Die Stunden vergingen, und das prasselnde Feuer in der kleinen Felsschale brannte langsam zu einer matten, rotgoldenen Glut herunter. Valerius’ Höhle war riesig, doch die bewohnbaren, warmen Bereiche waren spärlich. Finn lag bereits tief im Land der Träume, zusammengerollt auf einem Stapel rauer Bärenfelle in der am weitesten entfernten Ecke der Bibliothek, die Kiste mit den Runen wie ein eisernes Kopfkissen neben sich.Übrig blieb nur eine einzige, breite Nische, die Valerius mit dicken, schweren Samtdecken und alten, kunstvoll gewebten Teppichen aus fernen Jahrhunderten ausgelegt hatte. Es war der einzige Ort, an dem die Kälte des Berges keine Chance hatte.Kael stand am Rand der Nische und zögerte. Er war es gewohnt, auf hartem Waldboden zu schlafen, die Waffe griffbereit im Anschlag, immer allein. Doch als Seraphina lautlos neben ihn trat, spürte er, wie das vertraute Prickeln in seinem Blut jede professionelle Distanz hinwegfegte.„Es gibt keinen Grund, wie ein steinerner Wächter
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