Als sie das Krankenhaus verließen, vibrierte Lenas Handy ununterbrochen.Sie warf einen Blick darauf. Wolfgang rief an.Ohne zu zögern drückte sie den Anruf weg und schaltete das Handy aus.Tobias bemerkte es.Da er direkt vom Flughafen gekommen war, mussten sie am Straßenrand ein Taxi nehmen. Sie gingen nebeneinander her. Tobias überlegte kurz, dann fragte er sanft: „Geht es dir einigermaßen?“Wieder einmal hatte Lena das Gefühl, dass sich jemand um ihre Gefühle sorgte.Sie nickte aufrichtig: „Besser, als ich dachte.“Sie blickte in die dichte Nacht. Alles, was gerade passiert war, kam ihr vor wie ein Traum. Doch ihr rasender Herzschlag sagte ihr, dass es wirklich geschehen war.„Es war gar nicht so schwer, es auszusprechen. Früher habe ich jede Kränkung still erduldet. Heute habe ich endlich gelernt, mich zu wehren – und gemerkt, dass es viel einfacher war, als ich dachte.“Der Selbstmordversuch war dumm gewesen, ja. Aber dieser eine Moment hatte ihr geholfen, sich innerlich
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