SEX-PLAN
— Weiter, Adrian.
Ihre heisere Stimme. Ihre Finger, die sich in die Laken krallen. Ihr Rücken, der sich durchbiegt.
— Ja, genau so… mach weiter…
Er hört auf sie. Er würde alles tun, was sie verlangt. Seine Hände auf ihren Hüften, sein Rhythmus wird schneller. Sie beißt sich auf die Lippe.
— Sieh mich an.
Sie öffnet trübe, versunkene Augen. Geweitete Pupillen.
— Sag mir, was du willst.
— Dich. Nur dich.
Sie küsst ihn. Wild. Geschmack nach Whiskey, Salz und ihm. Ihre Zunge, ihre Zähne, diese Art, wie sie ihn verschlingt, als wäre es das letzte Mal.
Ihre Fingernägel graben Furchen in seinen Rücken. Ihre Beine rutschen höher.
— Hör nicht auf.
Er hört nicht auf. Er wird langsamer. Lässt sie zappeln. Sieht zu, wie sie sich windet, nach seinem Rhythmus sucht, ihn wortlos um Gnade anfleht.
— Adrian… bitte…
Dieser Name in ihrem Mund. Diese Art, wie sie ihn ausspricht – wie ein Gebet.
Er wird schneller. Taucht tief in sie ein. Tiefer. Noch tiefer. Bis sie nur noch Atemlosigkeit ist, nur noch Stöhnen, nur noch hingegebener Körper.
Sie kommt zuerst. Ihre Finger krallen sich in seine Schultern, ihre Nägel bohren sich hinein, ihr Bauch wölbt sich, ihr Schrei hallt durch das Zimmer. Er folgt ihr wenig später, die Stirn an ihrem Hals, ihre Haut einatmend, zitternd an ihr.
—
In Mayas Leben gibt es nur eine Regel: keine Liebe. Liebe zerstört alles.
Also zieht sie One-Night-Stands vor: Nächte ohne Morgen, ohne Namen, ohne Versprechen. Ein Drink. Ein Blick. Jeder verschwindet wieder.
Bis zu ihm.
Adrian. Magnetisch. Beunruhigend. Er sollte nur eine weitere Nacht sein.
Aber er kommt zurück.
Er will nicht nur ihren Körper. Er will sie verstehen. Herausfordern. Besitzen.
Zu spät begreift Maya, dass manche Begegnungen kein Zufall sind.