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Kapitel 3: Die Verbindung

Penulis: Aamira
last update Tanggal publikasi: 2026-10-26 14:34:46

 

Amelies Sicht

Ich blinzelte und war wie erstarrt vor dem, was ich gerade gehört hatte. War das wirklich Ezra – der Sohn des Alphas? Mein Brustkorb zog sich zusammen, als ich schwer schluckte.

»Was meinst du damit?«, fragte ich, und meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

Dies war das erste Mal, dass ich jemals direkt mit ihm sprach. Ich hatte ihn immer nur aus der Ferne gesehen – und das nur selten. Und wenn sich unsere Blicke einmal trafen, schaute er schnell weg. Nicht aus Abscheu, nein… so hatte er mich nie angesehen. Aber dennoch: Er hatte mich nie wirklich wahrgenommen. Wir waren Fremde.

Jetzt hielt er meinen Blick fest, ohne zu weichen. »Ich meine, dass ich nicht will, dass irgendein Mann dich hat… außer mir.«

Mein Herz schlug so laut in meiner Brust, dass ich es hören konnte. Ich stand wie erstarrt und wusste nicht, ob das wirklich wahr war oder nur ein grausamer Scherz.

»Bist du hier, um dich über mich lustig zu machen?«, fragte ich leise.

Aber Ezra schüttelte den Kopf und stand groß vor mir. Dieses typische selbstbewusste Lächeln lag auf seinen Lippen, als er auf mich hinuntersah, als gehörte ich ihm.

»Ich, Ezra Wolfhart, zukünftiger Alpha des Rudels Silberkamm, nehme dich, Amelie Rae, zu meiner Gefährtin. Die Mondgöttin sei meine Zeugin.«

Diese Worte trafen mich wie ein Blitzschlag.

Instinktiv trat ich einen Schritt zurück, aber sein Duft umfing mich wie eine Decke – warm, bestimmt und unwiderstehlich. Mein Wolf, der den ganzen Tag über schweigsam und zurückgezogen gewesen war, jaulte plötzlich vor neuer Lebenskraft auf.

»Mein!«, rief sie in mir.

Was… was ist gerade passiert?

Bevor ich überhaupt Zeit hatte, seine Worte zu begreifen, durchströmte mich eine Welle der Schwäche. Meine Knie wurden weich. Ein Kribbeln durchlief meinen Bauch, als wäre etwas tief in mir zum Leben erwacht.

Dann spürte ich es. Diese pulsierende Wärme in meinem Innersten. Mein Körper reagierte auf ihn, verlangte nach etwas, das nur er mir geben konnte. Und noch schlimmer – mein Duft erfüllte die Luft.

Oh Göttin… ich bin in der Hitze.

Dann hörte ich es – ein tiefes, grollendes Knurren – und es kam von ihm.

Ich blickte auf, traf seine Augen und erstarrte.

Oh nein.

In seinem Blick lag eine wilde, ursprüngliche Gier – als würde er sich nur mit äußerster Willenskraft zurückhalten. Als würde ein weiterer Atemzug von mir seine letzte Kontrolle zerbrechen lassen.

Ich öffnete den Mund, um etwas zu sagen – irgendetwas – aber es kam kein Ton heraus.

Das… das konnte nicht wahr sein.

Doch mit zwei langen Schritten stand er vor mir. Er fasste mich – fest und besitzergreifend – und zog mich an seine Brust, als gehörte ich genau dort hin.

Er senkte sein Gesicht in meinen Hals, und ich zitterte, als seine Nase meine Haut streifte. Er atmete tief ein und stöhnte leise, als würde mein Duft ihn völlig in den Bann ziehen.

Dann spürte ich es – seine Zunge, warm und feucht, die sanft über meinen Hals strich.

»Bitte… warte«, flüsterte ich, atemlos und kaum noch in der Lage, klar zu denken.

Er hielt inne – aber nur kurz. Seine Stimme war ein tiefes, raues Flüstern, erfüllt von Verlangen.

»Dein Duft… ich könnte dich einfach verschlingen.«

Seine Worte ließen mich vor Erregung erzittern. Mein Körper spannte sich an, und ein leises Stöhnen entfuhr mir, bevor ich es verhindern konnte.

Ich spürte es ebenfalls. Diese Anziehung. Das Verlangen, mich ganz in ihm zu verlieren.

Sein Duft, intensiv und männlich, erfüllte meine Sinne. Mir wurde schwindelig davon. Ich sehnte mich danach.

Und dann – einfach so – fand sein Mund den meinen.

