Die letzten Tage zogen sich hin wie ein süßer, schwerer Traum.Lena war inzwischen hochschwanger. Jede Bewegung war anstrengend, doch sie strahlte eine ruhige, innere Kraft aus, die Alexander jeden Tag aufs Neue demütig machte.Er hatte alle Termine abgesagt. Das Haus war vorbereitet, die Kliniktasche stand gepackt im Flur. Er wich kaum noch von ihrer Seite.An einem ruhigen Abend lagen sie im Bett. Das Licht war gedimmt. Alexander hatte den Kopf auf Lenas Bauch gelegt und lauschte den Bewegungen ihrer Tochter.„Sie ist heute besonders unruhig“, murmelte er lächelnd. „Ich glaube, sie will raus.“Lena strich ihm durch die Haare. „Die Ärztin sagt, es kann jederzeit losgehen.“Alexander hob den Kopf und sah sie ernst an. Seine Hand streichelte sanft über die straffe Haut ihres Bauches.„Ich habe Angst, Lena“, gestand er leise. „Nicht um mich. Um dich. Um Emilia. Ich will, dass alles perfekt läuft. Ich will nicht, dass du Schmerzen hast.“Lena zog ihn zu sich hoch und küsste ihn zärtlich.
Mehr lesen