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Von meinem Alpha getötet, zur Rache wiedergeboren
Von meinem Alpha getötet, zur Rache wiedergeboren
Author: Bree Sera

Kapitel 1

Author: Bree Sera
last update Petsa ng paglalathala: 2026-06-03 15:06:09

Lucias Perspektive

Die Tasse fiel mir aus der Hand und zersprang auf dem Boden.

Bei dem Geräusch sprangen Reese und Kathy auseinander, noch immer atemlos von ihrem Kuss.

„Was zum Teufel, Reese?!“, schrie ich und stürmte in den Raum.

„Lucia, warte mal“, sagte er und knöpfte sich die Hose zu. „Ich kann das erklären –“

„Was erklären?! Ich habe gerade deinen Schwanz in den Händen einer anderen Frau gesehen.“ Ich wandte mich an Kathy. „Und du Schlampe –“

Ein Schlag, der auf meiner Wange brannte, unterbrach mich, bevor ich meinen Satz beenden konnte. Ich taumelte rückwärts und hielt mir die Hand ans Gesicht.

„Hast du … hast du mich gerade geschlagen?“

Reeses bernsteinfarbene Augen brannten vor Wut. „Wie kannst du es wagen, Katherine eine Schlampe zu nennen?“

„Ich bin deine Frau, deine Luna“, sagte ich, Ungläubigkeit und roher Schmerz in meiner Stimme. „Und du schlägst mich wegen einer anderen Frau?“

Reese drückte sich die Nasenwurzel.

Plötzlich stieß er ein lautes Lachen aus, das mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte.

„Ehefrau? Luna?“, sagte er in spöttischem Ton. „Das glaubst du doch nicht ernsthaft, Lucia.“

„Wie bitte?“

Er begann, wie ein Zirkusdirektor im Raum auf und ab zu gehen. „Du warst selbst einmal eine Anführerin. Strategische Ehen sind der letzte Schrei. Gibt es einen schnelleren Weg, die Reihen der Menschen zu infiltrieren, als die Anführerin der Rebellion selbst zu heiraten?“

Die Reihen infiltrieren?

Meine Hände zitterten, während ich versuchte, seine Worte zu verstehen. „Reese, es gibt keinen Krieg. Dafür hat unsere Ehe gesorgt.“

Er schoss blitzschnell auf mich zu, seine Augen leuchteten wahnsinnig. „Ist dir jemals in den Sinn gekommen, dass ich gelogen habe?“

In der Ferne hörte ich eine Bombe explodieren, gefolgt von schrillen Schreien, die die Luft erfüllten.

Es kam aus dem Süden. Dem Süden, wo die Menschen lebten.

„Nein!“, schrie ich. „Du hast gesagt … wir waren uns einig. Ich habe mich dir hingegeben. Du hast gesagt, du würdest sie nicht töten.“

Eine weitere Ohrfeige von ihm warf mich zu Boden, wobei seine Krallen meine Wange zerkratzten.

Blut tropfte an meiner Wange hinunter auf den Boden.

„Vereinbart? Mit Menschen?“, spottete er angewidert. „Was glaubst du eigentlich, wer wir Wölfe sind? Ich würde lieber sterben, als mit diesen niederen Kreaturen zusammenzuleben.“

„Schatz“, sagte Katherine und stieg aus dem Bett. „Warum lassen wir sie sich nicht von ihrem Volk verabschieden?“

Reese hielt sie vor mich hin und sah sie mit mehr Liebe an, als er mir in fünf Jahren entgegengebracht hatte. „Das ist mehr, als sie verdient.“

„Nein, sie muss sehen, wie ihre Leute gelebt haben, während sie hier war.“

Mir stockte der Atem, als ich zwischen den beiden hin und her blickte. „Wovon redet ihr beiden?“

Meine Stimme war heiser, mein Kiefer schmerzte, als ich sprach.

Reese seufzte, packte mich an den Haaren und führte mich einen Flur entlang, den ich noch nie betreten durfte.

Er brachte mich in einen Raum hinter großen Metalltüren, die ein Mensch wie ich niemals hätte öffnen können.

„Da“, spottete er und warf mich in die Mitte des Raums.

Ich sah mich um. Bildschirme. Kameras, die den gesamten Süden überwachten.

