Er kommt nach Hause und riecht nach jemandes fremder Auffahrt. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll – kein Parfüm, nichts, worauf ich wirklich zeigen kann, nur irgendeine schwache Verkehrtheit, die an ihm haftet und mir genau sagt, wo er gewesen ist, bevor er überhaupt den Mund öffnet, um darüber zu lügen. „Wo warst du“, frage ich und stehe im Türrahmen seines Arbeitszimmers. „Draußen“, sagt er, ohne von seinem Schreibtisch aufzublicken. „Draußen wo.“ „Seraphina, ich habe gerade keine Energie dafür.“ „Du bist wieder zu ihr gegangen.“ Das ist keine Frage. Ich sehe, wie sein Kiefer sich anspannt, wie er entscheidet, ob es sich überhaupt noch lohnt, es zu leugnen. „Oder?“ „Es ist nicht das, was du denkst.“ „Dann sag mir, was es ist.“ Er blickt endlich auf, und etwas in seinem Gesicht lässt mich erstarren – nicht Schuld, nicht die schafsmäßige Gereiztheit, an die ich mich in den letzten Monaten gewöhnt habe. Etwas näher an Angst – roh und ungeschützt, die Art Ausdruc
最終更新日 : 2026-09-05 続きを読む