Elias stand reglos im Mittelgang des Theaters. Seine Männer hatten sich hinter ihm positioniert, sechs Schatten mit gezogenen Waffen, ihre Blicke unruhig zwischen den Balkonen und den Seitengängen hin- und herhuschend. Sie wussten nicht, wo Lucas Leute warteten. Sie wussten nur, dass sie da waren. Irgendwo. Überall. Die Dunkelheit jenseits des Kerzenlichts war undurchdringlich, und jede Säule, jeder Vorhang, jeder vergessene Sitz konnte einen Mann verbergen, der darauf wartete, zuzuschlagen. Doch Elias schien das nicht zu kümmern. Er blickte zu Luca auf der Bühne hinauf, und in seinen Augen brannte etwas, das tiefer ging als Wut. Etwas, das über Jahre gewachsen war, genährt von Niederlagen, die niemand außer ihm selbst als solche erkannt hatte. Konkurrenz. Eifersucht. Der Schmerz eines Mannes, der immer der Zweite gewesen war, selbst wenn er sich als Erster sah. „Weißt du, was dein Problem ist, De Rossi?“, fragte Elias. Seine Stimme war leiser jetzt, intimer, als spräche er nur
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