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KAPITEL 77

last update Veröffentlichungsdatum: 11.09.2026 02:52:46

DAS DING, DAS SIE HOLTE

AUS THOMAS’ PERSPEKTIVE

Die Fahrt zur Krankenstation verlief schweigend.

Abigail saß auf dem Rücksitz neben Archibald, fest in eine Decke gehüllt. Ihr nasses Haar klebte an ihrem Gesicht, und seit wir die Wohnung verlassen hatten, hatte sie kein Wort gesagt.

Sie zitterte immer noch. Alle paar Sekunden bemerkte ich, wie sie ausdruckslos aus dem Fenster starrte. Was auch immer sie in dieser Wohnung gesehen hatte, war immer noch in ihrem Kopf gefangen, und ich konnte es ihr
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  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 90

    EIN ERWACHEN IM INNERENAUS THOMAS’ PERSPEKTIVEDie Haustür öffnete sich, noch bevor ich sie erreichte, und ich blieb auf halbem Weg durch den Flur stehen.Elias Vane stand auf der anderen Seite, eine Hand auf dem polierten Griff eines dunklen Lederkoffers. Sein silbernes Haar war ordentlich nach hinten gekämmt, und die Jahre hatten feine Fältchen um seine Augen hinterlassen, ohne jedoch die Schärfe seines Blicks zu trüben.Einen Moment lang schwiegen wir beide, dann formte sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen.„Thomas Jittro.“„Elias.“Wir gaben uns die Hand. Sein Händedruck war fest, seine Finger kalt, trotz der Wärme im Inneren der Villa.„Es ist lange her“, sagte er.„Zu lange“, erwiderte ich. „Danke, dass du gekommen bist.“Elias blickte an mir vorbei in den Flur. Sein Gesichtsausdruck blieb ruhig, doch seinen Augen entging nichts.„Am Telefon klangst du besorgt.“„Das war ich auch.“Das war eine Untertreibung. Vor einer Woche hatte ich ihn angerufen, nachdem Abigails Symp

  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 89

    DER BESUCHER ABIGAILS PERSPEKTIVEThomas saß am anderen Ende des Tisches, gekleidet in eine dunkle Hose und ein schwarzes Hemd, dessen Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt waren. Er sah aus, als wäre er schon seit Stunden wach.Eine Krankenschwester stand neben Veronicas Stuhl mit einer kleinen Papiertüte und einer Flasche Wasser.„Ihre Medikamente“, sagte sie.Veronica bedankte sich und nahm sie entgegen.Die Krankenschwester gab ihr noch einige Anweisungen, bevor sie den Raum verließ.Thomas blickte auf, und sein Blick fiel sofort auf mich, als ich auf den Tisch zuging.Er bemerkte das Zögern in meinen Bewegungen.„Setz dich.“Ich setzte mich Veronica gegenüber. Vor mir stand ein Teller mit Frühstück.Ich starrte darauf, ich hatte keinen Hunger.Thomas nahm seine Kaffeetasse in die Hand. „Du isst ja gar nichts.“„Ich weiß.“„Warum hast du dich dann hingesetzt?“Ich sah ihn an. „Veronica hat mich darum gebeten.“Sein Mund verzog sich leicht.Veronica verdrehte die Augen. „Dir

  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 88

    DIE FRAGEN, DIE ICH NIE GESTELLT HABEAbigails PerspektiveIch wachte auf, und der Geschmack der Angst lag mir noch immer im Mund.Einige Sekunden lang rührte ich mich nicht. Ich starrte an die Decke über mir und lauschte dem leisen Summen der Klimaanlage und den schwachen Geräuschen von Bewegungen irgendwo hinter meiner Schlafzimmertür. Das Morgenlicht drang durch die Vorhänge und zeichnete blasse Streifen auf den Boden.Alles sah normal aus, und genau das war das Problem. Seit Wochen hatte sich nichts in meinem Leben mehr normal angefühlt.Ich schloss die Augen, und sofort tauchte Cheryls Gesicht wieder vor mir auf. Ihre Finger, die sich in meinen Arm gruben, und ihre wütende Stimme, die wissen wollte, was ich mit Thomas tat.Der plötzliche Druck, der durch meinen Körper geschossen war und sie quer durch den Raum geschleudert hatte. Das Geräusch, als ihr Körper auf den Steinboden aufschlug.Ich öffnete die Augen wieder, und mein Herz schlug viel zu schnell. Ich richtete mich auf und

