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KAPITEL 39 – DER STURZ

Author: Joy Heart
last update publish date: 2026-09-23 06:46:08

Die Sonne ging unter und tauchte den Himmel in orange- und rosafarbene Töne. In dem kleinen Apartment saß Savannah still auf der Kante ihres Bettes. Ihre Hand lag auf ihrem Bauch, und ihr Gesicht wirkte blass. Der Arzt hatte sie gewarnt, sich auszuruhen, aber wie sollte sie das tun? Ausruhen bedeutete nachzudenken, und Nachdenken bedeutete, sich an all den Schmerz zu erinnern.

Sie seufzte tief und stand auf. Ihre Kehle war trocken, und sie wollte ein Glas Wasser. Sie sagte sich, dass es ganz ei
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    Die Abendsonne ging langsam unter und tauchte den Himmel in Orange- und Rottöne. Adrian parkte sein Auto ein kurzes Stück von dem kleinen Apartment entfernt, das er für Savannah gemietet hatte. Einige Minuten blieb er im Wagen sitzen, die Hände am Lenkrad, während er tief nachdachte.Er hatte sie schon einmal gebeten, bei ihm einzuziehen, aber sie hatte abgelehnt. Sie hatte gesagt, dass sie darüber nachdenken würde, doch Adrian wusste, dass sie nur versuchte, die Entscheidung hinauszuzögern. Er konnte nicht aufhören, sich Sorgen zu machen. Jedes Mal, wenn er daran dachte, wie sie allein auf dem Boden ohnmächtig geworden war, spürte er eine seltsame Angst in seiner Brust.Schließlich stieg er aus dem Auto und ging zur Tür. Zuerst klopfte er sanft.Drinnen faltete Savannah die Kleidung, die sie zuvor gewaschen hatte. Ihr Bauch war inzwischen deutlicher zu sehen, obwohl sie immer versuchte, ihn mit ihren weiten Kleidern zu bedecken. Sie hörte das Klopfen und wischte sich schnell die Händ

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    Das Restaurant war an diesem Nachmittag gut besucht. Menschen kamen herein und gingen wieder, während das Geräusch von Tellern und Stimmen den Raum erfüllte. Cassandra saß an einem Tisch in einer Ecke, trug eine dunkle Sonnenbrille und ein kurzes rotes Kleid. Sie überprüfte ständig ihr Handy, bis Vanessa hereinkam.Vanessa lächelte breit, als wären sie alte Freundinnen, die sich zu einem schönen Treffen verabredet hatten. Sie umarmte Cassandra und setzte sich dann schnell.„Du siehst gut aus“, sagte Cassandra und hob ihr Weinglas.„Du auch“, antwortete Vanessa, ihre Augen glänzten. „Du lebst jetzt das gute Leben. Anwesen, Geld, Nathaniel an deiner Seite. Savannah weint bestimmt irgendwo, falls sie überhaupt noch lebt.“Cassandra lachte leise. „Falls sie noch lebt. Aber es ist mir egal. Nathaniel ist es auch egal. Für ihn ist sie erledigt. Das ist alles, was zählt.“Der Kellner kam, sie bestellten ihr Essen, und als er gegangen war, beugte Vanessa sich über den Tisch zu Cassandra.„Ich

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    Das Anwesen war an diesem Morgen still. Sonnenlicht fiel durch die großen Fenster und tauchte den Marmorboden in einen sanften goldenen Glanz. Cassandra streckte sich träge auf dem großen Bett aus, während ihr Seidenmorgenmantel von ihrer Schulter rutschte. Sie streckte die Hand über die andere Seite des Bettes, aber Nathaniel war bereits gegangen.Ein Lächeln erschien auf ihren Lippen. In letzter Zeit war er immer früh auf, beschäftigt mit der Firma und damit, alles unter Kontrolle zu halten. Cassandra störte das nicht. Je weniger Zeit er damit verbrachte, sie zu beobachten, desto mehr Zeit hatte sie, ihre Pläne zu schmieden.Sie stand auf und ging zum Spiegel. Ihr Spiegelbild sah ihr entgegen – makellose Haut, geschminkte Lippen, ihr Haar fiel in Wellen über ihre Schultern. Sie legte den Kopf leicht zur Seite und flüsterte sich selbst zu: „Das ist das Leben, das ich verdiene.“Nicht das kleine Leben, das Savannah einst mit Nathaniel geführt hatte. Nicht das Leben einer schwachen Fra

