GiuliaNachts kommen manchmal die Zweifel zurück.Ich weiß, dass es irrational ist. Ich weiß, dass Lorenzo sich verändert hat, wirklich verändert, von Grund auf verändert. Ich sehe es jeden Tag, in seinen Gesten, in seinen Worten, in seinen Blicken. Ich sehe es mit den Kindern, geduldig und zärtlich und beschützend. Ich sehe es mit mir, liebevoll und respektvoll und aufmerksam.Und dennoch, nachts, kommen die Zweifel zurück.Es ist immer dieselbe Uhrzeit. Drei Uhr morgens, diese seltsame Stunde, in der die Welt still ist, in der die Vernunft wankt, in der die Geister der Vergangenheit erwachen. Ich schrecke aus dem Schlaf hoch, das Herz klopfend, die Stirn feucht. Ich habe von jener Nacht im Hotel geträumt, von seinen Händen, von seiner Gewalt, von seinen Schreien. Ich habe geträumt, er würde wieder zu dem, der er war, dass etwas ihn kippen ließe, dass unser Glück nur ein Kartenhaus wäre, bereit einzustürzen.Lorenzo schläft neben mir. Sein Gesicht ist friedlich, sein Atem ist langsam
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