LOGINAudrey ist schon seit ihrer Jugend in den alleinerziehenden Vater ihrer besten Freundin, Mr. Knight, verliebt. Sie hat es ihm nie zu sagen gewagt, weil Knight sie wegen des großen Altersunterschieds immer wie seine eigene Tochter behandelt hat. An ihrem 18. Geburtstag fasst sie endlich den Mut, ihm ihre Gefühle zu gestehen – doch dann geht alles schief, als sie ihn dabei erwischt, wie er ihre Schwester küsst. Voller Enttäuschung und Verrat zieht sie aufs College und versucht, weiterzumachen… bis er sie plötzlich aufsucht. Und dieses Mal ist er nicht bereit, zurückzustecken.
View More**Aubreys Sicht**
Ich rutschte auf dem Beifahrersitz von Ambers Auto unruhig hin und her. Mein Herz raste – eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität, wenn ich an die Worte dachte, die ich am nächsten Tag aussprechen wollte.
Der Gedanke an mein Geständnis war das Einzige, was mein kleines Gehirn aufzehrte. Mein bevorstehender Geburtstag war mir im Vergleich dazu völlig egal.
Seit ich sechzehn geworden war, drehten sich meine Gedanken nur noch um Mr. Knight. Es war so extrem, dass ich schon glaubte, mit mir stimme etwas nicht. Es war verwerflich und unerhört, so über den Vater meiner besten Freundin zu denken, aber ich konnte nicht anders. Und es waren verdammt dreckige Gedanken.
Aber wer könnte es mir verdenken?
Mr. Knight war das Schablonenbild einer wandelnden Sexfantasie – ein absoluter DILF. Er war groß, durchtrainiert und muskulös. Ich hatte ihn beim Trainieren beobachtet, und dieser Anblick war einfach eine Sünde wert. Dazu kam, dass er mit Vorliebe eng anliegende Klamotten trug, die seinen Körper perfekt in Szene setzten. Er hatte dieses umwerfende Lächeln, war gütig, strahlte eine sanfte Dominanz aus und hatte diesen gewissen Blick – mit einem Hauch von reiner Verführung und Schalk in den Augen.
Wie verdammt heiß kann der Vater von jemandem bitte sein?
„Sag mal, du bist schon die ganze Fahrt über völlig weggetreten! Was geht in deinem Kopf vor?“, riss mich Amber aus den Gedanken.
Ich öffnete den Mund, um es ihr zu erzählen, besann mich aber eines Besseren. Nachdem ich sie gezwungen hatte, mit mir shoppen zu gehen, war sie ohnehin darauf aus, mich mit fiesen Sprüchen büßen zu lassen.
„Alles gut“, meinte ich und ignorierte ihre Frage.
„Bist du sicher? Du führst dich schon den ganzen Tag komisch auf. Eigentlich sollte ich mies drauf sein und nicht das Geburtstagskind.“
„Tut mir leid. Ich verspreche dir, es ist alles in Ordnung.“
„Na, gut zu wissen! Wir sind schließlich nicht hierhergekommen, um im Auto rumzuhängen“, meckerte Amber. Ich sparte mir einen Konter und tat brav, was sie sagte. Während wir ins Einkaufszentrum liefen, hörte ich mir ihr Genörgel darüber an, dass sie mich ins Einkaufszentrum schleppen musste.
Trotzdem war ich ihr irgendwie dankbar. Sie lenkte mich von den versündigten Fantasien ab, die sich in meinem Kopf breitzumachen drohten, je länger ich an *ihn* dachte.
„Irgendeine Idee, was du an deinem großen Tag anziehen willst?“, fragte sie, während wir uns im Vorbeigehen die Schaufenster ansahen.
Für einen Geburtstag, auf den ich mich monatelang gefreut hatte, hatte ich null Plan. Und was noch schlimmer war: Ellie war nicht hier, um mir beim Planen zu helfen.
Der Gedanke an Ellie brachte mich sofort wieder auf ihren Vater, und ein schreckliches Schuldgefühl überkam mich. Hier stand ich nun und hatte verspulte, geile Gedanken über den Vater meiner besten Freundin.
„Du kannst dich echt dämlich anstellen“, rügte Amber mich. „Zuerst besorgen wir dir ein Kleid, dann ein paar Accessoires und die passenden Schuhe dazu.“
„Und um deine Haare können wir uns auch gleich kümmern“, fügte sie hinzu.
„Werde ich damit wie achtzehn aussehen?“, fragte ich aufgeregt.
Sie warf mir einen schrägen Blick zu, den ich ignorierte – in der Hoffnung, dass ihre Antwort positiv ausfiel.
