Der Schankraum des Gasthauses war verstummt.Helena machte langsame, bedachte Schritte auf den großen, bulligen Mann zu, der gerade gesprochen hatte. Die Luft war dick vor Spannung, die Art, die das Atmen erschwert. Jedes Augenpaar im Raum war auf sie gerichtet. Selbst das Feuer im Kamin schien zu verblassen.Isoldes halb geschnürtes Kleid hing oben noch offen. Ihre Wangen waren gerötet, ihr Haar zerzaust, und sie konnte noch immer den Nachhall von Rodericks Händen auf ihrer Haut spüren. Marcus, der Kaufmann, stand erstarrt neben ihr, das Gesicht bleich, die Augen zwischen den bewaffneten Männern hin und her huschend.Helena hob die Hand und schlug dem großen Mann hart ins Gesicht.Das Geräusch durchschnitt die Luft wie eine Peitsche, scharf und endgültig.Isolde klappte der Mund auf. Roderick blieb mitten im Schritt stehen, seine Hand erstarrt am Treppengeländer. Selbst die Leibwächter wirkten schockiert, ihre Schwerter halb ge
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