Für mich ist ein Hörbuch mit ihm immer eine sichere Bank. Ich muss nicht erst Rezensionen lesen oder in die Hörprobe reinhören – ich klicke einfach auf 'Kaufen', wenn sein Name dabei steht. Bisher nie bereut.
Ich habe das Gefühl, er traut dem Hörer heute mehr Intelligenz zu. Er 'erklärt' den Text nicht mehr durch übertriebene Betonung. Er lässt Andeutungen stehen und vertraut darauf, dass der Hörer die Verbindungen selbst herstellt. Das schafft eine partnerschaftlichere, erwachsenere Hörerfahrung.
Ich bin nicht so der Fantasy-Hörer, aber meine Freundin hört ständig Diakow. Selbst aus dem Nebenzimmer erkenne ich sofort, wenn er es ist. Diese markante, warme Baritonlage mit dem rauen Unterton ist einfach unverwechselbar. Es ist wie eine akustische Visitenkarte. Ob das gut oder einschränkend ist, weiß ich nicht, aber es ist definitiv ein starkes Markenzeichen.
Ich feiere besonders seine Fähigkeit, Humor und Tragik nahtlos zu verbinden. In vielen guten Romanen gibt es diese Momente des Aufatmens, des Lachens mitten in der Dunkelheit. Diakow versteht diesen Rhythmus. Er setzt eine witzige Zeile perfekt, ohne die ernste Grundstimmung der Szene zu zerstören. Das ist extrem schwer hinzubekommen und zeugt von einem feinen Gespür für die Balance eines Narrativs.
Dadurch werden seine Charaktere rund und menschlich. Sie sind nicht nur Träger einer einzigen Emotion, sondern komplexe Wesen, die lachen und leiden können, manchmal im selben Atemzug.
Probier's mal mit der BookBeat-App. Die haben eine ziemlich gute Suchfunktion, wo man nach Sprechern filtern kann. Die Bibliothek wird ständig aktualisiert, also lohnt es sich, regelmäßig zu schauen.
Kann mir vorstellen, dass die Suche nach allen seinen Werken eine endlose Aufgabe ist. Viele Produktionen sind auch nicht mehr im Handel, oder die Sprecherlisten sind unvollständig archiviert. Da bleibt vieles mündlicher Fan-Überlieferung.