LOGINEin Partner sollte eigentlich ein Segen sein. Aber drei Partner waren ein Problem. Drei identische Alphas bedeuteten das totale Chaos. Celine hat ihr ganzes Leben lang hören müssen, dass sie zu kaputt, zu wolfslos und zu unerwünscht sei, um jemals auserwählt zu werden. Als das Schicksal ihr also nicht nur einen, sondern gleich drei umwerfend gutaussehende Alpha-Drillinge vor die Füße wirft, von denen jeder für ihre geistige Gesundheit gefährlicher ist als der vorherige, tut sie das einzig Logische. Sie rennt davon. Aber einer Partnerbindung kann man nicht entkommen. Vor allem nicht drei davon. Einer wird sie sanft auseinandernehmen. Einer wird sie allein mit seinen Worten auseinandernehmen. Einer wird sie überhaupt nicht berühren – noch nicht, und irgendwie macht ihr der Letzte am meisten Angst. Sie haben ihre Welt auf den Kopf gestellt, ihr eine Welt offenbart, die sie sich nur vorgestellt hatte, und jede Fantasie erfüllt, die sie sich jemals zu träumen gewagt hatte. Begib dich mit Celine auf diese Reise und sieh zu, wie das Schicksal alles auf den Kopf gestellt hat.
View MoreCELINE
„Verdammt! Deine Stiefschwester hat einen fetten Hintern!“ Doland versetzte mir einen kräftigen Klaps auf den Hintern und zwinkerte mir dabei schamlos zu. Ich schnaubte, und Ekel durchströmte mich. Es war nicht das erste Mal, dass er Hand an mich legte. Ich wirbelte herum, bereit, ihm etwas zu sagen, das er so schnell nicht vergessen würde. Ich stürmte auf ihn zu, mein Gesicht zu einem tiefen Stirnrunzeln verzerrt. "Doland, ich –“ "Bleib locker, Celine. Jeder in diesem Haus weiß, dass Doland dich mag.“ Muize, mein Stiefbruder, unterbrach mich scharf. Natürlich. Was hatte ich von Gleichgesinnten schon erwartet? Schließlich waren sie beste Freunde. Meine Brust hob und senkte sich heftig, als ich mich stattdessen meinem Stiefbruder zuwandte und gegen den Drang ankämpfte, ihre Köpfe gegeneinander zu schlagen. "Er soll es nur noch einmal wagen, mich anzufassen“, sagte ich durch zusammengebissene Zähne. "Dann verliert er garantiert ein Ohr.“ Ich drehte mich um und ging zurück in mein Zimmer. "Nicht, als hättest du überhaupt einen Wolf oder einen Partner. Unattraktiv und trotzdem voller Stolz.“ Er brüllte mir hinterher. Seine Worte trafen mich wie ein Messerstich zwischen die Schultern. Ich erstarrte auf der Treppe, die Finger um das Geländer gekrallt. Tränen drohten mir in die Augen zu steigen, doch ich blinzelte sie mit aller Kraft zurück. Ich hatte mich schon längst damit abgefunden, keinen Wolf zu haben – oder zumindest hatte ich es versucht. Seit ich achtzehn war, trug ich diese Leere wie einen Stein in meiner Brust mit mir herum. Kein Wolf. Kein Partner. Keine Erklärung von der Mondgöttin. Aber ich weigerte mich, wegen dieses Dummkopfs zu weinen. Denn es war nicht ganz Muizes Schuld, oder? Nein. Die Schuld lag ganz und gar auf den Schultern meiner Mutter. Sie war diejenige, die mich in dieses Chaos hineingezogen hatte. Hätte ich nach ihrer Scheidung darauf bestanden, meinem Vater zu folgen, würde ich diese besondere Hölle nicht durchleben müssen. Aber sie weinte. Sie hatte gefleht. Selbst nach allem – nachdem sie meinen Vater betrogen hatte, nachdem sie sich entschieden hatte, Muizes Vater zu heiraten – stand sie mit tränenfeuchten Augen vor mir und flehte mich an, zu bleiben. Und wie eine Närrin hörte ich auf sie. Ich hatte meinen Vater gehen lassen. Seitdem hatte ich ihn nicht mehr angerufen, und er hatte mich auch nicht angerufen. Nicht ein einziges Mal. Jetzt bezahlte ich jeden einzelnen Tag für diese Entscheidung. Ich ging zurück in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Ich ließ mich auf mein Bett fallen und vergrub mein Gesicht im Kissen. Fast sofort flog die Tür auf. Muize beugte sich durch den Spalt herein. "Schläfst du?“, fragte er. Ich hob den Kopf und starrte ihn an. "Wie du sehen kannst.