LOGIN[Der treulose Ehemann bereute alles + der zweite Mann bekam endlich seine Chance | Erst verheiratet, dann verliebt] [Kühle und willensstarke Biowissenschaftlerin VS ruhiger, beschützender Machtmensch aus Grünwald] [Altersunterschied] Drei Jahre lang war Luisa Gerber mit Patrick verheiratet. Sie hatte sich ihm gegenüber stets zurückgenommen und seine Entscheidungen nie infrage gestellt. Selbst als er sie bereits am zweiten Tag nach der Hochzeit aus beruflichen Gründen nach Grünwald schickte, verlor sie kein einziges Wort darüber. In den folgenden drei Jahren erschloss Luisa für die Hoffmann-Gruppe erfolgreich den Markt in Grünwald. Mit mehreren von ihr entwickelten Patenten brachte sie dem Unternehmen zudem Milliardengewinne ein. Doch als ihre Mutter schwer erkrankte und Luisa Patrick unter Tränen um ein paar Tage Urlaub bat, zeigte er nicht die geringste Spur von Mitgefühl. „Sie ist doch noch nicht tot.“ Trotzdem kehrte Luisa nach Nordheim zurück. Erst dort begriff sie, dass ihre Ehe von Anfang an auf einer Lüge aufgebaut war. Patrick hatte sie nur geheiratet, damit er weiterhin ungestört mit seiner großen Liebe und deren Kind zusammenleben konnte. Auch Luisas Versetzung nach Grünwald war von Anfang an geplant gewesen. Sie sollte weit genug weg sein, um das glückliche Familienleben der drei nicht zu stören. Selbst der kleine Hund, den Luisa damals zurücklassen musste, war misshandelt worden. Als sie ihn wiedersah, war er schwer verletzt. In diesem Augenblick erlosch auch der letzte Rest ihrer Liebe zu Patrick. Luisa kündigte, unterschrieb die Scheidungspapiere und verließ die Familie Hoffmann, ohne sich noch einmal umzudrehen. Als Patrick davon erfuhr, reagierte er nur mit einem spöttischen Lächeln. Für ihn stand fest: Früher oder später würde Luisa von selbst zu ihm zurückkommen. Doch als er sie wiedersah, stand sie plötzlich auf der Pressekonferenz eines Biotechnologieunternehmens. Luisa hatte ein bahnbrechendes Patent auf dem Gebiet der Geneditierung entwickelt. Ruhig und selbstbewusst beantwortete sie die Fragen der Journalisten. Von der Frau, die früher alles für Patrick hingenommen hatte, war nichts mehr übrig. Und direkt neben ihr stand ausgerechnet jener Mann aus Grünwald, vor dem selbst die Mächtigen der Stadt Respekt hatten. Zum ersten Mal begriff Patrick, dass er Luisa wirklich verloren hatte. Vor aller Augen ging er vor ihr auf ein Knie. Tränen liefen ihm über das Gesicht. „Luisa, ich habe einen Fehler gemacht. Bitte gib mir noch eine Chance.“ Doch Chancen hatte Luisa ihm längst genug gegeben. Diese eine gehörte jetzt einem anderen. Der Mann hinter ihr trat nach vorn, legte ihr wie selbstverständlich einen Arm um die Taille und zog sie an seine Seite. „Sie ist jetzt meine Frau.“
View MoreMarina reagierte als Erste.Ihre Hand, mit der sie gerade Wein einschenkte, hielt mitten in der Bewegung inne.Unzufriedenheit und Ärger erschienen sofort in ihrem Gesicht.Natürlich hatte auch sie Luisa vorhin gesehen.Luisa sah heute tatsächlich besser aus als sonst.Doch mit Marina konnte sie ihrer Meinung nach trotzdem noch lange nicht mithalten.Und trotzdem ertrug Marina es nicht, wenn Aufmerksamkeit, die eigentlich ihr gehören sollte, plötzlich auf Luisa fiel.Zuerst Tobias.Jetzt Lukas.Eigentlich sollten diese Männer doch alle nur um sie kreisen.Tobias dagegen blieb vollkommen ruhig.Seinem Gesicht war nicht anzusehen, was er dachte.Patrick wiederum betrachtete Lukas mit sichtlichem Interesse.Auf seinen Lippen lag ein kaum merkliches Lächeln.Unter den Blicken der anderen wurde Lukas unbehaglich.Außerdem fand er Jonas’ Frage schlicht absurd.„Was redest du für einen verdammten Unsinn?“Er sah ihn genervt an.„Du wirst echt immer bescheuerter.“Jonas hob beide Hände.Damit
