Die kalte Nachtluft im Rudelhaus vermochte kaum, die Panik zu lindern, die in Annabelles Brust aufstieg. Ihr rotes Seidenkleid fühlte sich eng und erstickend an. Ihr Atem stockte, während sie hinter der schweren Eichentür der Gästesuite hektisch ihre Kleidung richtete. Ihre Finger zitterten so heftig, dass sie den Reißverschluss kaum hochziehen konnte.Neben ihr stand Ethan, ein junger, jungenhaft wirkender und unbestreitbar attraktiver Rudelbediensteter, der in den unteren Bereichen des Palastes arbeitete. Sein dunkles Haar war zerzaust, und seine Brust hob und senkte sich, während er versuchte, sein Uniformhemd zuzuknöpfen. Sein ruhiges, gut aussehendes Gesicht war zu einer bitteren Miene verzogen. Seine Augen waren dunkel vor einer Mischung aus Wut und tiefer Demütigung. Er fühlte sich benutzt, wie ein schmutziges Geheimnis weggeworfen, sobald die Realität an die Tür klopfte.„Geh weg von der Tür, Ethan“, zischte Annabelle leise. Ihre Stimme war scharf und verzweifelt. Sie stieß ih
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