Die Pistole glänzte matt im Laternenlicht.Mara starrte hinauf, unfähig, den Blick davon zu lösen.Es war keine große Waffe. Schlicht. Schwarz. Fast unscheinbar.Gerade deshalb wirkte sie noch bedrohlicher.Der Mann am Rand der Schlucht stand vollkommen ruhig da. Keine Hast, kein Zielen. Er hielt die Pistole locker in einer Hand, als wüsste er, dass niemand fliehen konnte.Mara sah sein Gesicht nun klar.Er war vielleicht Mitte fünfzig. Das Haar grau an den Schläfen, das Gesicht schmal, gepflegt, beinahe elegant. Die Narbe an seiner Wange verlief bis zum Ohr. Er hätte auf einem Geschäftsbild in einer Zeitung stehen können.Nichts an ihm passte zu dieser Insel.Und genau das machte ihn so unheimlich.Er sah zuerst auf Johannes — Maras Vater.Dann auf Mara.Und als er sprach, war seine Stimme fast freundlich.„Es war nicht vorgesehen, dass ihr euch trefft.“Mara konnte kaum atmen.Ihr Vater trat vor sie.Instinktiv.So, als wäre nie Zeit vergangen.So, als hätte er die letzten zwölf Jah
Read more