In der Metropole war der Abend angebrochen. Die Menschen saßen nicht mehr in ihren Wohnblocks, um auf ein Signal von oben zu warten. Sie saßen auf den Dächern, in den Gärten und auf den Brücken, die Julian entworfen hatte. Es war die Stunde der Stille, in der der Tag in die Nacht überging. Elara, die junge Frau, die mit Julian am Fluss gestanden hatte, nahm eine Flöte aus Schilf in die Hand. Sie hatte keine Partitur. Sie hatte kein elektronisches Metronom, das den Takt vorgab. Sie schloss die Augen und lauschte. Sie hörte das Rauschen des Flusses, das ferne Zwitschern der Vögel, die in den hängenden Gärten nisteten, und das leise Murmeln der Menschen, die den Tag ausklingen ließen. Sie setzte an und spielte. Es war kein präziser, mathematischer Ton, wie ihn die Maschinen der alten Zeit produziert hätten. Es war eine Melodie, die leicht zitterte, die in die Höhe stieg und wieder abfiel, die Raum für Fehler ließ und genau deshalb so tief berührte. Die Menschen auf den anderen Dächer
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