Kapitel ZweiundfünfzigNinas PerspektiveMeine Lippen pressten sich gegen Nikolais, verzweifelt und zitternd, und zwangen Luft in seine Lunge. Sein Mund war warm, aber reglos, und schmeckte nach Blut und Salz aus den Schrecken der Nacht.Ich beatmete ihn schwerer, meine Brust hob und senkte sich hektisch, Tränen mischten sich mit dem Regen auf seinem Gesicht. „Komm schon“, flüsterte ich zwischen den Atemzügen, meine Stimme brach. „Wage es nicht, mich so allein zu lassen.“ Der Landeplatz war kalt unter meinen Knien, während der Wind meine zerrissene Robe wie zerfetzte Fahnen um uns peitschte.Enzo und Dante standen in der Nähe, ihre Gesichter von Sorge angespannt, aber ich nahm sie kaum wahr. Alles, worauf ich mich konzentrieren konnte, war Nikolais Brust – sie hob sich leicht durch meine Bemühungen, aber schwach, viel zu schwach.Dann hörte ich es. Ein leises Flüstern, kaum ein Hauch an meinen Lippen. „Es wird alles gut.“ Nikolais Stimme, rau und leise, wie Kies unter Reifen. Seine go
Última atualização : 2026-09-07 Ler mais