Emmas SichtIch saugte die Luft ein; sie entwich meiner Lunge in einem scharfen, erschrockenen Keuchen. Die ordinären Worte, der nackte Hunger in seiner Stimme – es war, als würde ein unter Strom stehendes Kabel meine Haut berühren. Willst du ein bisschen Schwanz? Es war keine Frage. Es war eine Erklärung, ein Versprechen, eine Forderung. Es umging alle logischen Argumente, die Ängste, die Müdigkeit. Es sprach direkt zu dem Verlangen, das sich seit Wochen in mir aufgestaut hatte – dem Verlangen, berührt zu werden, verzehrt zu werden, völlig und ganz beansprucht zu werden.Meine Augen trafen die seinen. Die Welt außerhalb dieses Raumes, die Regeln, das Versteckspiel, die Angst… alles schmolz dahin. Es blieb nur die Hitze seines Körpers gegen meinen und der pochende Puls zwischen meinen Beinen.„Ja“, flüsterte ich, meine Stimme zitterte vor einem Bedürfnis, das ich nicht verbergen konnte. „Ich will ihn.“Das Wort hing für den Bruchteil einer Sekunde in der Luft, bevor Lucas Lippen wiede
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