„Wenn das der Look ist, den du willst, dann ziehen wir das durch. Aber sag mal: Warum will meine schüchterne, brave kleine Schwester auf einmal wie achtzehn aussehen?“, stichelte sie mit einem Wissenden Blick. Sie bohrte jedoch nicht weiter nach.
Ich winkte ab und ließ mich von ihr in den Friseursalon ziehen.
„Morgen ist ihr Geburtstag, und wir dachten an etwas Gewagtes“, sagte Amber zur Friseurin.
„Ooh, alles Gute nachträglich, Süße!“, flötete diese. „Wenn wir alle umhauen wollen, machen wir am besten locker fallende Wellen oder Locken mit einem tiefen Seitenscheitel.“
„Wenn dir das gefällt, vielleicht noch ein paar weiche Stufen, die das Gesicht einrahmen, und etwas Volumen am Hinterkopf. Und als Krönung könnte ich ein paar subtile Highlights setzen, damit das Haar mehr Tiefe und Dynamik bekommt.“
„Was meinst du?“, fragte Amber, bevor sie sich zu mir lehnte und flüsterte: „Glaubst du, das ist zu viel?“
Das Bild, das die Friseurin beschrieb, überzeugte mich sofort. Das war genau das Richtige. „Passt so“, sagte ich, und sie legte los.
Während ihre Hände durch mein Haar glitten, konnte ich zusehen, wie die Verwandlung langsam Gestalt annahm. Mein Herz klopfte wie verrückt, als ich mich im Spiegel betrachtete. Ich schwankte zwischen stolzer Begeisterung und reiner Panik.
„Wie lange dauert das noch? Ich weiß nicht, ob…“
„Woah, Audrey!“, hörte ich Amber ausrufen, als ich mich zu ihr umdrehte.
Niemand musste es mir sagen – ich fühlte mich verdammt sexy. Aber gleichzeitig stieg die Nervosität, wie die anderen darauf reagieren würden. Trotz aller Bedenken konnte ich nicht anders, als zu bewundern, wie der neue Style meine Vorzüge betonte.
Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Genau diese Veränderung hatte ich gebraucht. All die Zweifel von vorhin waren wie weggeblasen. Alles, was ich im Spiegel sah, war eine Frau, die verlockend genug war, um Mr. Knight den Kopf zu verdrehen.
„Als du 'gewagt' gesagt hast, habe ich mit vielem gerechnet, aber nicht damit“, stichelte Amber, aber ich war längst in meiner eigenen Welt.
Nach dem Salon schlenderten wir durch die Mall, machten Schaufensterbummel und quatschten. Plötzlich stieß ich mit jemandem zusammen. Als ich aufsah, stockte mir der Atem.
Es war die letzte Person, mit der ich hier gerechnet hätte. Die Chance, ihn ausgerechnet hier zu treffen, ging gegen Null.
„Mr. Knight?“
Ein kleiner Moment unangenehmen Schweigens entstand, in dem wir uns einfach nur in die Augen starrten. Dann rettete Amber die Situation: „Oh, hallo, Mr. Knight. Entschuldigen Sie meine ungeschickte Schwester.“
Mr. Knight schenkte mir ein kurzes Lächeln, das mein Herz sofort zum Rasen brachte. „Schon gut, Amber.“
Mein Gesicht entgleiste leicht. Ich merkte sofort, dass Mr. Knight die neue Frisur, die ich extra für ihn hatte machen lassen, überhaupt nicht aufgefallen war.
Als wäre es ihm völlig egal. Ich hatte gehofft, er würde zumindest irgendetwas sagen. Stattdessen schien er das Gespräch mit Amber viel interessanter zu finden. Es machte mich wahnsinnig – er tat so, als wäre ich gar nicht vorhanden.
Er tat es schon wieder. Er behandelte mich, als wäre ich eine Luftnummer für ihn… wie das kleine Kind, für das er mich hielt.
Ich stand unbeholfen daneben und wusste weder ein noch aus. Was konnte ich sagen, damit er mich ansah? Nur ein einziger Blick hätte gereicht.
Meine neue Frisur fühlte sich plötzlich wie ein einziger Reinfall an, wenn der Hauptgrund dafür direkt vor mir stand und mich keines Blickes würdigte.
Ich tippte auf meinem Handy herum, um geduldig zu wirken, aber je länger ich dort stand, desto unwohler fühlte ich mich. Ich trat von einem Bein aufs andere. Zu sehen, wie meine Schwester und Mr. Knight sich bestens unterhielten, während ich wie Falschgeld danebenstand, wurmte mich maßlos. Sah Mr. Knight in mir denn nicht ein einziges Mal eine Frau?
