollen.“

Während sich das Drama abspielte, interessierte das Calebs Familie nicht im Geringsten. Seine Mutter aß ruhig ihr Frühstück, während sein Vater am Handy saß und wahrscheinlich ein paar E-Mails durchging.

Valentina war die Einzige, die besorgt aussah. Unsere Blicke trafen sich, und sie schenkte mir ein mitleidiges Lächeln.

„Caleb“, rief ich. Er drehte sich zu mir um und sah mich mit flehenden Augen an.

„Bei allem Respekt: Halt die Klappe und verschwinde – ach ja, und vergiss nicht, deinen Mist mitzunehmen.“

„Schatz, bitte, ich verspreche dir, mich zu ändern. Und selbst wenn ich mich nicht ändere, bin ich mir sicher, dass du mich ändern und zu einem besseren Menschen machen wirst, wenn wir mehr Zeit miteinander verbringen.“

Ich war wirklich wütend. Was war ich für Caleb? Vielleicht die Zeichentrickserie „Bob der Baumeister“?

„Caleb, kannst du nicht einfach mal die Klappe halten und mal mit dem Verstand nachdenken?“

Caleb sah wütend aus. Er hob die Hände, um mich zu schlagen, und plötzlich ging mein Körper in den Verteidigungsmodus über. Ich rannte in die Ecke des Zimmers, setzte mich dort hin, rollte mich zu einem Ball zusammen, die Hände über dem Kopf, um meinen Kopf zu schützen, falls er mich dort schlagen wollte. Ich senkte den Kopf und wartete auf den Schlag.

Ich hörte Geschrei und ein paar laute Schläge. Nach einer Weile kehrte Ruhe ein. Ich hob langsam den Kopf, und Ronan stand direkt vor mir, neben seiner Schwester.

„Geht es dir gut, mia cara?“, fragte Valentina besorgt.

Ich nickte. „Mir geht es gut, Valentina. Danke.“

„Ich trage sie in ihr Zimmer, damit sie sich ein bisschen ausruhen kann. Sie sieht ziemlich mitgenommen aus. Valentina, sag bitte Samantha, sie soll ihr das Frühstück nach oben bringen. Gut, dass sie während des ganzen Trubels keine Panikattacke hatte.“

Woher wusste er, dass ich Panikattacken habe? Das war seltsam. Ich wollte ihm gerade sagen, er solle mich absetzen, während er mich im Brautstil trug, als ich das Dienstmädchen entdeckte, das mir heute Morgen gedroht hatte, mich von Ronan fernzuhalten, und das nun am Eingang zum Speisesaal stand. Sie starrte uns an. Frustration und Wut trübten ihren Blick.

Was wird aus mir, wenn ich sie nicht noch wütender mache?

Ich legte meine Hände um Ronans Nacken, klammerte mich an ihn und legte meinen Kopf an seine Brust. Ich konnte hören, wie sein Herz schnell schlug. Der Rhythmus seines Herzschlags passte ganz sicher nicht zu dem stoischen Ausdruck auf seinem Gesicht.

Als wir uns dem Eingang des Raums näherten, klammerte ich mich fest an Ronan und drückte meinen Kopf noch tiefer an seine Brust. Als wir an ihr vorbeigingen, drehte ich den Kopf zurück und grinste. Dann formte ich mit den Lippen „Fick dich“ zu ihr.

Oh, sie war wirklich wütend. Ich musste mir das Lachen verkneifen.

Als wir in meinem Zimmer ankamen, legte er mich sanft auf das Bett. Und mein Gott, das war das weichste und bequemste Bett, auf dem ich je gelegen hatte. Sobald mein Kopf das Kissen berührte, schmolz ich buchstäblich wie Butter und wollte diesen weichen kleinen Zufluchtsort, den ich gerade gefunden hatte, nie wieder verlassen.

„Samantha wird bald mit deinem Essen kommen.“

Tja, das war eine Möglichkeit, mich meine gemütliche kleine Auszeit komplett vergessen zu lassen.

„Okay.“

Kurz nachdem Ronan gegangen war, kam sie mit einem Tablett voller Essen herein. Mein Magen jubelte bei diesem Anblick.

„Danke.“

„Gern geschehen.“ Ich machte mich sofort über das Essen her. Nur weil ich gerade viel um die Ohren hatte, hieß das noch lange nicht, dass ich hungern sollte. Ich aß, bis ich satt war. In dem Moment, als mein Körper das Bett berührte, schlief ich ein. Ich war völlig erschöpft, sowohl körperlich als auch geistig. Ich war eins mit dem Bett.

Später wachte ich auf und fühlte mich besser und ausgeruhter als je zuvor. Als ich aus dem Bett stieg, bemerkte ich auf dem Frisiertisch etwas, das wie ein Kuchen aussah, und daneben einen Haufen Geschenke.

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