  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 87

    DIE KRAFT, DIE ICH NICHT ERKLÄREN KONNTEAus Thomas’ SichtIn dem Moment, als ich Abigails Zimmer verließ, wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte, weil ich ihr zu viel erzählt hatte. Ich blieb am Ende des Flurs stehen und starrte auf die geschlossene Tür hinter mir.Mein Wolf zappelte unruhig unter meiner Haut.Gefährte.Ich biss die Zähne zusammen. „Nicht jetzt.“Er knurrte als Antwort, aber ich ignorierte ihn und ging auf die Treppe zu. Meine Gedanken kreisten nicht um die Bindung, sondern um das, was unten passiert war.Ich hatte schon gesehen, wie Werwölfe mit bloßen Händen Knochen brachen. Ich hatte gesehen, wie Vampire sich schneller bewegten, als das menschliche Auge folgen konnte. Ich hatte gesehen, wie Hexen Gegenstände mit Zaubersprüchen manipulierten, aber das hatte mit nichts davon zu tun.Die Kraft war einfach aus Abigail hervorgebrochen.Und für eine einzige Sekunde hatte ich etwas gespürt, das sogar meinen Wolf zum Schweigen brachte. Uralt – das war das einzig

  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 86

    WAS BIN ICH?ABIGAILS PERSPEKTIVEIch wollte das eigentlich gar nicht.Ich hatte schon genug Probleme, ohne hier mit Cheryl zu streiten, also wandte ich mich von ihr ab.„Das mache ich nicht mit dir, Cheryl.“Ich machte einen Schritt in Richtung Haupthaus und schaffte es kaum zwei Schritte weit, bevor mich etwas nach hinten riss.Ich stolperte.Cheryl hatte mich am Arm gepackt.„Wo willst du denn hin?“„Lass mich los.“Ich versuchte, meinen Arm zu befreien, aber sie verstärkte ihren Griff.„Erst, wenn du mir sagst, was du mit Thomas machst.“„Cheryl, ich sagte, lass mich los.“Sie zog mich näher zu sich heran, und etwas in mir riss. Ich dachte nicht nach und wusste nicht einmal, was ich tat. Ich schnippte einfach mit der Hand, und das Nächste, was ich hörte, war ein Schrei.Cheryl flog rückwärts. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr Körper wurde mehrere Fuß weit über den Eingangsbereich geschleudert, bevor sie hart auf dem Steinboden aufschlug. Ein widerliches Geräusch folgte.Dann Still

  • Von meinem Schicksalspartner gemobbt   KAPITEL 85

    DAS MÄDCHEN, DAS SIE WEGGESCHMISST HATAUS THOMAS’ PERSPEKTIVEIn dem Moment, als ich aus dem Auto stieg, wusste ich, dass etwas nicht stimmte und dass Cheryl Ärger machen würde.Sie stand am Eingang der Villa und hatte die Arme fest vor der Brust verschränkt.Sie lächelte nicht, und schon das allein reichte aus, um mir einen Knoten im Magen zu verursachen.Ich schloss die Autotür und ging auf sie zu.„Cheryl.“Ihr Blick glitt sofort an mir vorbei direkt zu Abigail, bevor er wieder auf mich zurückkehrte.„Also“, sagte sie kühl. „Du hast mich belogen.“Ich blieb stehen. „Worüber?“„Du hast mir gesagt, du hättest viel zu tun.“„Das war ich auch.“Sie lachte bitter. „So beschäftigt, dass du eine ganze Woche lang von der Schule verschwunden bist?“Ich runzelte die Stirn. „Cheryl, das ist nicht der richtige Ort, um …“„Oh, ich glaube schon.“ Ihr Blick wanderte wieder zu Abigail. „Ich hätte es wissen müssen.“Abigail stieg langsam aus dem Auto, ihr Gesichtsausdruck war bereits zurückhaltend

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