Emmas SichtDie Anspannung im Pavillon war eine physische Last, so dick, dass man fast daran erstickte. Ich starrte erst auf die zerrissene Spitze in Mias Hand und dann zurück in Hannahs tränenüberströmtes, betrunkenes Gesicht. Ich musste die einzige Karte ausspielen, die mir noch blieb: die des Opfers.„Ich glaub das einfach nicht“, flüsterte ich, und meine Stimme zitterte mit einer bestens einstudierte Mischung aus Verletztheit und Empörung. Ich zog meine Hände von Hannah zurück, als ob ihre bloße Gegenwart mich verbrennen würde. „Ist es das, was du wirklich von mir denkst, Hannah? Nach allem? Nach all den Jahren, die wir miteinander verbracht haben, glaubst du ernsthaft, ich wäre die Art von Mädchen, die… die so was im Flur auf der Party deiner eigenen Familie abziehen würde?“Hannah blinzelte, und die scharfe Kante ihres Verdachts stumpfte an der Wand meines vorgetäuschten Herzschmerzes ab. „Em, ich wollte nicht – Mia hat gesagt –“„Es ist mir scheißegal, was Mia gesagt hat!“, fuh
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