Zu spät, ich trage sein Kind

Zu spät, ich trage sein Kind

last updateLast Updated : 2026-09-12
By:  Joy HeartUpdated just now
Language: Deutsch
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Storybeschreibung Savannah dachte, die Ehe würde ihr Liebe bringen, doch stattdessen brachte sie ihr nur Schmerz. In der Nacht ihres Hochzeitstages überreichte ihr ihr Ehemann die Scheidungspapiere und entschied sich für seine Geliebte. Mit nichts mehr in den Händen lief Savannah davon und trug ein Geheimnis mit sich – ein Baby, das in ihr heranwuchs. Allein, mittellos und auf der Flucht versuchte sie, in einer fremden Stadt zu überleben. Gerade als ihre Kräfte sie verließen, rettete ein mächtiger Fremder ihr das Leben und brachte sie in das beste Krankenhaus der Stadt. Sie hatte sein Gesicht noch nie zuvor gesehen, doch das Schicksal war noch nicht mit ihr fertig. Nun muss Savannah um ihr Baby kämpfen, sich vor dem Mann verstecken, der sie betrogen hat, und ihr Herz vor dem Fremden schützen, der ihr die Liebe zeigt, die sie nie erfahren durfte. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen … oder wird sich die Geschichte wiederholen?

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Chapter 1

KAPITEL 1 – SCHEIDUNGSPAPIERE

Der Regen prasselte in dieser Nacht heftig gegen die Fenster. Das Anwesen war still, viel zu still.

Savannah saß auf der Kante des Sofas und hielt ihre Hände fest zusammen. Sie hatte den ganzen Tag darauf gewartet, dass Nathaniel nach Hause kam. Sie hatte das Abendessen gekocht, aber das Essen war schon vor Stunden kalt geworden.

Als sich die Tür öffnete, stand sie schnell auf. Ihr Ehemann kam herein, groß, kalt, noch immer in seinem dunklen Anzug. Nathaniel sah sie nicht einmal an. Er nahm seine Uhr ab, legte sie auf den Tisch und stellte dann einen braunen Umschlag daneben.

Savannahs Herz sank.

„Was ist das?“, fragte sie mit leiser Stimme.

Nathaniel setzte sich ihr gegenüber. Seine goldenen Augen waren scharf und ohne Wärme. „Scheidungspapiere“, sagte er. Seine Stimme war ruhig, aber sie traf sie wie ein Messer.

Savannah erstarrte. Mit zitternden Händen griff sie nach dem Umschlag, zog die Papiere heraus und las die fettgedruckten Worte.

Scheidungsvereinbarung.

Ihre Lippen zitterten.

„Du … du willst es beenden?“

Nathaniel lehnte sich zurück. Sein Gesicht zeigte keinerlei Gefühl. „Diese Ehe hätte niemals stattfinden dürfen. Das weißt du. Unterschreib, Savannah. Zieh es nicht unnötig in die Länge.“

Ihre Augen füllten sich mit Tränen, aber sie biss fest auf ihre Lippe. „Nathaniel, warum? Was habe ich falsch gemacht? Ich habe dir alles gegeben. Ich—“

Er unterbrach sie kalt. „Du warst nie meine Wahl. Das hier wurde erzwungen. Du warst praktisch. Ich will nichts Praktisches mehr.“

Savannahs Brust schmerzte, als würde sie auseinandergerissen. Sie erinnerte sich an jede Nacht, in der sie wach geblieben war und auf ihn gewartet hatte, an jedes Mal, wenn sie dafür gebetet hatte, dass er sie wenigstens als seine Ehefrau ansehen würde.

„Ich liebe dich“, flüsterte sie. Ihre Stimme brach.

Nathaniels Augen verengten sich. „Liebe? Benutze dieses Wort nicht. Liebe hat damit nichts zu tun. Mach dich nicht selbst bemitleidenswert.“

Ihre Tränen liefen über ihre Wangen. Sie wollte schreien, wollte alles kaputt machen, aber ihr Körper zitterte zu sehr. Sie sah wieder auf das Papier und dann zu ihm.

„Ich werde nicht unterschreiben“, sagte sie leise, aber bestimmt.

Nathaniels Kiefer spannte sich an. „Du hast keine Wahl. Glaubst du, dass ich bleiben werde, wenn du dich daran festhältst? Du verschwendest deine Zeit.“

Ihr Herz blutete. Sie stand auf und ging näher zu ihm. „Warum tust du mir das an? Nach allem? Sag mir, warum.“

Nathaniels Stimme wurde tiefer, kalt wie Eis. „Weil ich dich nicht will. Weil ich nichts fühle, wenn ich dich sehe. Deshalb.“

Savannahs Knie wurden schwach. Sie wäre beinahe gefallen, aber sie hielt sich an der Tischkante fest. Der Mann, dem sie ihre ganze Welt gegeben hatte, zerbrach sie in Stücke, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

Sie legte eine Hand auf ihre Brust und versuchte, den Schmerz zurückzuhalten. Ihre Tränen fielen auf die Papiere. „Ich werde nicht unterschreiben“, wiederholte sie. Ihre Stimme brach, aber sie zwang sich, die Worte herauszubringen.

