Fünf Reylaps Sicht Ich rannte. Meine Lungen brannten bei jedem ungleichmäßigen Schritt, der Wald verschwamm zu einem dunklen Gewirr aus Schatten und Formen. Jeder Ast, der nach meinem Gesicht peitschte, jede Wurzel, die mich zu Fall bringen wollte, trieb mich zur Flucht an. Ich klammerte mich an die Fetzen meiner Tunika, das Einzige, was ich retten konnte. „Bitte“, flüsterte ich, ein verzweifeltes Flehen an niemanden, „lass mich einfach gehen.“ Die Luft wurde stickig, ein vertrautes Summen hallte tief in meinen Knochen wider. Es war Zeit. Schluss mit dem Verstecken. Schluss mit der Angst. Nicht so. Ich verlangsamte meinen Schritt, mein Atem ging stoßweise, und ich fand eine kleine Lichtung. Der Mond, eine schmale Sichel, die durch das Blätterdach lugte, warf einen ätherischen Schein. Ich schloss die Augen und forderte die Veränderung. Meine Muskeln verkrampften sich, dehnten sich und formten sich neu. Die Haut spannte sich, das Fell sträubte sich, die Knochen verschoben sich mit ein
Last Updated : 2026-08-03 Read more