Kapitel ZweiundneunzigNinas PerspektiveMein Grinsen fühlte sich wackelig auf meinem Gesicht an, als gehöre es gar nicht dorthin. Schuldenfrei. Die Worte schmeckten für einen kurzen Augenblick bittersüß. Ich stellte mir vor, wie ich wieder in meiner alten Wohnung saß, die Bücher auf dem Tisch aufgeschlagen, keine Waffen mehr, kein Rennen mehr, kein verängstigtes Aufwachen in der Nacht. Einfach ein ganz normales Leben. Medizinstudium. Kaffee, der nicht nach Todesangst schmeckte.Aber Dante lächelte nicht zurück. Er blieb auf der anderen Seite des Raumes stehen, die Arme fest vor der Brust verschränkt. Sein Kiefer war hart angespannt. „Vollständige Bezahlung, ja“, sagte er mit tiefer Stimme. „Aber schuldenfrei? So läuft das hier nicht mehr, Nina.“Mein Grinsen verblasste augenblicklich. Ich versuchte, mich aufrechter zu setzen. Ein stechender Schmerz fuhr durch meine Verbrühungen, und ich zischte durch die Zähne. Das warme Handtuch auf meinem Bauch glitt ein Stück herab. „Was meinst du
Última actualización : 2026-09-08 Leer más