Nathaniel stand auf. Seine große Gestalt ragte über ihr auf. Seine Augen brannten vor Wut. „Leg dich nicht mit mir an, Savannah. Du wirst unterschreiben, so oder so.“

Savannah sah zu ihm auf, ihre Lippen zitterten. Zum ersten Mal sah sie keine Spur von dem Mann, von dem sie einst geglaubt hatte, dass sie ihn geheiratet hatte. Er war ein Fremder.

Die Stille war erdrückend. Der Regen draußen wurde lauter.

Schließlich sprach Nathaniel wieder, diesmal langsamer. „Mach es nicht hässlich. Geh mit Würde. Es wird für uns beide besser sein.“

Savannah schüttelte den Kopf und weinte noch stärker. „Vielleicht für dich. Für mich … warst du alles, Nathaniel. Ich habe nichts ohne dich.“

Er lachte bitter. „Dann solltest du vielleicht lernen, ohne mich zu stehen.“

Ihre Brust hob und senkte sich heftig. Sie wollte schreien, dass er grausam und herzlos war. Sie wollte die Papiere zerreißen. Aber etwas in ihr hielt sie davon ab. Ohne nachzudenken, legte sie eine Hand auf ihren Bauch.

Nathaniel bemerkte die kleine Bewegung und verengte die Augen. „Was ist los?“

Savannah erstarrte, ihre Hand lag noch immer auf ihrem Bauch. Ihre Lippen öffneten sich, aber kein Wort kam heraus.

Nathaniel trat näher, seine Stimme war scharf. „Savannah. Was verheimlichst du?“

Ihre Kehle schnürte sich zu. Ihr Herz raste. Sie sah in seine Augen, die voller Hass waren, und wusste, dass dies der Moment war. Sie konnte es nicht für immer geheim halten.

Ihre Stimme kam als gebrochenes, aber deutliches Flüstern heraus.

„Ich bin schwanger.“

Nathaniels Gesicht wurde dunkel, sein Kiefer spannte sich an. Seine goldenen Augen wurden kalt wie Feuer.

Der Raum wurde still, während der Regen weiter gegen die Scheiben prasselte. Savannahs Tränen liefen noch stärker, während sie auf seine Antwort wartete.

Doch der Ausdruck auf seinem Gesicht war keine Freude. Nicht einmal Überraschung.

Es war Wut.

„Du lügst“, sagte Nathaniel mit leiser und gefährlicher Stimme.

Savannah hielt den Atem an. Sie schüttelte schnell den Kopf und weinte. „Ich lüge nicht, Nathaniel. Ich trage dein Kind.“

Er schlug mit der Hand auf den Tisch, sodass sie zusammenzuckte. „Genug! Glaubst du, damit kannst du mich festhalten? Glaubst du, ein Kind wird mich dazu bringen zu bleiben?“

Ihr ganzer Körper zitterte, ihre Hände hielten ihren Bauch fest. „Es stimmt. Ich schwöre—“

„Hör auf“, knurrte er. Seine Stimme schnitt durch sie wie Glas. Er trat näher und ragte über ihr auf, seine Augen brannten vor Wut.

„Du bist nichts für mich, Savannah. Hast du mich gehört? Nichts. Ich werde nicht zulassen, dass du mich mit einer Lüge festhältst.“

Ihre Knie gaben nach, aber sie blieb stehen und hielt ihren Bauch fest, als hinge ihr Leben davon ab. Ihre Tränen verschwammen vor ihren Augen.

„Ich sage die Wahrheit“, flüsterte sie erneut, völlig gebrochen.

Nathaniels Hand ballte sich zur Faust, seine Brust hob und senkte sich schwer. Er beugte sich zu ihr und seine Stimme war kalt und endgültig.

„Wenn du wirklich schwanger bist … dann wirst du dieses Kind allein großziehen. Denn ich werde niemals ein Teil davon sein.“

Die Worte trafen sie härter als der Tod. Savannah stockte der Atem. Ihre Welt brach zusammen.

Ihre Augen weiteten sich vor Schock, ihre Tränen waren nicht mehr aufzuhalten. Ihr Herz schrie in ihrer Brust, aber kein Laut kam über ihre Lippen.

Nathaniel drehte sich um und kehrte ihr den Rücken zu. Seine Stimme war scharf wie eine Klinge.

„Unterschreib die Papiere, Savannah. Oder ich werde dich dafür büßen lassen, dass du es nicht getan hast.“

Die Papiere lagen auf dem Tisch, nass von ihren Tränen. Ihre Hände zitterten, als sie sie ansah. Ihr Körper war schwach, ihr Herz gebrochen.

Aber sie hielt ihren Bauch noch fester.

Zum ersten Mal kämpfte sie nicht nur für sich selbst.

Der Regen donnerte draußen.

Und Savannah wusste … nichts würde jemals wieder so sein wie zuvor.

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