“ Er verdrehte die Augen. "Ich organisiere heute Abend hier meine Jahresabschlussparty.“ Ich setzte mich sofort auf. "Was?“ Meine Augen weiteten sich. "Papa hat dir ausdrücklich verboten, das zu tun.“ Er schnaubte und zuckte mit den Schultern, als wären meine Worte nichts. "Er und deine Mutter sind nicht in der Stadt. Das ist meine perfekte Gelegenheit.“ Ich blinzelte ihn an. Er hatte diese Idee bereits seinem Vater vorgeschlagen, der sie rundweg abgelehnt hatte. Die letzte Party, die er veranstaltet hatte, war in einer Katastrophe geendet – kaputte Möbel, zwei Leute im Krankenhaus, die Wut seines Vaters, die wochenlang anhielt. Die Antwort war ein hartes, endgültiges NEIN gewesen. „Trotzdem darfst du in diesem Haus keine Party veranstalten“, sagte ich bestimmt. Er stieß die Tür ganz auf und trat ein. "Ich habe dich nicht um Erlaubnis gebeten, Celine. Vergiss nicht, wem dieses Haus gehört.“ „Muize, du –“ "Du musst dich nur in diesem Zimmer einschließen und darfst heute Abend nicht herauskommen.“ Er senkte leicht die Stimme, und etwas veränderte sich in seinem Blick. "Ich werde dich nicht beschützen können, wenn etwas passiert.“ Er hielt meinen Blick einen Moment lang fest, dann drehte er sich um und ging hinaus. Ein kurzes, ungläubiges Lachen entfuhr mir, als ich auf die leere Türöffnung starrte. "Mich beschützen“ – das klang aus seinem Mund ziemlich lächerlich. Ich legte mich wieder hin und starrte an die Decke. Ich würde nicht zulassen, dass er mir den Abend ruinierte. * Es wurde schnell dunkel. Es dauerte nicht lange, da bebten die Wände unter der schweren Bassmusik, unerbittlich, und ließen die Lampe über meinem Bett klappern. Dieser Typ hörte einfach nie zu. Ich kniff die Augen fest zusammen und versuchte, mich in den Schlaf zu zwingen. Es half nichts. Ich griff nach meinem Handy und rief meine Mutter an. Keine Antwort. Ich zögerte, dann rief ich meinen Stiefvater an. Er ging immer ran, selbst wenn ich ihn auf Distanz hielt. Heute Nacht ging selbst er nicht ran. Vor Frustration knallte ich mein Handy aufs Bett. Ich griff nach meiner Wasserflasche. Leer. Ich hatte plötzlich verzweifelten Durst. Ich stieg aus dem Bett und ging zur Tür. Es war ja nur Wasser. Die Treppe hinunter, in die Küche, dann würde ich wieder zurückkommen. Höchstens zwei Minuten. Doch als sich meine Finger um die Türklinke schlossen, flüsterte Muizes Warnung durch meinen Kopf. „Geh heute Nacht nicht raus.“ Ich schob den Gedanken beiseite und öffnete die Tür. Die Musik traf mich wie eine Welle, sobald ich den Flur betrat. Der Bass vibrierte durch meine Fußsohlen. Ich umklammerte die Flasche und ging trotzdem die Treppe hinunter. Der Geruch schlug mir entgegen, noch bevor ich etwas sah. Alkohol, schwer und scharf. Zigarettenrauch, Schweiß. Und darunter etwas Moschusartiges – etwas, das mir die Hitze in die Wangen steigen ließ, noch bevor ich überhaupt begriff, warum. Dann kam das Wohnzimmer vollständig in Sicht, und meine Füße blieben stehen. Heilige Göttin! Der Raum war nicht wiederzuerkennen. Nackte und halbnackte Körper bedeckten jede Fläche. Ein Mädchen beugte sich über die Armlehne des Sofas und stöhnte schamlos, während der Mann hinter ihr ihre Hüften umklammerte und in sie eindrang, ohne sich darum zu kümmern, wer zusah. Auf dem Boden neben ihnen bewegte sich ein anderes Paar in einem langsamen, reibenden Rhythmus, völlig ineinander versunken. An der gegenüberliegenden Wand hatte ein Mädchen ihre Beine um die Taille eines Mannes geschlungen, den Kopf zurückgeworfen und schrie so laut, dass ihre Stimme die Musik übertönte. Er hatte beide Hände auf ihren Oberschenkeln und stützte sie, während seine Hüften mit einer Wucht nach vorne stießen, die die Wand zum Beben brachte. Um sie herum tranken und rauchten die Leute, als wäre es das Normalste der Welt. Das Stöhnen, das Klatschen der Haut, das Keuchen und Stöhnen – all das überlagerte die Musik und umhüllte mich aus allen