Schließlich beschloss ich, das Gespräch zu unterbrechen. Wie aufs Stichwort drehte er sich zu mir um, wuschelte mir durchs Haar und ließ mich finster dreinschauen. „Schön, dich zu sehen. Und alles Gute zum Geburtstag! Schau dich an, du bist ja schon richtig erwachsen geworden… Die Zeit vergeht so schnell.“
„Feiern wir denn auch?“, fügte er hinzu und sah mich immer noch an, als wäre ich seine kleine Tochter.
„Ja“, antwortete ich schüchtern und schaffte es nicht, seinem Blick standzuhalten.
„Bekomme ich denn keine Einladung?“, fragte Mr. Knight in einem locker-neckischen Ton.
Verlegenheit stieg mir ins Gesicht, und ich rang nach Worten. Warum fragte er auf einmal nach einer Einladung?
Ich stammelte: „I-ich meine, Amber freut sich sicher, wenn Sie auf ihre Party kommen. Ich meine… es ist schließlich ihre Party.“
„Wirklich? Ich dachte, es wäre dein Geburtstag?“
Ich schämte mich zu Tode dafür, wie erbärmlich ich klang. Am liebsten wäre ich auf der Stelle im Erdboden versunken. Ich starb vor Peinlichkeit.
„Achten Sie gar nicht auf sie, Sie können sehr gerne kommen…“, schaltete sich Amber ein.
„Das lasse ich mir nicht entgehen. Und noch einmal: Alles Gute nachträglich!“, sagte er. Und einfach so war das Gespräch beendet. Ich kochte vor innerer Wut.
Für den Rest des Einkaufsbummels konnte ich an nichts anderes denken. Seine Reaktion hatte mir die Stimmung komplett ruiniert.
Als wir endlich fertig waren und vor unserer Haustür standen, fragte Amber unvermittelt: „Gibt es noch einen anderen Grund für deine miese Laune?“
Ich starrte sie an und fragte mich, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt war, ihr zu gestehen, dass ich auf Mr. Knight stand.
„Ist es irgendwie vertretbar, eine verbotene Geschichte einzugehen? Nichts Familiäres, aber mit einem ziemlichen Altersunterschied?“
„Hmm, eher zweifelhaft.“ Sie hielt inne. „Stehst du etwa auf einen älteren Mann?“, hakte sie nach, plötzlich viel zu neugierig.
„Nein!“, stritt ich es sofort ab und huschte ins Haus, um ihren Sticheleien zu entkommen.
„Lass mich raten… Mr. Knight?“
„Iiiih, nein! Er ist der Vater meiner besten Freundin!“, log ich, dass sich die Balken bogen. Aber sie lachte nur leise – als wüsste sie etwas, was ich nicht wusste.
„Schon klar. Aber wenn du wirklich auf Mr. Knight stehst, solltest du deine Gefühle nicht verstecken. Du gehst in ein paar Wochen aufs College, und man lebt schließlich nur einmal, oder?“
Ich lächelte leicht, bevor ich wieder log: „Ich stehe nicht auf Mr. Knight. Klar hat er einen verdammt guten Körper, aber er ist ni…“
„Ja, ja, schon gut“, neckte sie mich und ließ mich mit meinen Gedanken allein.
In dieser Nacht fand ich keinen Schlaf. Nicht einmal der Anruf von Ellie konnte mich beruhigen. Ich wagte es nicht, ihr zu beichten, dass ich scharf auf ihren Vater war, während sie für ihr Schulprojekt in China feststeckte. Also fraß ich alles in mich hinein und versuchte, nicht mehr daran zu denken.
Warum verdammt musste er auch so unfassbar heiß und attraktiv sein? Und warum musste er ausgerechnet der Vater von jemandem sein? Noch schlimmer: von meiner besten Freundin!
Mit diesen Gedanken schief ich schließlich ein.
Es war der Morgen meines Geburtstags, und das Klingeln meines Handys weckte mich.
Ich lächelte, als Ellie mir am Telefon ein Geburtstagslied sang, bevor wir beide in Tränen ausbrachen. Zum ersten Mal seit meiner Geburt war meine beste Freundin an meinem Geburtstag nicht bei mir.
Nachdem wir aufgelegt hatten, stand ich auf und erblickte mein Spiegelbild. Beim Anblick meiner neuen Frisur kam die ganze peinliche Situation mit Mr. Knight in der Mall wieder hoch.
Langsam strich ich mir durchs Haar, und eine Welle der Enttäuschung überkam mich. Ich war so begeistert von dem neuen Look gewesen, aber jetzt fühlte ich mich einfach nur lächerlich.
