Emmas SichtDie Klinke drehte sich mit einem quälend langsamen Knarren.„Luca, unters Bett!“, zischte ich, meine Stimme war ein panisches, lautloses Vibrieren.In einer wirbelnden Bewegung voller Verzweiflung rollte Luca von den Seidenlaken. Er hatte keine Zeit mehr, nach seinem Hemd zu greifen; er kroch unter den schweren Mahagonirahmen, genau in dem Moment, als die Tür aufschwang. Ich warf mich zurück in die Kissen und zog die dunkelblaue Bettdecke bis zum Kinn hoch, während mein Herz so heftig hämmerte, dass ich mir sicher war, das Kopfteil würde vibrieren.Hannah trat herein, ihre Silhouette hob sich vom schwachen Licht des Flurs ab. Sie wirkte klein in ihrem übergroßen Schlaf-T-Shirt, ihr Haar war vom Schlaf zerzaust, und sie klammerte sich an einen Teddybären, den sie wahrscheinlich schon hatte, seit sie fünf war.„Em?“, flüsterte sie, ihre Stimme war noch belegt von den Überresten eines Traums. „Bist du wach?“„Ja“, brachte ich mühsam heraus, wobei meine Stimme klang, als wäre
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