„Luisa, was willst du Patrick dieses Jahr eigentlich zum Geburtstag schenken?“Jonas begann sofort wieder zu provozieren.„Jetzt sind doch sowieso alle hier. Hol es einfach raus. Dann musst du es Patrick nicht erst heimlich geben, nur damit er es später wieder an uns weiterreicht.“Kaum hatte er ausgesprochen, zog sich Marinas Mundwinkel spöttisch nach oben.Luisa widersprach kühl: „Ich habe schon gesagt, dass ich heute nicht wegen Patrick hier bin. Wenn ich gewusst hätte, dass ihr hier seid, wäre ich überhaupt nicht gekommen.“„Wen willst du damit eigentlich belügen?“Jonas glaubte ihr kein Wort.„Jonas.“Patrick unterbrach ihn schließlich.Offenbar war seine Geduld endgültig aufgebraucht.Er hatte keine Lust mehr, sich dieses Theater weiter anzusehen.„Komm. Dort drüben geht es gleich los.“Damit legte er einen Arm um Marina und ging mit ihr davon.Die anderen folgten nach und nach.Nur Lukas blieb zurück.Er stand ein paar Schritte von Luisa entfernt und sah sie die ganze Zeit an.L
„Was machst du denn hier?“Jonas war der Erste, der vor Luisa stand und ihr den Weg versperrte.Luisa hatte keine Lust, ihm zu antworten.Sie wollte einfach an ihm vorbeigehen.Doch genau in diesem Moment ertönte plötzlich der Alarm ihres Handys.Zusätzlich erklang eine automatische Sprachansage:„Heute hat mein Ehemann Geburtstag. Vergiss nicht, ihm alles Gute zu wünschen.“Luisa zog hastig das Handy heraus und schaltete den Alarm aus.Diese Erinnerung hatte sie vor Jahren selbst eingerichtet.Damals war sie bei der Arbeit ständig so beschäftigt gewesen, dass sie Angst hatte, Patricks Geburtstag zu vergessen.Deshalb hatte sie vorsichtshalber jedes Jahr eine Erinnerung programmiert.Seit ihrer Rückkehr nach Nordheim war so viel passiert, dass sie Patricks Geburtstag tatsächlich vollkommen vergessen hatte.Und natürlich hatte sie auch nicht daran gedacht, den alten Alarm zu löschen.Ausgerechnet jetzt musste er losgehen.Leider hatten Jonas und die anderen die Ansage offensichtlich ebe
Yvonne bemerkte, dass Luisa inzwischen deutlich gelöster wirkte.„Na? Gefällt es dir hier?“„Ja, ganz gut.“„Dann bringe ich dich in Zukunft öfter her.“Yvonne sah sie ernst an.„Du hast dich früher viel zu sehr unter Druck gesetzt. Eigentlich hast du die ganze Zeit nur für andere gelebt.“Luisa dachte kurz darüber nach.Ganz unrecht hatte Yvonne damit nicht.Die beiden unterhielten sich noch eine Weile.Dann klingelte plötzlich Yvonnes Handy.In ihrem Beruf war das nichts Ungewöhnliches.Mandanten konnten jederzeit anrufen.Yvonne sah, dass Luisa sich inzwischen wohl genug fühlte, sagte ihr kurz Bescheid und ging nach draußen, um das Gespräch anzunehmen.Nachdem Yvonne gegangen war, wechselte Luisa den Platz.Sie suchte sich einen Sitz, an dem sie niemanden störte und gleichzeitig eine bessere Sicht auf die Bühne hatte.Irgendwann hatte dort der Auftritt gewechselt.Da Luisa ziemlich weit entfernt saß, konnte sie das Gesicht der Frau auf der Bühne nicht deutlich erkennen.Sie sah nur,











