Das Morgenlicht fiel durch die Buntglasfenster der Kirche und warf rote und blaue Mosaike auf den Steinboden, als versuche der Himmel selbst, das zu reinigen, was in der vergangenen Nacht geschehen war. Pater Gabriel kniete vor dem Altar, den Rosenkranz fest zwischen den Fingern, jede Perle ein vergeblicher Versuch, den Zettel von Lívia auszulöschen, der noch immer in seiner Tasche brannte: „Ich komme morgen wieder, Pater. Beten Sie nicht so viel.“ Er versuchte zu beten, Ave-Marias zu murmeln, doch die Worte von Ana – „Ich stelle mir vor, wie er mich fickt, mich aufspreizt“ – und der katzenhafte Blick von Lívia hallten lauter wider als jedes Gebet. Sein verräterischer Körper reagierte immer noch, sein Schwanz halb hart unter der Soutane, eine grausame Erinnerung an seine Schwäche.Gabriel, dreißig Jahre alt, hatte das Gesicht eines Engels, gemeißelt aus Stein, doch seine braunen Augen trugen Schatten, die er sogar vor sich selbst verbarg. Der stoppelige Bart verriet schlaflose Nächte,
최신 업데이트 : 2026-06-16 더 보기