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    Die Nacht war lang, und Adrian schloss kaum die Augen. Er saß auf dem Stuhl neben Savannahs Bett und beobachtete, wie sie atmete. Jede noch so kleine Bewegung ließ seine Brust eng werden. Noch nie zuvor hatte er sich um jemanden so beschützend gefühlt, aber bei Savannah war es anders. Er konnte es nicht erklären, aber tief in seinem Inneren wusste er, dass er sie nicht allein durch das alles gehen lassen konnte.Der Morgen kam langsam. Licht fiel durch das kleine Fenster und streifte Savannahs blasses Gesicht. Sie bewegte sich und öffnete die Augen. Dann blinzelte sie, als sie Adrian dort sitzen sah, den Kopf an den Stuhl gelehnt.„Du bist geblieben?“ Ihre Stimme war leise, fast unsicher.Adrian hob den Kopf und rieb sich die Augen. „Natürlich bin ich geblieben. Dachte du wirklich, ich würde dich nach dem, was letzte Nacht passiert ist, einfach hier allein lassen?“Savannah schenkte ihm ein schwaches Lächeln. „Du hättest nach Hause gehen sollen. Ich wollte nicht, dass du wegen mir ble

  • Zu spät, ich trage sein Kind   KAPITEL 39 – DER STURZ

    Die Sonne ging unter und tauchte den Himmel in orange- und rosafarbene Töne. In dem kleinen Apartment saß Savannah still auf der Kante ihres Bettes. Ihre Hand lag auf ihrem Bauch, und ihr Gesicht wirkte blass. Der Arzt hatte sie gewarnt, sich auszuruhen, aber wie sollte sie das tun? Ausruhen bedeutete nachzudenken, und Nachdenken bedeutete, sich an all den Schmerz zu erinnern.Sie seufzte tief und stand auf. Ihre Kehle war trocken, und sie wollte ein Glas Wasser. Sie sagte sich, dass es ganz einfach war. Sie musste nur in die Küche gehen, Wasser holen und wieder zurückkommen. Sie brauchte Adrian nicht die ganze Zeit um sich herum. Sie konnte diese kleine Sache allein erledigen.Savannah ging langsam, ihre nackten Füße berührten den kalten Boden. Jeder Schritt fühlte sich schwerer an, als er sein sollte. Ihre Sicht verschwamm ein wenig, aber sie schüttelte den Kopf und flüsterte: „Es ist in Ordnung. Nur Wasser. Nur ein Glas.“Sie erreichte die Küchentheke und nahm das Glas. Der Wasserh

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    Der Ballsaal erstrahlte in goldenem Licht. Musik lag in der Luft, Kellner bewegten sich mit Tabletts voller Wein und Champagner zwischen den Gästen hindurch, und überall war Gelächter zu hören. Nathaniel stand groß in seinem schwarzen Anzug da und ließ seinen scharfen Blick über die Menge schweifen. Wie immer stand er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, doch heute Abend war er nicht allein.Cassandra hielt sich an seinem Arm fest. Ihr rotes Kleid glitzerte unter den Lichtern. Sie lächelte jeden an, der in ihre Richtung sah, während ihre Lippen roséfarben geschminkt waren. Sie sah aus, als würde sie hierhergehören, als hätte sie gewonnen.„Lächle, Nathaniel“, flüsterte sie süß und beugte sich zu seinem Ohr. „Alle beobachten uns. Lass sie sehen, dass wir perfekt zusammenpassen.“Nathaniels Kiefer spannte sich an. Er hob sein Glas, trank aber nicht. Er hatte heute Abend Investoren, Geschäftspartner und Freunde eingeladen. Für ihn ging es nicht um Liebe oder eine Feier. Es ging darum, der

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