Evelyns PerspektiveDas Letzte, was ich spürte, war das Brennen des Gifts.Ich lag auf dem eiskalten Marmor dieses Penthouses, das ich für unser Liebesnest gehalten hatte, spuckte Blut, und meine Fingernägel rissen am Boden ab. Es war kein friedlicher Tod. Die Substanz zerfetzte mir die Eingeweide und schnürte mir die Kehle in einem erstickenden Krampf zu.Über mir schwenkte Marcus gemächlich sein Glas Rotwein. Seine Augen, die einst so zärtlich gewesen waren, wenn er mir Versprechen ins Ohr geflüstert hatte, zeigten nur noch eisigen Ekel. Von dem Märchenprinzen, für den ich meinen Mann verraten, die Geheimnisse meines Zuhauses verkauft und meinen Sohn im Stich gelassen hatte, war nichts mehr übrig.„Du bist wirklich erbärmlich naiv, Evelyn“, sagte er und setzte seinen Fuß auf meine zitternde Hand. Ohne mit der Wimper zu zucken, zerquetschte er meine Finger. „Du hast Caleb für mich zerstört. Wenn du den Mann verraten konntest, der dir alles gegeben hat – was garantierte mir dann, dass
Last Updated : 2026-11-05 Read more