Emilia war jetzt neun Monate alt.Das Haus war erfüllt von neuem Leben — dem glucksenden Lachen eines Babys, dem leisen Summen von Alexander, wenn er sie durch die Räume trug, und dem sanften Murmeln von Lena, wenn sie ihr etwas vorsang.An einem sonnigen Samstagnachmittag saß Alexander mit Emilia auf dem weichen Teppich im Wohnzimmer. Er hielt ihre kleinen Hände, während sie sich wackelig auf die Knie stemmte und versuchte, sich hochzuziehen.„Komm schon, meine Kleine“, ermutigte er sie mit sanfter Stimme. „Du schaffst das. Papa ist hier.“Emilia strahlte ihn an, ihr erstes Zähnchen blitzte hervor. Mit einem kräftigen Ruck zog sie sich an seinen Fingern hoch und stand für einen kurzen, wackeligen Moment auf ihren eigenen Füßen.Dann ließ sie los — und machte den ersten unsicheren Schritt direkt auf Alexander zu.Alexander erstarrte. Seine Augen wurden groß.„Lena!“, rief er mit vor Aufregung zitternder Stimme. „Lena, komm schnell!“Lena kam aus der Küche gelaufen, ein Geschirrtuch in
Mehr lesen