Ich wusste selbst nicht, warum mich das so mitnahm. Ich versuchte, das Gefühl abzuschütteln und mich für den Tag fertig zu machen.
Der Gedanke an die Party heute Abend und ob Mr. Knight auftauchen würde, ließ mich nicht los. Mein Verstand spielte mir einen Streich nach dem anderen – ich stellte mir ununterbrochen vor, wie er durch die Tür spazierte.
„Geburtstagskind!“, brüllte Amber, als sie die Tür rammte. Als sie sah, dass ich wach war, strahlte sie: „Oh, du bist schon auf!“
„Alles Gute zum Geburtstag, Süße! Freust du dich auf heute Abend?“
Ich zwang mir ein Lächeln ab. „Ja, Amber. Ich freue mich drauf.“ Aber tief in mir drin war da alles andere als Freude. Mein ganzer Körper stand unter Strom.
„Wenn die Miene wegen Mr. Knight ist: Ich dachte, wir hätten abgemacht, dass du ihm heute endlich sagst, was Sache ist?“
„Ich weiß nicht… Du hast ihn in der Mall gesehen. Er hatte null Interesse an mir oder meiner Frisur.“
„Man lebt nur einmal, Baby. Tu es einfach und steh dazu… Du bist bald auf dem College und wirst es ewig bereuen, wenn du es jetzt nicht versuchst.“
Ihre Worte brannten sich in meinen Kopf ein und trieben mich durch den gesamten Tag.
Der Abend brach schließlich an und Amber brachte mir mein Kleid. Ich hatte gar nicht richtig hingesehen, als sie es gekauft hatte, aber als ich es jetzt sah, stockte mir der Atem.
„Du merkst es vielleicht nicht, aber ich wusste schon immer, dass du auf Mr. Knight stehst“, raunte sie mir zu. „Vergiss bloß nicht, heute deinen Zug zu machen.“
„Ich liebe dich“, sagte ich, während Tränen mein Make-up zu ruinieren drohten.
„Das hast du seit dem Tod unserer Eltern nicht mehr gesagt“, hauchte Amber gerührt, bevor sie mich fest in die Arme schloss. „Ich liebe dich auch. Und jetzt zieh dich an – du wirst ihn umhauen.“
Amber hatte genau das richtige Kleid ausgesucht. Es war perfekt, um Mr. Knights Aufmerksamkeit zu fesseln.
Es war ein rosa, schulterfreies Carmen-Bandage-Kleid aus Mesh mit einer Korsett-Taillierung und gerafften Netzärmeln… Ein Design, das wie für mich gemacht war.
Als ich aus meinem Zimmer trat, verstummte das Gemurmel der Gäste im Haus zu einem dumpfen Hintergrundgeräusch. Das Einzige, was ich noch hörte, war das hämmernde Pochen meines eigenen Herzens.
Meine Augen scannten den Raum ab, auf der Suche nach einem ganz bestimmten Gesicht.
Diesen Mut würde ich nur heute aufbringen können, und ich war entschlossen, ihn zu nutzen.
Ich begrüßte ein paar Verwandte und Freunde, während ich mich durch unser Haus schlängelte.
Plötzlich stieg mir ein vertrauter Herrenduft in die Nase. Ich folgte der Fährte bis in den Hinterhof. Er war hier… Mr. Knight hatte meine Einladung tatsächlich angenommen.
Ich keuchte leise auf. Der Anblick, der sich mir bot, ließ mein Herz einfrieren.
In diesem Moment fühlte es sich an, als würde sich die Erde nicht mehr drehen – alles um mich herum begann zu schwanken. Eine Welle von Verrat traf mich mit voller Wucht, und augenblicklich schoss pures Gift durch meine Adern. Ich bekam keine Luft mehr und erstarrte auf der Stelle.
Die beiden schienen meine Anwesenheit gar nicht zu bemerken. Mr. Knights Hände lagen fest um ihre Taille geschlungen. Er zog sie eng an sich heran. Mein Herz zersprang in eine Million Einzelteile.
Schließlich fand ich meine Stimme wieder – brüchig und voller Entsetzen: „Mr. Knight?!“
Beide fuhren erschrocken auseinander.
Meine Schweste
r stand im Hinterhof mit dem Mann, den sie mir den ganzen Tag aufgedrängt hatte… und sie knutschten.
