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Kapitel sieben

Author: MURK ROSE
last update Petsa ng paglalathala: 2026-11-05 19:30:44

Evelyns Perspektive

Die Blitzlichter der Kameras zuckten wie Gewitterblitze durch die getönten Scheiben der Limousine. Draußen herrschte ohrenbetäubender Lärm: Journalisten, die meinen Namen riefen, Absätze, die auf dem nassen Boden klackerten, und die kalte Nachtluft, die jedes Mal hereinwehte, wenn ein Wagen seine Ladung Gäste ausspuckte.

Caleb öffnete die Tür und stieg als Erster aus.

Ich sah ihm zu, wie er mit einer präzisen Bewegung sein Jackett zurechtzog. Binnen einer Sekunde verschloss
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  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel sieben

    Evelyns PerspektiveDie Blitzlichter der Kameras zuckten wie Gewitterblitze durch die getönten Scheiben der Limousine. Draußen herrschte ohrenbetäubender Lärm: Journalisten, die meinen Namen riefen, Absätze, die auf dem nassen Boden klackerten, und die kalte Nachtluft, die jedes Mal hereinwehte, wenn ein Wagen seine Ladung Gäste ausspuckte.Caleb öffnete die Tür und stieg als Erster aus.Ich sah ihm zu, wie er mit einer präzisen Bewegung sein Jackett zurechtzog. Binnen einer Sekunde verschloss sich sein Gesicht. Er setzte seine gewohnte Maske auf: die des kalten, starken, unantastbaren CEO, als den ihn alle kannten. Aber statt einfach loszugehen und mich allein den Fotografen zu überlassen, blieb er am Rand des roten Teppichs stehen. Seine rechte Hand lag oben auf der Autotür. Seine Finger umklammerten das Metall fest. Er wartete auf mich.Mir stieg ein Kloß in den Hals.Jahrelang hatte er genau das getan. Selbst wenn wir uns zu Hause gerade angeschrien hatten, selbst wenn ich drei W

  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel sechs

    Calebs PerspektiveDie Stille im Fond der Limousine war nicht bloß Leere, sie war ein Friedhof.Ich saß da, den Kopf gerade, eingezwängt in das Halbdunkel des Innenraums, trotz des großzügigen Platzes. Neben mir gab Evelyn keinen Laut von sich, doch die Luft zwischen uns war schwer, vergiftet von fünf Jahren voller Groll, hysterischer Anfälle und Beschimpfungen, die mir mitten in der Nacht ins Gesicht geschleudert worden waren. Ich hielt den Blick auf die getönte Scheibe geheftet und sah zu, wie die Neonlichter der Stadt sich zu blutigen Schlieren zogen.Dann geschah das Unmögliche.Evelyn bewegte sich. Langsam, beinahe zögernd lehnte sie sich zu mir und legte sanft den Kopf an meine Schulter.Mein Körper verriegelte sich schlagartig. Meine Muskeln wurden unter dem Smoking zu Beton. Ich wagte nicht mehr zu atmen, nicht einmal zu blinzeln. Meine Nerven schrillten Alarm. Was ist das für ein neues Spiel? Was heckt sie jetzt schon wieder aus? Mein erster Reflex war, sie brutal von mir zu

  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel Fünf

    Evelyns PerspektiveDas eisige Leder des Sitzes brannte durch den Stoff meines Kleides auf meinen Oberschenkeln, aber ich rührte mich nicht. Statt von ihm abzurücken, tat ich etwas, das ich seit Jahren nicht mehr getan hatte, zumindest nicht in diesem Leben. Ich legte meinen Kopf sanft an Calebs Schulter.Er versteifte sich in derselben Sekunde. Unter der Wolle seines maßgeschneiderten Smokings wurden seine Muskeln hart wie Stein. Einen Augenblick lang glaubte ich, er würde mich grob von sich stoßen.Und ehrlich gesagt konnte ich es ihm nicht verdenken. Für ihn war ich noch immer diese hysterische Frau, die den ganzen Tag damit verbrachte, ihn anzuschreien, unseren eigenen Sohn zu ignorieren und ihn wie einen Hund zu behandeln, bis sie wieder einen Scheck brauchte. Er wusste nicht, dass ich schon einmal gestorben war. Er ahnte nicht, dass ich das Ende des Films bereits gesehen hatte, und dass es ein von Sarah und Marcus inszenierter Horrorfilm war.Apropos Sarah … Obwohl sie im Wagen