Heiß. Besitzergreifend. Ungezügelt.

Ein Kuss, der nicht fragte – sondern für sich beanspruchte.

Seine Zunge drang in meinen Mund – heiß und fordernd – und ich ließ ihn gewähren, stöhnend leise an seinen Lippen. Ich hatte noch nie jemanden geküsst. Machte ich es falsch? Wahrscheinlich. Aber irgendwie schien es ihm nichts auszumachen. Im Gegenteil: Je länger wir küssten, desto mehr schien auch er die Kontrolle zu verlieren.

Seine Hände umfassten meine Taille und zogen mich noch enger an ihn, und ich hob instinktiv die Arme, meine Finger verflochten sich in sein dichtes Haar. Er stieß ein Knurren aus, das durch meinen ganzen Körper vibrierte, während er mich fest an sich drückte, als würde er jede Kurve von mir einprägen wollen.

»Öffne den Mund weiter«, murmelte er, seine Stimme klang heiser vor Verlangen.

Ich gehorchte ohne nachzudenken, und unsere Lippen bewegten sich im Einklang, ein Rhythmus, der uns beiden ganz selbstverständlich zuzufallen schien. Ich drängte mich näher zu ihm, sehnte mich nach seiner Wärme, seinem Duft, der Besitzergreifung in seiner Berührung. Ich wollte mehr – mehr von ihm, mehr von diesem – Dinge, die ich noch nicht einmal benennen konnte, die ich nur tief in mir spürte.

Dann zerschnitt das schrille Klingeln meines Telefons den Moment.

Er zog sich zurück, wir beide atmeten schwer, unsere Brüste hoben und senkten sich, als wären wir gerade aus tiefem Wasser aufgetaucht. Ich blickte ihn an. Sein Haar war zerzaust – ich war schuld daran. Ein seltsames Glücksgefühl durchströmte mich.

Ich schluckte und griff nach meinem Handy. Es war meine Mutter. Mein Magen zog sich zusammen. Das Abendessen – ich hatte völlig vergessen, dass ich kochen sollte. Es war schon spät.

»Ich muss gehen«, flüsterte ich, und das schlechte Gewissen kam sofort.

Er antwortete nicht gleich. Seine Augen blieben auf mir gerichtet, die Pupillen weit, sein Blick dunkel und voller wilder Begierde. »Nicht, solange du so riechst«, murmelte er, seine Stimme klang rau und voller Verlangen.

Ich versteifte mich. Ich wollte bleiben. Göttin, ich wollte so gerne bleiben. Aber wenn ich nicht bald nach Hause kam, würde mein Vater außer sich geraten.

»Ich muss wirklich«, sagte ich noch einmal, dieses Mal etwas bestimmter, auch wenn ich jedes Wort hasste.

Ezra starrte mich an, als wollte er widersprechen. Dann langsam – fast widerwillig – beugte er sich noch einmal vor, seine Nase streifte meinen Hals, und er atmete tief ein. Ich zitterte bei diesem tiefen, ursprünglichen Geräusch, das er von sich gab.

»Ich bringe dich nach Hause«, sagte er schließlich. »Es ist zu gefährlich, wenn du so durch die Gegend läufst.«

Aber ich glaube nicht, dass es jemandem auffallen würde, dachte ich und blickte zur Seite.

Das tut es nie.

Niemand beachtet ein Mädchen wie mich, das ein bisschen zu rund ist und eine Brille trägt…

Ach ja. Genau.

Ezra Wolfhart tut es.

Wir fuhren schweigend, die Luft im Auto war dicht vor all dem, was ungesagt blieb. Ich saß steif auf dem Sitz und versuchte noch immer zu begreifen, was gerade passiert war. Ezra hatte mich zu seiner Gefährtin genommen – wirklich genommen – vor der Mondgöttin. Unsere Verbindung war besiegelt. Wie war das überhaupt möglich?

Und dann… hatte er mich geküsst. Nicht irgendeinen Kuss, sondern einen, der mich verbrannte und mich für immer an ihn binden würde.

Er wirkte nicht peinlich berührt oder angewidert. Nein, ganz und gar nicht. Er hatte mich genommen – mich in Besitz genommen – mit einer Leidenschaft, die ich nicht verstand, aber die ich bis in meine Seele spürte. Tausend Fragen schwirrten mir im Kopf, aber im Moment war keine wichtiger als: endlich nach Hause zu kommen.

Ich hoffte nur, es war nicht zu spät.

Mein Vater nahm Ungehorsam nicht leicht.

 

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