Kapitel NeunundsiebzigNinas PerspektiveDas rote Licht im X-Raum fühlte sich nun noch schwerer an, als würde es erdrückend auf meiner Haut lasten. Meine Knie pochten an den Stellen, an denen das Blut bereits zu klebrigen Spuren getrocknet war. Die Lederbank unter mir war kalt und glitschig von meinem Schweiß. Die Ketten rasselten leise, sobald ich mich nur minimal bewegte, und die Riemen um meine Hand- und Fußgelenke schnitten schmerzhaft in die Haut. Ich versuchte, langsam durchzuatmen – ein und aus –, doch meine Brust hob und senkte sich in stoßweisen, zittrigen Atemzügen.Die Frau in Schwarz stand direkt über mir, die dünne Peitsche fest in der Hand. Sie tippte damit geduldig gegen ihren Oberschenkel, ganz so, als hätte sie die ganze Nacht Zeit.Ich schloss die Augen und versuchte, mir die Jungs vorzustellen: Dantes ernstes Gesicht, Enzos spöttisches Grinsen, Nikolais ruhige Stimme. Sie hörten zu. Sie mussten einfach zuhören. Die Halskette lag warm an meiner Kehle, und die winzige
Última actualización : 2026-09-07 Leer más