  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel Vier

    Der letzte Schliff Evelyns PerspektiveAls ich aus dem Büro nach Hause kam, lag das Haus in einer fast beklemmenden Stille. Ich ging direkt in Leos Zimmer. Er saß mitten auf seinem Spielteppich und reihte kleine Metallautos in einer zwanghaft präzisen Linie auf. Beim Knarren der Tür versteiften sich seine kleinen Schultern augenblicklich, aber er hob den Kopf nicht.„Hallo, mein Großer", sagte ich und ließ mich ein paar Schritte von ihm entfernt behutsam auf das Parkett gleiten. „Die sehen ja unglaublich schnell aus, deine Autos."Ein kurzer, argwöhnischer Seitenblick, dann richtete er seine ganze Aufmerksamkeit wieder auf sein Spielzeug. „Das blaue ist das schnellste. Papa sagt, es sieht aus wie seins."„Stimmt", flüsterte ich. Meine Finger streiften einen kleinen grünen Lastwagen, dessen Lack schon abblätterte. „Darf ich einen Moment mit dir spielen? Nur eine Minute, bevor ich mich umziehe?"Leo nickte in Zeitlupe, ohne den Laster aus den Augen zu lassen. „Okay. Aber mach sie nich

  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel Drei

    Evelyns PerspektiveIch warf einen Blick auf die Uhr am Armaturenbrett. Es war kaum Mittag.In meinem anderen Leben hätte ich diese Stunde in einer abgeschirmten Kabine eines Luxus-Spas verbracht, über die Temperatur des aromatisierten Wassers gemeckert und dabei schlüpfrige Nachrichten mit Marcus ausgetauscht. Heute saß ich auf der Rückbank einer schwarzen Limousine, die Handflächen feucht, und drückte ein kleines nachtblaues Samtetui an meine Brust. Darin lag ein Paar Saphir-Manschettenknöpfe, die Caleb gehörten.Er brauchte sie nicht – er besaß Dutzende davon, alphabetisch sortiert in seinem Ankleidezimmer. Aber sie waren mein einziger Vorwand, um ohne Termin an den Sicherheitssperren seines Hauptquartiers vorbeizukommen.Als der Wagen am Fuß des Monolithen aus Glas und schwarzem Stahl hielt, in dem Kingston Enterprises residierte, drehte sich mir vor Übelkeit der Magen um.Als ich die imposante Eingangshalle betrat, erstarrten die beiden Sicherheitsleute. Ihre Gesichter entgleist

  • Wiedergeboren Für Die Rache (Evelyns Schwur)   Kapitel zwei

    Der vergiftete ApfelEvelyns PerspektiveBeim Frühstück war die Stille im Esszimmer erstickend.Leo saß mir gegenüber und hielt seinen kleinen Löffel wie einen Schild, den Blick starr auf die Schokoladenpfannkuchen gerichtet. Ich hatte versucht, ein Gespräch über seine Plastikdinosaurier anzufangen, aber er antwortete nur mit vorsichtigem Nicken und beobachtete mein Gesicht auf den leisesten Funken von Wut.Als ich aufstehen wollte, um in mein Zimmer zurückzukehren, durchfuhr mich ein Phantomschmerz in der Brust. Die Erinnerung an meinen Todeskampf, das Gift, der kalte Schweiß, der eisige Marmor, ließ mich aufkeuchen. Ich musste mich an der Stuhllehne festhalten, die Nägel ins Holz gekrallt, und warten, bis die Übelkeit verebbte. Leo starrte mich starr vor Schreck an, überzeugt, etwas falsch gemacht zu haben.Ich schluckte meinen Schmerz hinunter, schenkte ihm ein zittriges Lächeln und ging dann hinauf in mein Arbeitszimmer.Ich musste arbeiten. Und vor allem nachdenken.In meinem fr

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