Lucas SichtDie Stille, die dem Zuknallen der Tür folgte, war lauter als der Schrei, der ihr vorausgegangen war. Es war diese schwere, erstickende Art von Stille, die einem das Dröhnen in den Ohren steigen lässt. Ich stand da, mit freiem Oberkörper, und fühlte mich wie der größte Idiot der Welt, während der R&B-Track, den ich für meine „Stripper“-Performance ausgesucht hatte, im Hintergrund munter weiter wummerte. Ich langte hinüber und würgte die Musik mit einem gezielten Fingerdruck ab.Ich sah zu Emma. Sie sah aus, als stünde sie kurz davor, in eine Million scharfer Scherben zu zerspringen. Ihre Augen waren weit aufgerissen, von absolutem Entsetzen getrübt, und sie klammerte sich an diesen weißen Hotelbademantel, als wäre er das Einzige, was sie davor bewahrte, durch den Boden zu fallen.„Sie hat es gesehen“, flüsterte Emma, ihre Stimme so dünn, dass ich sie fast überhört hätte. „Luca, sie hat alles gesehen.“„Emma, atme“, sagte ich und machte einen Schritt auf sie zu. Ich griff na
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