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ALLEINE ZU HAUSE MIT MEINEM ALPHA-STIEFVATER (END)

Author: Yu Meiren
last update publish date: 2026-07-03 23:16:20

Die Stille in der Wohnung meiner Mutter war erdrückend. Sie stand neben dem großen Fenster, die Arme fest vor der Brust verschränkt, und starrte mich an, als wäre ich jemand, den sie nicht mehr wiedererkannte. Die Wut, die von ihr ausging, war fast greifbar.

„Du bist tatsächlich hierhergekommen“, sagte sie mit kalter, scharfer Stimme. „Nach dem, was ich heute gesehen habe … hast du immer noch die Frechheit, dich hier zu zeigen.“

Ich schluckte schwer, zwang mich aber, aufrecht zu stehen. „Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt, Mama. Ich bin kein kleines Mädchen mehr. Ich musste mit dir von Angesicht zu Angesicht reden.“

Sie lachte bitter, und das Geräusch schnitt durch den Raum. „Zweiundzwanzig? Das ist deine Ausrede? Du hast dich von deinem Stiefvater auf seinem Schreibtisch wie eine Hure ficken lassen, und jetzt willst du mir Vorträge darüber halten, was es heißt, erwachsen zu sein?“

Die Worte taten weh, aber ich weigerte mich, mich davon unterkriegen zu lassen.

„Ja“, sagte ich leise, aber bestimmt. „Ich habe es zugelassen. Ich wollte ihn. Ich habe ihn verführt, Mama. Ich habe die knappen Klamotten getragen. Ich habe ihn Daddy genannt. Ich habe ihn angefleht, mich anzufassen. Weil ich ihn schon seit dem Tag wollte, an dem wir in dieses Haus gezogen sind. Das war kein Zufall oder ein Moment der Schwäche. Ich habe mich für Kyros entschieden. Und er hat sich für mich entschieden.“

In den Augen meiner Mutter glitzerten Tränen der Wut. „Du hast ihn deiner eigenen Mutter vorgezogen? Statt all dem, was ich aufgebaut habe? Diese arrangierte Ehe hat uns Stabilität gegeben. Sie hat ihm den Alpha-Titel verschafft und meinem Unternehmen die nötigen Kontakte. Und du hast all das weggeworfen – wofür? Für Sex?“

„Es ist mehr als Sex“, flüsterte ich. „Er sieht mich. Er gibt mir das Gefühl, begehrt zu sein … wirklich begehrt. Nicht nur nützlich. Wenn ich bei ihm bin, fühle ich mich lebendig. Ich fühle mich sicher. Ich habe das Gefühl, endlich irgendwo dazuzugehören.“

Sie wandte sich von mir ab und schüttelte den Kopf. „Du wirst das bereuen, Freya. Die Ältesten des Rudels wissen es bereits. Sie haben mich angerufen, sobald ich sein Büro verlassen hatte. Kyros könnte alles verlieren – seine Position, seinen Respekt, seine Macht. Und wenn das passiert, komm nicht weinend zu mir.“

Ich trat näher, meine Stimme wurde sanfter. „Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird. Aber ich würde lieber mit ihm kämpfen, als bequem in einer Lüge mit dir zu leben. Es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe. Das meine ich wirklich. Aber es tut mir nicht leid, dass ich ihn liebe.“

Einen langen Moment lang sagte sie nichts. Die bedrückende Stille dehnte sich zwischen uns aus, bis es sich anfühlte, als würde sie jeden Moment zerreißen.

„Geh raus“, sagte sie schließlich mit brüchiger Stimme. „Und komm nicht zurück, bevor du wieder zur Vernunft gekommen bist.“

Ich nickte langsam, Tränen brannten in meinen Augen, als ich mich umdrehte und zur Tür ging. Kurz bevor ich ging, blickte ich ein letztes Mal zurück.

„Ich liebe dich, Mama. Auch wenn du das im Moment nicht verstehen kannst.“

Sie antwortete nicht.

---

Die Fahrt zurück zum Haus kam mir länger vor als sonst. Als ich endlich das Haus betrat, wartete Kyros im Wohnzimmer, genau dort, wo ich ihn zurückgelassen hatte. In dem Moment, als sich unsere Blicke trafen, durchquerte er mit großen Schritten den Raum und zog mich in seine starken Arme.

„Du warst bei ihr“, sagte er, ohne wirklich zu fragen. Seine Hand strich mir beruhigend über den Rücken.

„Ja.“ Meine Stimme klang gedämpft an seiner Brust. „Es ist nicht gut gelaufen. Sie ist verletzt. Wütend. Und die Ältesten wissen es bereits.“

Kyros drückte mich fester an sich. „Es ist mir egal, was die Ältesten denken. Nicht heute Abend.“ Er löste sich ein wenig von mir und umfasste mein Gesicht, während seine rauchgrünen Augen in meine blickten. „Geht es dir gut, Baby?“

Ich nickte, auch wenn mir ein paar Tränen über die Wangen liefen. „Ich habe Angst … aber ich bin mir unserer Beziehung sicher. Ich habe ihr gesagt, dass ich zweiundzwanzig bin und meine Entscheidung getroffen habe. Ich habe mich für dich entschieden, Daddy.“

Etwas veränderte sich in seinem Gesichtsausdruck – eine Mischung aus Stolz, Liebe und ungezügelter Besitzgier. Er beugte sich zu mir herunter und küsste mich langsam, innig, wobei er das Salz meiner Tränen schmeckte. Der Kuss wurde allmählich heißer, verzweifelter, bis wir uns direkt dort im Wohnzimmer gegenseitig die Kleider vom Leib rissen.

Er hob mich mühelos hoch und trug mich nach oben in unser Schlafzimmer. In dieser Nacht liebte mich Kyros, als wäre es gleichzeitig das erste und das letzte Mal. Er war sanft, aber intensiv, küsste jeden Zentimeter meines Körpers und flüsterte mir zwischen jedem tiefen Stoß Versprechen zu.

„Du gehörst mir, Freya“, stöhnte er, während er sich langsam und kraftvoll in mir bewegte. „Egal, was morgen passiert. Egal, was das Rudel sagt. Du bist meine Frau. Meine Gefährtin.“

Ich klammerte mich an ihn, die Beine fest um seine Hüfte geschlungen, und stöhnte seinen Namen, während sich die Lust zwischen uns aufbaute. Als wir beide schließlich kamen, geschah es gemeinsam – intensiv, emotional und wunderschön.

Danach lagen wir in den Laken verschlungen da, mein Kopf ruhte auf seiner Brust, während er mir über das Haar strich.

„Was auch immer als Nächstes kommt“, flüsterte ich, „wir werden es gemeinsam meistern.“

Kyros küsste mich auf den Scheitel und zog mich näher an sich heran.

„Gemeinsam“, versprach er mit tiefer, entschlossener Stimme. „Für immer.“

Vor dem Fenster wachte der Vollmond über uns – stiller Zeuge unserer verbotenen Liebe. Der Weg, der vor uns lag, würde schwierig sein. Das Rudel würde reden. Meine Mutter würde mir vielleicht niemals vergeben. Aber in Kyros’ Armen, eingehüllt in seine Wärme und seinen Duft, hatte ich mich noch nie so im Reinen mit meiner Entscheidung gefühlt.

Das war erst der Anfang unserer Geschichte.

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Comments (2)
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Yu Meiren
Vielen Dank! Schau dir auch die anderen Kapitel an. Ich bin sicher, sie werden dir gefallen! ...️...️
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27.sternchen
Gut geschrieben
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