Kapitel 1.„Steh auf, Zena. Das Haus füttert sich nicht von alleine.“Der schrille Klang von Evelyns Stimme durchbrach die ruhige Atmosphäre, bevor die Tür aufging.Zena zuckte zusammen, ihre Finger krallten sich in die Bettdecke, während sie versuchte, sich langsam aufzusetzen. Ein heißer stechender Schmerz schoss direkt durch ihre rechte Seite und entlockte ihr ein scharfes Keuchen. Vor zwei Wochen hatten Chirurgen sie aufgeschnitten, um einen Teil ihrer Leber zu entnehmen, um Armanis Leben nach einem Silbervergiftungsangriff an den Grenzen des Rudels zu retten. Die Narbe war noch frisch, dunkel und brannte unter ihren Verbänden.„Evelyn, bitte...“, flüsterte Zena, ihre Stimme rau in der trockenen Kehle. „Der Arzt sagte, ich brauche Bettruhe. Die Schmerzmittel machen mich so schwindelig, ich kann kaum stehen –“„Oh, spar dir das pathetische Theater!“, spottete Evelyn, überquerte den Raum auf ihren hohen Absätzen und riss die Decke vom Bett. Armanis Mutter sah sie mit blankem Ekel an
Última atualização : 2026-09-19 Ler mais