DamonSie hat unrecht. Und auf eine verdrehte Weise hat sie recht. Ich war da, ja, aber nicht so, wie sie glaubt, nicht in einer romantischen oder spirituellen Verbindung. Ich war da in der puren Furie, in dem wilden Willen zum totalen Vergessen, meine Leere im körperlichen Sturm zu ertränken. Nicht in der Liebe, nicht in ihr. Aber die Inbrunst ihrer Lüge, ihres viszeralen Bedürfnisses, an diese illusorische Verschmelzung zu glauben, ist greifbar, elektrisch. Und gefährlich wie Stacheldraht unter Spannung.Ich setze mich langsam auf, löse ihren Arm mit berechneter, aber fester, unerschütterlicher Sanftheit. Die Geste ist eine klare, deutliche Zurückweisung. Ich sehe es in ihren Augen: ein Aufflackern von Panik, das wächst, sich ausbreitet wie Strohfeuer.– Ich muss gehen, sage ich mit flacher, emotionsloser Stimme.– Warum? Wegen deines leeren Terminkalenders und deiner einsamen Nä
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