Share

Kapitel 41

Author: Ein Glücksfischchen
Sebastian, den sie so viele Jahre von ganzem Herzen geliebt hatte … Und ihre Ehe, die sie trotz all der erlittenen Demütigungen um jeden Preis beschützt hatte … War all das nun endlich beschmutzt?

„Nicht damit gerechnet, dass ich anrufe?“ Sebastian warf einen Blick auf Benjamin, der neben ihr saß, und knirschte mit den Zähnen. „Ich bin dein Ehemann! Wer sonst sollte dich denn anrufen?“

Sie schüttelte den Kopf, stützte sich an der Ballettstange ab und stand auf. „Wer weiß? Ich hatte schließlich n
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 116

    „Was soll dieser sarkastische Ton? Was willst du eigentlich damit sagen?“ Sebastian trat vor sie.„Charlotte wurde von ihrem Ex-Mann wegen ihrer Probleme mit der Fruchtbarkeit misshandelt und hat deswegen sehr viel durchgemacht. Dass sie keine Kinder bekommen kann, ist zu einer tiefen seelischen Belastung für sie geworden. Ich bin ihr alter Freund. Ich kenne einen guten Arzt und habe sie hergebracht, damit sie sich untersuchen lässt. Was ist daran falsch?Bist du etwa selbst darauf eifersüchtig?“Klara lächelte weiter und schüttelte den Kopf.„Nein, ich bin nicht eifersüchtig. Du hast mich wirklich völlig falsch verstanden, Sebastian. Ob du sie nun bei der Einnahme ihrer Medizin überwachst oder ihr den Bauch massierst – das alles ist deine Freiheit. Ich werde mich nicht einmischen. Aber ich habe auch meine Rechte und meine Freiheit. Ich bitte dich nur um eines: Fass mich nie wieder mit den Händen an, mit denen du ihren Bauch massiert hast. Ich finde das ekelhaft.“„Was hast du gesagt?“

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 115

    „Klara!“ Sebastian unterbrach sie. Schmerz lag in seinen Augen. „Kannst du bitte damit aufhören? Charlotte wollte dir doch nur einen Schrecken einjagen. Früher ist sie beim Überqueren der Straße sogar stehen geblieben und hat Ameisen zuerst über die Straße laufen lassen. Wie sollte sie dich da jemals umbringen wollen?“Klara wollte nicht weiterreden. Einen Menschen von etwas zu überzeugen, gehörte zu den schwierigsten Dingen auf der Welt.„Sebastian.“Sie lächelte.Sie sagte: „Ich weiß, dass ich deine Meinung mit meinen Worten nicht ändern kann. Genauso wenig kannst du mit deinen Worten meine Meinung ändern. Verschwende also keine Zeit mehr mit mir. Geh und rede mit der Polizei.“„Klara!“ Er runzelte die Stirn: „Sag mir, was muss ich tun, damit du bereit bist, die Anzeige zurückzuziehen?“„Sebastian, dann sage ich es dir jetzt: Die Anzeige zurückzuziehen ist unmöglich.“„Gut …“ Er sah sie an und nickte leicht. Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. „Gut … Klara, jetzt sehe ich

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 114

    Klaras Tasche lag inzwischen im Schließfach. Ganz abgesehen davon, dass sie gar nicht wusste, ob er später noch einmal angerufen hatte. Sie nahm seine Anrufe ohnehin nicht an.Er wirkte fassungslos.Sie kannte ihn, seit sie fünfzehn war, und es gab nur ein einziges Szenario, in dem er so die Fassung verlor.Selbst als seine Familie ihm Geld ins Gesicht warf und er den Kontakt zu ihnen abbrach, blieb er kalt und ruhig. Selbst als seine Großmutter starb und der Schmerz ihn bis ins Mark traf, sagte er nur ganz beiläufig zu ihr:„Meine Oma ist gestorben.“Nur wegen Charlotte.Nur Charlotte brachte ihn dazu, die Fassung zu verlieren und völlig außer sich zu geraten.Als Charlotte vor fünf Jahren gegangen war, war er völlig am Boden zerstört gewesen und hatte sich jeden Tag betrunken.Heute, fünf Jahre später, suchte die Polizei nach Charlotte, und wieder lag diese zerstörerische Wut in seinem Blick.Sie saß auf dem Boden und sah ruhig zu, wie er auf sie zukam.Er zog sie mit einem Ruck hoch

