LOGINFelix zitterte nervös auf der Bühne und sagte zu Tobias neben ihm: „Ich bin so aufgeregt.“Tobias’ Blick ruhte auf Lena: „Keine Sorge, Übung macht den Meister.“Felix hätte ihm am liebsten gegen das Schienbein getreten. Der Form halber riss er sich zusammen.Die Bräute erreichten sie.Tobias’ Blick wurde weich. Er streckte Lena die Hand entgegen, und als er sie ergriff, sagte er sanft: „Genau wie ich es mir vorgestellt habe. Wunderschön.“Seine Augen verbargen seine Bewunderung nicht. Lena lächelte: „Du auch. Sehr gutaussehend.“Das stimmte – Tobias im Anzug war elegant und vornehm, mit seinem makellosen Gesicht wie ein Märchenprinz.Von der Seite kam Felix’ Stimme, fast schluchzend: „Liebling, ich muss weinen.“Charlotte machte ein Gesicht, das Bände sprach: „Haltung bewahren, Haltung bewahren! Das Wetter ist eh mies. Wenn die Fotos auch noch daneben sind, lösch ich alle.“Felix atmete tief durch und setzte sofort ein Lächeln auf.„…“„…“Lena und Tobias tauschten einen Bl
„Moment mal!“Felix fiel plötzlich etwas ein.„Nein, geht nicht. Nicht zusammen heiraten.“„Warum nicht?“ Lena beugte sich neugierig zum Handy.Tobias sah, dass ihre Haare noch tropften, nahm ihr Handtuch und trocknete sie sanft.„Seit dem Gymnasium – wo Tobias war, wurde ich unsichtbar. Wenn wir zusammen heiraten, zwei Bräutigame, und er so viel besser aussieht – dann bekommt er den ganzen Glanz.“Alle mussten lachen.„Lacht nicht! Ihr wisst nicht, wie es ist, ewig der Zweite zu sein. Heul.“Charlotte stichelte: „Na gut, wenn du nicht willst, such ich mir jemand anderen.“Felix knickte sofort ein: „Doch, doch, ich will. Ewig der Zweite ist okay. Hauptsache, ich bin für dich der Erste.“Charlotte hielt ihm die Hand hin: „Schau mal.“„Was denn?“ Felix starrte.„Gänsehaut.“„…“Lena hörte das fröhliche Gezanke am anderen Ende und lehnte sich lachend an Tobias.„Komm, Haare trocknen.“ Tobias zog sie hoch.Lena fiel etwas ein: „Ich muss Sophia Bescheid sagen. Sie reist stän
Lena schreckte wie aus einem Traum hoch und löste sich aus seiner Umarmung, blinzelte ihn an: „Was hast du gesagt?“Tobias nahm ihre Hand und küsste sanft ihren Handrücken, sein Blick ernst: „Liebling, willst du mit mir eine Hochzeit feiern?“Lena beeilte sich zu erklären: „Ich hab dir das nur erzählt, um es zu teilen. Nicht damit du mir eine Hochzeit machst.“„Ich weiß.“ Tobias lächelte sanft.Lenas Augen wurden feucht. Nach kurzem Schweigen umarmte sie ihn wieder.„Es ist doch alles gut so. Tobias, ich brauche keine Hochzeit. Ich hab dich und Hannah, das reicht mir völlig. Wirklich, ich bin so glücklich. Ich bin wirklich so glücklich.“Lena wusste selbst nicht, warum ihr die Stimme brüchig wurde.Sie klang fast drängend, als wollte sie Tobias auf jede erdenkliche Weise zeigen, wie glücklich sie war. Sie wollte nicht, dass er sich schuldig fühlte, als hätte er ihr etwas vorenthalten. Mit ihm und Hannah hatte sie schon das größte Geschenk des Himmels bekommen.„Ich will es aber
Hannah saß in der Boutique, das Kinn auf die Hand gestützt. Tobias stöberte in den Kleiderständern. Nach einer Weile fragte Hannah: „Papa, wie lange braucht Mama noch?“In ein paar Tagen feierte eine Kollegin von Lena Hochzeit und hatte sie eingeladen. Es war Lenas erste Hochzeit als Gast, und sie hatte keine Erfahrung, wollte sich aber schick machen. Also hatte sie Tobias und Hannah an ihrem freien Tag zum Shoppen mitgeschleppt.Sie war ewig nicht mehr bummeln gewesen und wollte in jeden Laden, der ihr ins Auge fiel.Das war anstrengend für Tobias und Hannah, die hinterhertrotteten.Tobias verstand jetzt, warum sein Vater früher nicht gern mit Susanne shoppen gegangen war. Niemand hatte ihn gewarnt, dass Frauen so viel Ausdauer beim Einkaufen haben.Hannahs kurze Beinchen zitterten schon. In jedem Geschäft steuerte sie sofort einen Stuhl an.Die armen zwei.„Gleich.“ Tobias lächelte.Hannah verzog das Gesicht.Tobias streichelte ihr über den Kopf: „Mama geht so selten aus. La
„Was soll das!“ Charlotte erschrak und hielt sich an seinen Armen fest.Felix konnte seine Aufregung kaum bändigen und wirbelte sie im Kreis.„Charlotte, du hast Ja gesagt! Wir werden heiraten!“Charlotte wurde schwindelig, lächelte aber: „Lass mich runter.“„Nein, ich halt dich fest.“Felix drehte noch ein paar Runden, bis ihm selbst schwindelig wurde und er stolperte.Beide fielen aufs Sofa.Charlotte lag auf Felix, seine Hände fest um ihre Taille.Für einen Moment war es still, nur ihr Atem war zu hören.Felix schaute ihr tief in die Augen, als wolle er bis auf den Grund ihrer Seele blicken.„Meine Frau.“Seine Stimme war tief und konnte seine Aufregung nicht verbergen.„Nenn mich nicht so, ich bin noch nicht deine Frau.“ Charlotte klang gespielt streng.„Ist mir egal. In meinem Herzen bist du schon meine Frau.“ Felix grinste stolz: „Meine Frau, meine Frau, meine Frau.“Charlotte schmunzelte.„Sag ‚mein Mann‘.“ Felix versuchte sein Glück.„Nein.“„Bitte.“„Nein.“
„Hust, hust, hust.“Felix verschluckte sich fast und hustete ununterbrochen, sein Gesicht wurde rot.„Mama, wie kannst du das beim ersten Treffen fragen?“ Charlotte war unzufrieden.Ihre Mutter zuckte die Schultern: „Ihr seid nicht mehr die Jüngsten. Wenn’s passt, könnt ihr früh heiraten und Kinder kriegen.“„Wir sind doch erst ein paar Monate zusammen. Ein bisschen überstürzt, Frau Weber“, protestierte Charlotte.„Was soll’s? Dein Vater und ich haben beim zweiten Treffen geheiratet.“„Andere Zeiten.“„Heute gibt’s auch Blitzhochzeiten. Und ihr kennt euch doch schon ewig.“Seit Felix ihr am Telefon von sich erzählt hatte, hatte sie Charlotte über ihn ausgefragt.Charlottes Mutter richtete ihre Aufmerksamkeit auf Felix: „Was sagst du dazu?“Charlotte sah ihn auch an.Felix wurde ungewohnt ernst.„Ich liebe Charlotte schon seit Jahren und will sie natürlich heiraten. Aber das ist eine Sache zwischen uns beiden. Ich respektiere Charlottes Meinung. Außerdem sind wir zwar lange







