
DIE NARBEN, DIE WIR TRUGENSie liebte ihn, bevor sie sich selbst zu lieben gelernt hatte.
Er verletzte sie, bevor er den Wert dessen kannte, was er hielt.
Zara Osei baute ihre Welt um Damien Cole herum auf, wie Efeu sich um Stein schlingt, still, verzweifelt, wunderschön, bis zu dem Tag, an dem er sie mit einem einzigen Satz vor Zeugen zu Boden riss. Sie ging mit nichts außer ihrem Stolz und einem Geheimnis, das sie mit ins Grab nehmen wollte.
Drei Jahre später ist Zara nicht mehr die Frau, die bei lauten Stimmen zusammenzuckte oder sich dafür entschuldigte, Raum einzunehmen. Sie ist die stille Architektin ihres eigenen Imperiums, der Geist, der durch Damiens Konferenzräume geht, ohne dass er je weiß, dass sie dort war.
Aber Damien Cole ertrinkt.
Sein Unternehmen blutet von innen. Seine Feinde kreisen. Und jede Tür, die er zu öffnen versucht, hat ein Schloss, das er nicht knacken kann, bis ein Name in einem Finanzaudit auftaucht, der sein Herz kalt werden lässt.
Zara.
Nicht das Mädchen, das er wegwarf. Nicht die Frau, die er unterschätzte. Sondern die unsichtbare Hand, die sein gesamtes Imperium vor dem Zusammenbruch bewahrte, während er damit beschäftigt war, sie zu zerstören.
Jetzt will er Antworten. Sie will nichts mit ihm zu tun haben. Und zwischen ihnen sitzt eine Wahrheit, so verheerend, so zart, so unumkehrbar, dass keiner von ihnen sie unverändert überleben wird.
Dies ist keine Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich finden.
Dies ist eine Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich selbst finden und nach all dem Schaden entscheiden, ob das, was übrig bleibt, es noch wert ist, gerettet zu werden.