Ganz in der Mitte befand sich der Ort, an dem ich früher gelebt hatte. Mein Bruder Daniel, der neue Anführer der Menschen, saß im Bunker, umgeben von meinen ehemaligen Leibwächtern.

Auf einem der Bildschirme war eine weitere Explosion zu sehen. Ich schrie und kämpfte mich nach vorne.

„Nein! Bitte, Reese. Hör auf damit.“ Ich kniete mich vor ihn hin. „Das sind unschuldige Menschen. Töte mich. Bitte, verschone sie.“

Ein grausames Grinsen huschte über seine Lippen. „Zielt auf Sektor 1“, sagte er zu seinen Männern, ohne seinen Blick von mir abzuwenden.

Sektor 1. Daniel.

Ich warf mich auf den Mann, der die Bomben steuerte, und versenkte meine Zähne in seinem Arm.

Ein anderer packte mich, und ich trat ihn, kämpfte und strampelte mit aller Kraft.

Aber sie waren Wölfe. In jeder Hinsicht biologisch überlegen.

Es dauerte nur Sekunden, bis sie mich überwältigt hatten und mich zwangen, vor Reese und Kathy niederzuknien.

„Lucia, wenn du dich so weiter bewegst, brichst du dir den Arm. Wölfe kennen ihre eigene Kraft nicht.“

Während Kathy das sagte, blickte er zu den Wölfen, die mich festhielten. Meine beiden Arme knickten aus ihren Gelenken.

Der Schmerz war fast erblendend. Mir schwindelte vor Anstrengung, wach zu bleiben.

Reeses Hand legte sich um meinen Hals und drehte meinen Kopf zum Bildschirm. Ich sah, wie eine Rakete durch die Luft schoss und Sektor 1 bombardierte. Der Bunker zerbarst mit allen darin.

Mein Körper erschlaffte, jeglicher Kampfgeist war aus mir gewichen.

Alle waren tot, getötet durch die Waffenbaupläne, die ich Reese vor drei Jahren gegeben hatte, um meine Loyalität gegenüber unserem Vertrag zu beweisen.

All die Jahre hatte der Süden in Armut gelebt. Es hatte mir wehgetan, aber ich glaubte Reese, wenn er mir sagte, dass er versuchte, die Werwolf-Dynastie zu etablieren, bevor er den Menschen half.

„Und ich habe dir geglaubt“, sagte ich, während mir ein wahnsinniges Lachen über die Lippen kam.

Ich hatte gedacht, dass wir schließlich verheiratet waren. Wir hatten den Rest unseres langen Lebens, um beide Seiten des Vertrags zu erfüllen.

„Und ich habe dir geglaubt!“

Mein Schrei hallte durch den Raum. Die Bombardements hatten aufgehört, der gesamte Süden lag nun in Schutt und Asche.

„Wie fühlst du dich? Ohne dich wäre all das nicht möglich gewesen, Luce“, sagte Reese mit leiser, ja sogar sanfter Stimme.

Ich habe mein Volk getötet. Es war meine Dummheit, die sie getötet hat.

„Wirst du mich töten?“, fragte ich leise, wohl wissend, dass es eine dumme Frage war.

Selbst wenn er es nicht täte, hatte ich nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnte.

Keine Freunde. Keine Familie.

Daniel. Eine einzelne Träne rann mir über die Wange.

Mama hat dich mir anvertraut, und ich habe dich im Stich gelassen.

„Wegen deiner Verdienste werde ich dir einen schmerzlosen Tod gewähren“, sagte Reese und zog eine Flasche aus seiner Tasche.

„Deine Formel war wirklich hervorragend. Meine Männer hatten viel Spaß dabei, sie so zu modifizieren, dass sie auch andere Spezies tötet.“

Ich schaute auf die Flasche. Jede Pille war das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung darüber, wie man die Wölfe tötet, und ich hatte sie ihm übergeben.

Ich war so ein Idiot.

„Ich kann es genauso gut an dir testen. Mach den Mund weit auf“, sagte Reese und drückte mir den Kiefer auf, während er mir zwei dieser Pillen in den Hals stopfte.

Die Pillen wirkten schnell. Blut tropfte aus meinem Mund, meiner Nase, meinen Augen und Ohren und vermischte sich mit meinen Tränen.

Dass meine eigene Forschung so missbraucht werden würde.

Ich fiel nach vorne und verfluchte Reese und all seine Wölfe, bis die Welt schwarz wurde.

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