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 113

    Kaum hatte sie abgehoben, ertönte am anderen Ende eine wütende Stimme: „Klara, du hast tatsächlich Anzeige erstattet? Warum hast du Anzeige erstattet?“Hatte die Polizei sie also endlich gefunden?Während die Person am anderen Ende vor Wut schäumte, blieb Klara ganz ruhig.„Frau Wolf, Sie sind an der Reihe.“ Die Krankenschwester kam, um sie zu rufen.Sie lächelte leicht und legte auf: „Gut, vielen Dank.“Das Handy in ihrer Hand klingelte sogleich wieder. Klara ging nicht heran, sondern betrat das Behandlungszimmer.Während der Behandlung vibrierte ihr Handy noch eine ganze Weile weiter.„Ihr Handy? Möchten Sie rangehen?“ Herr Neumann fragte sie.Sie schüttelte den Kopf: „Ignorieren Sie es einfach, das ist wahrscheinlich ein Spam-Anruf.“Es war in der Tat ein Spam-Anruf.Nachdem das Handy eine Weile geklingelt hatte und niemand abhob, hörte es schließlich auf.Als ihre Behandlung vorbei war, fragte Herr Neumann sie: „Waren Sie schon in der Gynäkologie?“Klara verstand sofort. Sebastian

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 112

    Er war also tatsächlich mit Charlotte zum Arzt gegangen. Sollte er sie jetzt etwa nicht mehr dazu drängen, ein Kind zu bekommen, oder?Die Krankenschwester führte die beiden zur Medikamentenausgabe. Da es sich um Kräuterpräparate handelte, fragte sie noch, ob die Medizin direkt vor Ort zubereitet werden sollte oder ob sie die Zubereitung selbst zu Hause übernehmen wollten.Sebastian entschied sich für die Zubereitung vor Ort. Die fertige Medizin konnte entweder selbst abgeholt oder per Post zugeschickt werden. Er wählte den Versand und trug bei der Adresse seine Firma ein.Klara wusste zunächst gar nicht, welche Adresse er eingetragen hatte. Aus dieser Entfernung konnte sie es schließlich unmöglich sehen.Charlotte fragte mit ihrer zuckersüßen Stimme: „Warum gibst du denn die Firmenadresse an?“Er legte den Stift beiseite und sagte mit ernster Stimme: „Es muss an die Firma geschickt werden. Trag meine private Nummer ein. Ich nehme die Lieferung persönlich entgegen. Ich will darauf ach

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 111

    „Stimmt, ich weiß nur, dass es so etwas gibt, habe es aber noch nie ausprobiert. Ich kaufe ein Set, dann testen wir es.“ Sie sagte voller Begeisterung: „Und wenn ich dich später mit auf Reisen nehme, können wir so lange bleiben, wie wir wollen. Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass die Blumen vertrocknen, und müssen auch die Nachbarn nicht bemühen.“„Aber …“, zögerte Oma sehr, „musst du nicht bald weg? Was ist mit der Villa …?“Klara lächelte: „Oma, wie dem auch sei, in Zukunft wirst du auf jeden Fall bei mir wohnen.“Egal wo, sobald sie Fuß gefasst hatte, wollte sie Oma zu sich holen.Oma lächelte und strich ihr übers Haar.Als Kind war Klara oft krank. Da sie außerdem ein Mädchen war, schenkten ihre Eltern ihr kaum Beachtung und verwöhnten stattdessen den jüngeren Sohn.Wenn sie krank war, kümmerte sich daher immer Oma um sie. Man konnte wirklich sagen, dass sie bei ihrer Großmutter behütet und geliebt aufgewachsen war.Aber Klara wusste, dass auch Omas Ehe alles andere als glückl

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status