Richtungen. Mein Gesicht glühte. Das war keine Party, das war eine regelrechte, offene Sexparty. Muizes Warnung wurde mir plötzlich mit erschreckender Deutlichkeit bewusst. Zum ersten Mal in dieser Nacht kroch mir echte Angst den Rücken hinauf. Ich fühlte mich furchtbar fehl am Platz – wie etwas Kleines und Weiches, das in einen sehr gefährlichen Raum verirrt war. Ich hielt den Blick gesenkt, ließ meinen Blick schnell über die Menge schweifen und entdeckte Muize. Er war von Mädchen umringt, völlig verschlungen von dem Chaos, das er selbst ausgelöst hatte. Typisch. Als Nächstes hielt ich Ausschau nach Doland. Ich konnte ihn nirgendwo in der Nähe entdecken. Gut, umso besser. Ich atmete leise aus und ging weiter. Mit gesenktem Kopf schlüpfte ich durch die Menge in die Küche, füllte mit zitternden Händen meine Flasche auf und floh zurück in Richtung Treppe. Ich atmete erst wieder richtig durch, als meine Tür hinter mir geschlossen war, und ließ den Atem schließlich mit den Händen auf der Brust herausströmen. Ich machte das Licht aus, legte mich wieder ins Bett und versuchte krampfhaft, alle Bilder aus meinem Kopf zu verbannen. Ich schloss die Augen und kämpfte um den Schlaf, als hinge mein Leben davon ab. Ich war schon fast eingeschlafen, als die Tür knarrte und meine Augen weit aufsprangen. Scheiße! Ich hatte sie nicht abgeschlossen. Ich lag völlig regungslos da. Die Tür fiel mit einem Klicken zu – von innen. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Ich hörte Schritte, die sich mir näherten, langsam und bedächtig. Schnell beruhigte ich meinen Atem und hielt die Augen geschlossen. „Schläft sie?“, murmelte die Person. Ich erkannte die Stimme nicht, aber etwas Kaltes legte sich in meinen Magen und verdrehte ihn schmerzhaft. „Scheiße.“ Die Stimme kam näher, wurde deutlicher. „Sie sieht so weich aus. So zart. Ich weiß, dass sie gut schmecken wird.“ Mein Blut gefror zu Eis. Doland. Es war dieser verdammte Doland. Mit klarer Stimme, nüchtern und ganz bewusst. Ich rührte mich nicht. Ich musste genau wissen, was er sich dabei dachte. Seine Finger streiften die Haut meines Beins. „Das ist meine Chance“, hauchte er. Ich rührte mich nicht und tat so, als würde ich tief schlafen. In der Hoffnung, dass es nicht das war, wonach es aussah. Er musste doch wohl scherzen, oder? Er griff nach dem Saum meines Nachthemds und begann, es nach oben zu schieben. Mein Oberschenkel kam zum Vorschein. Der Ekel, der mich überkam, war sofort da und absolut. Die Göttin weiß, wie sehr ich mich zusammenreißen musste. Die Unverschämtheit von Doland, sich in mein Zimmer zu schleichen? Dann strich seine Hand über meine nackte Haut, und augenblicklich riss ich die Augen auf. Ich schnappte mir die Nachttischlampe und schlug ihm mit aller Kraft damit auf den Schädel. „Scheiße!“, zischte er vor Schmerz und taumelte rückwärts. Ich holte erneut aus, noch härter, und traf ihn mit einem Knall, der die Luft zerriss, quer über das Ohr. Er taumelte, ein feuchtes Stöhnen entfuhr ihm, Blut lief ihm in Strömen aus Stirn und Ohr. Er sank zitternd auf die Knie. „Wie kannst du es wagen –“ „Ich habe es dir gesagt“, sagte ich, über ihm stehend, meine Stimme totenruhig und zitternd. „Ich habe dir gesagt, dass du ein Ohr verlieren würdest, wenn du mich das nächste Mal anfasst.“ „Dafür wirst du bezahlen.“ Er sackte zur Seite und lag regungslos da. Vielleicht war er ohnmächtig geworden. Es war mir egal. Ich ging zu meinem Kleiderschrank, schnappte mir meine Tasche und stopfte alles hinein, was meine Hände erreichen konnten. Dann verließ ich den Raum, ohne auch nur einen einzigen Blick zurückzuwerfen. Unten verschlang die Party alle Anwesenden gänzlich. Niemand sah mich gehen. Ich trat durch die Haustür hinaus in die Nacht …RYTHAN BLACKTHORNE (Wolf: Razhan)Die Tür sprang auf.Ich drehte mich gerade um, als Kythan und Zithan eintraten. Zithans Gesicht war voller Verwirrung, während sein Blick von meinem Kopf bis zu meinen Zehen glitt.