Im April des neunten Jahres, an einem Morgen, an dem Berlin sich zwischen dem letzten Grau des Winters und dem ersten Grün des Frühlings befand und das Licht noch nicht entschieden hatte, wer es war, saß Clara Hoffmann an ihrem Schreibtisch und begann das fünfte Buch. Sie hatte es nicht angekündigt. Nicht gegenüber Katrin, nicht gegenüber Alexander, nicht einmal gegenüber Isabella, die normalerweise die erste war, die wusste, was Clara dachte, bevor Clara es selbst wusste. Der Beginn des fünften Buches war einfach da gewesen, an diesem Aprilmorgen, wie Anfänge manchmal da waren: unangekündigt, unvorbereitet, vollständig. Sie hatte aufgewacht wie immer, um halb sechs, in dem grauen Berliner Vortageslicht, mit Alexander neben ihr, der schlief, wie er immer schlief, tief und still, ohne die Unruhe des Schläfers, der kämpft. Sie hatte sich angezogen, Kaffee gemacht, sich an den Schreibtisch gesetzt, und das fünfte Notizbuch aufgeschlagen, das volle, das sie seit Monaten führte, das die
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