Der Traum begann wie er immer begann: mit dem Duft von Jasmin.Weißer Jasmin, süß und übelkeitserregend, der die Luft des Tempels durchdrang. Die Marmorsäulen ragten um mich herum auf, kalt und gleichgültig. Ich kniete. Die Ketten bissen in meine Handgelenke, meine Knöchel, meinen Hals – Silber, geschmiedet bei Vollmond, das einzige Metall, das einen Inkubus halten konnte. Meine Flügel waren gebrochen. Meine Hörner bis zur Wurzel abgesägt. Mein Schwanz hing schlaff herab, ohne Kraft sich zu bewegen.Sie tanzte vor mir.Lilith. Nicht die Erste, nicht die Mutter aller Dämonen. Eine Lilim, die den Namen ihrer Schöpferin als Thron angenommen hatte. Haare feuerrot, Augen giftgrün, Haut weiß wie die Knochen der Männer, die sie verschlungen hatte. Sie tanzte nackt unter dem Mondlicht, das durch das offene Dach des Tempels fiel, ihre Hüften zogen langsame Kreise, ihre Hände glitten über ihren eigenen Körper, als wäre er das Heiligste auf der Welt.Das war er.Sie war das Heiligste auf der Wel
閱讀更多