„Ich dachte, du wolltest noch im Büro vorbeischauen. Warum bist du stattdessen nach Hause gekommen? Ich habe auf dich gewartet“, sagte er.Ich schüttelte den Kopf und stieß einen schweren Seufzer aus. „Es ist etwas passiert. Ich musste zurückfahren.“Es gab keine Möglichkeit, dass ich mit diesem brennenden Gefühl im Körper ins Büro hätte gehen können.Kythans Nase zuckte. Er schnüffelte immer wieder an der Luft, seine Augen musterten den Raum, als würde er nach der Quelle eines fremden Geruchs suchen.Zithan bemerkte es. „Heh“, rief er, um ihn abzulenken. „Was machst du da?“Kythan ignorierte ihn. Er stand von meinem Bett auf, auf dem er gesessen hatte, und ging direkt auf die Kleidung zu, die ich bei Deilala getragen hatte. Er hob sie auf, hielt sie an seine Nase und atmet
RYTHAN BLACKTHORNE (Wolf: Razhan) Ich schluckte. „Du hast uns also all die Jahre lang aufgenommen?“ Meine Stimme sank zu einem leisen, gefährlichen Flüstern herab. Sie stieß ein lautloses, schamloses Lachen aus. „Wer würde das nicht?“ Sie breitete die Arme aus und kam dann auf mich zu, mit schwingenden Hüften, bis sie beide Handflächen auf meine Brust legte. „Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht, Rythan … sieh dich doch nur um.“ Ihre Stimme wurde weich und verlockend, als ihr Blick zu der Wand huschte, auf der der Projektor noch immer lief. Vor allem diese eine Szene – wie ich sie während eines unserer Urlaube hart am Strand nahm, ihre Beine um meine Taille geschlungen, während sie meinen Namen schrie, während hinter uns die Wellen brachen. Das war eine unserer wildesten Nächte gewesen. Zum ersten Mal verzog sich mein Gesicht vor purer Ekel über all das, was ich getan hatte. „Wirst du das alles wirklich vergessen?“ Ihre Stimme bebte, aber die Drohung dahinter war unübe
RYTHAN BLACKTHORNE (Wolf: Razhan)Ihr Gesicht flackerte – verletzt, schnell und echt für eine halbe Sekunde –, bevor sie es wieder glättete. Ich fühlte fast so etwas wie Mitleid dabei.Fast. Dann erinnerte ich mich daran, dass hier eine verheiratete Frau in einem Hotelzimmer stand und Kerzen für einen Mann anzündete, der nicht ihr Ehemann war.Jedes Mitgefühl, das ich gerade empfinden wollte, gerann zu etwas, das eher an Ekel grenzte.„Warum gehst du mir aus dem Weg, Rythan?“, fragte sie und verschränkte die Arme vor der Brust, als bräuchte sie etwas zum Festhalten.„Ich habe ein Leben, Dilala. Ich bin beschäftigt. Du hast einen Ehemann und deine eigene Familie, auf die du dich konzentrieren solltest. Tu das, statt hinter mir herzuseufzen.“Ihr Kiefer spannte sich an. „Dich will ich. Ich werde dich nicht in Ruhe lassen. Niemals.“„Du bist krank.“ Ich stand auf, fertig mit der Unterhaltung, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.Sie bewegte sich schnell, stellte sich mir in den We
RYTHAN BLACKTHORNE (Wolf: Razhan)Willkommen im Club, dachte ich grimmig. Keiner von uns hatte seit Beginn dieses Anrufs einen klaren Kopf gehabt.„Wir können jetzt nicht einfach rausstürmen und sie suchen“, sagte Zithan ruhig, wobei der Pragmatiker unter uns eingriff, obwohl seine eigene Stimme noch unsicher klang.„Du weißt, dass das nicht realistisch ist. Sie könnte überall sein.“„Was also – tun wir gar nichts?“, fuhr Kythan ihn an und drehte sich zu ihm um.„Nein.“ Zithan hielt stand. „Wir rufen unsere Agenten an. Diskret. Verschiedene Agenten, verschiedene Kanäle, damit es nicht so aussieht, als würden wir alle auf einmal über sie herfallen und sie noch weiter in die Flucht schlagen. Irgendjemand muss inzwischen eine Spur aufgenommen haben – eine Karte, ein Kennzeichen, irgendetwas.“Ich nickte, wobei sich etwas von der Panik in meiner Brust in etwas Nützlicheres verwandelte.„Er hat Recht. Wenn wir zu hart, zu schnell und öffentlich Druck ausüben, wird sie nur noch weiter wegla












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