Gabriel Unsere Atemzüge vermischen sich wie zwei Flammen, die umeinander tanzen, heiß, unvorhersehbar. Ich spüre ihren Atem auf meinem Mund, sanft und leicht alkoholisch, ein Überrest des Rotweins, den wir früher geteilt hatten, als wir zu nah auf diesem abgenutzten Ledersofa saßen. Ihre Lippen streifen meine, ohne sie wirklich zu berühren, ein grausames Spiel, ein sich verweigerndes Versprechen. Ich knurre, frustriert, und meine Finger ziehen sich um ihre Taille, dort, wo ihr eng anliegendes Kleid jede Kurve ihres Körpers wie eine zweite Haut umschmiegt. Sie lacht, ein tiefes, genussvolles Geräusch, bevor sie in meine Unterlippe beißt, gerade genug, dass ich das Metall ihres Piercings in mein Fleisch spüre.—Nach oben, knurre ich gegen ihren Mund, meine Stimme rau, fast unkenntlich. Jetzt.Sie antwortet nicht sofort. Ihre Augen, schwarz, flüssig, fixieren mich mit einer Intensität, die mich noch erregter macht, falls das möglich ist. Dann öffnen sich ihre Lippen, und nur ein Wort ko
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