Kapitel 19POV: Catalina„Sie waren auf dem Rückweg von der U-Bahn an jenem Abend völlig still“, bemerkte Dr. Renard, deren Stift regungslos auf ihrem Notizbuch ruhte. „Das ist zwei Wochen her, Catalina. Sie haben seitdem etwas mit sich herumgetragen, und ich möchte, dass Sie es endlich aussprechen.“Ich blickte auf meine Hände, die ich über die unmögliche Rundung meines Bauches gefaltet hatte. Sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin fühlte sich mein Körper nicht mehr ganz nach meinem eigenen an. Er gehörte etwas Dringendem, Kleinem und etwas, das völlig gleichgültig gegenüber meinem eigenen Zeitplan war.„Ich weiß nicht, was Sie von mir hören wollen.“„Dann sagen Sie es, was Sie vermeiden“, sagte sie schlicht. „Nicht die beschönigte Version, Catalina. Die Wahrheit.“Ich atmete langsam aus und beobachtete, wie der Regen seitlich an ihrem Bürofenster entlanglief. „Ich glaube, ich fange an, etwas für Lucien zu empfinden. Und ich hasse es, dass ich es empfinde, weil ich dem nicht
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