Im Juni hatte Alexander hundert Seiten seines Buches geschrieben, und er bat Clara zum ersten Mal, mehr als eine einzelne Seite zu lesen. Er druckte die hundert Seiten aus, weil er wollte, dass sie mit dem Papier saß, nicht mit dem Bildschirm, weil er wusste, dass Clara die Qualität des Lesens unterschied: das Lesen am Bildschirm war schnelles Lesen, das Lesen auf Papier war das Lesen mit dem ganzen Körper, das Lesen, das den Rand brauchte für die Notizen, die Hände, die das Blättern spürten. Er legte die hundert Seiten an einem Samstagmorgen auf Claras Schreibtisch, ohne Erklärung, ohne Ankündigung. Einfach dort. Das war seine Art, sie zu fragen, ohne zu fragen: die Seiten lagen, sie konnte lesen, wenn sie wollte und wann sie wollte. Clara las am Nachmittag desselben Tages, drei Stunden lang, ohne Unterbrechung, mit dem Bleistift in der Hand für die Stellen, die sie markieren wollte, nicht weil etwas falsch war, sondern weil etwas besonders richtig war oder weil eine Frage entstan
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