**Aubreys Sicht**„Lass mich das kurz klären“, sagte ich zu Ellie, deren Blick sich förmlich in mich bohrte. Dann ging ich entschlossen hinüber in den Garten. Ich blieb vor Amber stehen und musterte sie mit sichtlichem Misstrauen.„Was willst du hier?“, fragte ich sie direkt. Mein Blick blieb wachsam und ich achtete darauf, genügend Abstand zu wahren.„Nicht hier. Können wir vielleicht eine Runde spazieren gehen?“, bat sie mich.Ich schwieg. Ich wollte keinesfalls mit ihr allein sein, und der Gedanke an einen Spaziergang mit ihr behagte mir ganz und gar nicht. Ich konnte ihr einfach noch nicht vertrauen.„Bitte“, flehte sie fast.„Wir befinden uns an einem öffentlichen Ort, falls du dir Sorgen machst, mit mir allein zu sein“, fügte sie hinzu und lächelte hilflos.Ich seufzte leise. Eigentlich wollte ich absolut nirgendwohin mit ihr gehen, aber ich musste mir anhören, was sie zu sagen hatte. Widerstrebend beschloss ich, ihr zu folgen.„Setz dich doch“, forderte sie mich auf, als wir ei
**Aubreys Sicht**Drei Wochen später.„Wach auf, Aubrey! Willst du heute etwa nicht zur Uni?“Ich stöhnte genervt auf. Meine Vorlesung fing doch erst am späten Nachmittag an – es sei denn... Hatte ich wirklich so verdammt lang geschlafen?„Hey“, flüsterte ich, als ich die Augen öffnete und Mr. Knight sah, der mich mit einem amüsierten Funkeln in den Augen musterte.„Es ist bereits Mittag.“Ich reckte und streckte die Glieder. Ich fühlte mich komplett durchgeknetet – im absolut besten Sinne allerdings. Die Bettdecke rutschte von meinem Körper, und ich zog sie augenblicklich wieder nach oben.„Bist du immer noch so schreckhaft und schüchtern?“, neckte er mich, und ich warf ihm einen tödlichen Blick zu. Natürlich war ich noch schüchtern! „Gestern Nacht warst du jedenfalls überhaupt nicht schüchtern“, stichelte er weiter, und ich spürte, wie meine Haut augenblicklich glühend heiß wurde vor lauter Peinlichkeit.„Erinner mich bloß nicht daran.“„Du hast regelrecht um Nachschlag gebettelt. I
**Aubreys Sicht**„Was ist das für ein riesiges Mal an meinem Hals?“, fuhr ich ihn an und forderte eine Erklärung, während er demonstrativ erleichtert ausatmete.„Ich dachte schon, es wäre etwas Schlimmes passiert“, sagte er und legte eine Hand auf seine Brust, als müsse er seinen rasenden Puls beruhigen.„Hä?“„Das ist eine Markierung, Kleines. Sie bedeutet, dass du nun für immer mir gehörst.“ Er kicherte vergnügt, als er mein schockiertes Gesicht sah. Meine Augen weiteten sich vor Entsetzen. Und er fand das auch noch urkomisch!„Was, wenn ich gar nicht vor habe, mich an dich zu ketten, Mr. Knight?“, spielte ich die beleidigte Unschuld, doch er lachte nur leise auf, trat einen Schritt näher und kam direkt auf mich zu.„Ich weiß ganz genau, dass das eine Lüge ist. Das Kostbarste, das ich besitze, ist dein Herz“, sagte er mit einer unerschütterlichen Selbstsicherheit, zog mich enger an seinen Körper und ließ mich augenblicklich wieder ein leichtes Kribbeln spüren.„Du bist wirklich ung
**Aubreys Sicht**„Ja, das war sie. Aber... sie hatte eine ganz besondere Gabe. Ich schätze, deine Schwester hat das geerbt“, antwortete er.„Was für eine Gabe?“, fragte ich sofort. Wenn ich wüsste, worum es ging, könnte ich vielleicht endlich verstehen, was mit Amber eigentlich los war.„Visionen zu sehen. Hast du solche Blitze auch manchmal?“ Als ich den Kopf schüttelte, meinte er: „Dann hast du wohl eher die Eigenschaften deines Vaters geerbt. Das ist jedenfalls die einzige logische Erklärung.“„Okay“, sagte ich, auch wenn noch immer Zweifel in mir nagten. „Bist du dir eigentlich absolut sicher, dass ich rein menschlich bin und keinerlei Mutationen in mir schlummern?“„Das hätte ich gemerkt, seit du ein kleines Mädchen warst“, erwiderte er und sah mich sanft an. „Was ist jetzt der nächste Schritt?“, lenkte ich das Thema auf unsere Zukunft.Er musterte mich verwirrt, als versuche er zu begreifen, worauf ich hinauswollte. „Ich meine: Nun, da die Beerdigung vorbei ist und wir das hint











