Im Juli war es in Königstadt drückend heiß.Sobald Elena ins Auto stieg, schlug ihr die kühle Luft der Klimaanlage entgegen.Sie sah kurz auf die Uhr und fragte Felix: „Hast du morgen Zeit?“„Ja.“Felix nahm ihre Hand.„Ich weiß, morgen ist der Todestag deiner Mutter. Ich komme mit dir. Alles, was wir zum Grab mitnehmen müssen, ist schon vorbereitet.“Elena drehte sich überrascht zu ihm um. Sie sah sein sanftes, markantes Gesicht an, ihre Lippen zuckten leicht.„Wie kannst du dich daran noch erinnern?“In Felix’ dunklen Augen lag für einen Moment etwas Tieferes. Er hob leicht die Mundwinkel.„Du hast es mal erwähnt. Ich hab’s mir gemerkt.“Elena spürte sofort, wie ihr die Nase brannte. Sie musste sich beherrschen, um nicht loszuweinen.Sie hielt es zurück und presste die Lippen zusammen.„Danke, dass du dir so etwas merkst.“Trotzdem wagte sie es kaum, sich vorzustellen, dass Felix sie morgen wirklich zum Grab ihrer Eltern begleiten würde.Eigentlich wollte sie ihn gar nicht fragen.Ab
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