Fernands SichtNoch bevor ich meine Hose richtig angezogen hatte, rief ich das Ärzteteam an.Die diensthabende Hebamme fragte, wann die Fruchtblase geplatzt war, wie häufig die Wehen kamen und ob sich das Baby bewegte. Manon beantwortete ihre Fragen besser als ich. Ich hielt zwar das Telefon, doch sie war diejenige, die ruhig blieb.„Wir sind in acht Minuten da“, sagte ich.„Herr Levasseur, fahren Sie nicht selbst. Der Krankenwagen ist bereits unterwegs.“Ich hatte vergessen, dass Professor Weber für unsere Adresse einen automatischen Alarm eingerichtet hatte.Céleste betrat das Schlafzimmer, als Manon sich unter der nächsten Wehe zusammenkrümmte. Sie kniete vor ihrer Tochter nieder und sprach leise auf sie ein.„Sieh mich an. Atme langsam. Sie sind gleich da.“Ich kam mir nutzlos vor. Ich nahm die Tasche, die Unterlagen, die Medaille und die blaue Mütze. Dann legte ich alles wieder hin, weil meine Hände zu stark zitterten.Manon streckte mir ihre Hand entgegen.„Fernand, bleib hier.“
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